Das Prager-Eltern-Kind-Programm (PEKIP) wurde von dem tschechischen Psychologen Dr. Jaroslav Koch in den 60-er Jahren entwickelt. Es basiert auf den Phasen frühkindlicher Entwicklung und ist für Babys im ersten Lebensjahr gedacht.

In kleinen Gruppen von sechs bis acht Erwachsenen mit ihren Babys werden die Kinder angeregt, selbst aktiv zu werden. Das Spielzeug ist dabei immer möglichst einfach und in den meisten Haushalten zu finden: Luftballons, Wasserbälle, Schalen und Becher sind besonders beliebt.

Ziel der PEKIP Kurse ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und den Eltern Hilfestellung zu geben, wie sie ihre Kinder von den ersten Lebenswochen an fördern können. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erleben von Bewegung, Spiel und Spaß. Wichtiger Bestandteil der Treffen, ist der Austausch der Mütter über die Erlebnisse in der Gruppe und im Familienalltag.

Für welches Alter?

PEKIP-Kurse sind für Babys ab der vierten Lebenswoche gedacht. Die Kurse enden meist um den ersten Geburtstag der Babys.

Was ist das Besondere am Kurs?

Die Babys spielen in diesem Kurs auf dem Boden. Das besondere – sie haben weder Kleidung noch Windeln an. Da sie sich nackt besser und freier bewegen können. Die Kleinen werden gefördert, aber nicht überfordert. Jedes Baby soll sich auf seine ganz persönliche Art und in seinem eigenen Tempo entwickeln.

Pekip für Zuhause?

Es gibt viele Bücher, die Spielanregungen nach dem Kurskonzept des PEKIP geben. So kann Pekip auch zu Hause praktiziert werden. Um den Austausch mit anderen Müttern, und die Sozialkompetenz euer Kinder zu stärken, ist es jedoch besser, wenn ihr euch einer Gruppe anschließt. Der Erfahrungsaustausch und die speziell ausgebildete Gruppenleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Kurskonzepts-PEKIP.

Über den Autor

Jacqueline Esser

Erzieherin, Mutter, Autorin

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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