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Mutter spielt mit Kind
Gemeinsam mit seinen Kindern zu spielen, kann ein großes Abenteuer sein. Die Kleinen entführen uns Erwachsene in fantasievolle Welten.
Kinder lieben es, wenn Mama und Papa mit ihnen spielen. Egal ob mit den Autos, in der Kinderküche oder mit Lego, schon die ganz Kleinen genießen die Zeit mit ihren Eltern. Doch damit das Spiel die Entwicklung der Kinder fördert, sollte man auch die Spielregeln für Eltern einhalten. So etwas gibt es? Wie verraten euch welche das sind.

Es ist immer wieder schön seinen Kindern beim spielen zuzuschauen. Schon Säuglinge können sich Minutenlang mit einer Rassel beschäftigen, die sie halten, drehen und versuchen in den Mund zu stecken. Kleinkinder sitzen oft tief versunken in ihrem Spiel, und können sich so eine längere Zeit alleine beschäftigen. Kindergarten- und Schulkinder vergessen bei ihrem fantasievollen Spiel gut und gerne mal die Zeit, und sind Stundenlang in ihrer Fantasiewelt unterwegs.  Doch wenn Mama und Papa dann beim Auto spielen oder im Kaufmannsladen vorbei schauen und mitspielen, ist das das Highlight des Tages!

Spielregel Nr 1: Eltern spielen eine Nebenrolle

Mutter spielt gemeinsam mit ihrem Sohn
Oft ist Spielzeit auch einfach erweiterte Kuschelzeit.

Beim Spielen mit Kindern ist die oberste Regel, dass das Kind das Spiel führt und entscheidet. Es gibt das Tempo, die Gegebenheiten und auch das Ende des Spiels vor. Eltern stellen beim Spiel nur eine Nebenrolle dar. Natürlich könnt ihr eurem Kind anreize bieten, zb. dass ihr im Kaufmannsladen etwas gewogen haben wollt, oder das Auto durch einen selbstgebauten Tunnel fahren könnte.

Aber wie die Waage zu nutzen ist, oder der Tunnel gebaut wird, das sollte das Kind selbst bestimmen und herausfinden. Denn nur dann gibt es beim Spiel einen echten Lernfaktor. Das von eurem Kind geleitete Spiel fördert nicht nur seine Kreativität, sondern auch sein Selbstwertgefühl und sein Selbstbewusstsein.

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Allerdings darf man natürlich passive Hilfestellung leisten, wenn man bemerkt, dass sich sein Kind an einer „Aufgabe“ aufreibt. Passt zum Beispiel das Auto nicht durch den selbstgebauten Tunnel, stellt man dem Kind die Frage, ob es denn weiß, woran das liegen könnte. Es wird sicherlich auf die Antwort kommen, und den Tunnel erneut und größer bauen.

Spielregel Nr 2: Weniger ist mehr!

Kinder neigen oft dazu, Spielsachen kreuz und quer zu nutzen, und für ihr aktuelles Spiel umzuwandeln. Das ist auch völlig ok, wenn es im Rahmen bleibt. Wenn ihr jedoch mit euren Kindern gemeinsam spielt, regt sie dazu an, sich mit nur einer Sache zu beschäftigen. Zum Beispiel nur mit der Küche oder den Duplos. Denn zuviele Reize überfordern Kinder leicht und das Spiel verliert an Wert.

Um dies zu ermöglichen, sollte das Kinderzimmer dementsprechend präpariert sein. Das bedeutet, es sollten nicht zuviele verschiedene Spielsachen im Raum sein. Lieber manches aussortieren, auf den Dachboden stellen und hin und wieder austauschen. So erleben Kinder immer wieder einen neuen Anreiz zum spielen.

Spielregel Nr 3: Das Spiel muss Spaß machen

Kinder spielen häufig ohne Ziel und Zweck. Dies solltet ihr zulassen, denn nur uns Erwachsenen ist es wichtig, dass wir ein Ergebnis erzielen, wie z.B ein perfektes Flugzeug aus Legosteinen zu bauen. Kinder sollten spielen, weil es ihnen Spaß macht und nicht weil es sie besonders fördert, oder es gerade so schön wäre. Denn die Entwicklung eines Kindes wird bei jedem Spiel – ganz nebenbei – gefördert. Denn bei jedem für sie neuen Spielschritt werden verschiedene Synapsen im Gehirn angeregt und verknüpft, so dass Kinder aus den neuen Erfahrungen lernen, indem sie eine Verbindung zwischen Handlung und Ergebnis herstellen.

Spielregel Nr. 4: Kinder nicht unnötig unterbrechen

Kinder versinken beim spielen in ihre eigene kleine Welt. Ihre Fantasie kennt dabei keine Grenzen. Manchmal sind sie die Krankenschwester für Teddy und Co., oder der tapfere Feuerwehrmann, der den Brand im Kinderzimmer löschen muss. Wenn es nicht unbedingt sein muss, solltet ihr eure Kindern beim spielen nicht unterbrechen. Denn das stört ihr Spielverhalten ungemein.

Wenn aber z.B das Abendessen ansteht, oder noch unbedingt geduscht werden muss, sollte man eine gewisse Vorlaufzeit lassen. Man gibt eine Vorwarnung, dass das Spiel bald unterbrochen werden muss – so können sich die Kleinen darauf vorbereiten. Bei Älteren Kindern kann man auf dem Wecker oder der Uhr zeigen, wann die Spielzeit beendet ist. Alternativ stellt man eine Eieruhr auf, welche klingelt, wenn es Zeit zum Duschen ist.

Spielregel Nr 5: Gemeinsam aufräumen

Wenn ihr gemeinsam mit eurem Kind gespielt habt, dann gehört das Aufräumen natürlich auch dazu. Denn beim Spielen herrscht regelmäßig kreatives Chaos. Dieses sollte das Kind nicht alleine bewältigen müssen, wenn ihr daran teil hattet. Hat eurer Kind alleine gespielt und Chaos verbreitet, könnt ihr ihm helfen, indem ihr etwas Anleitung gebt. Denn im größten Chaos verlieren Kinder schnell den Überblick und sind überfordert.

Um Chaos in der ganzen Wohnung zu verhindern, können beim Spielen klare Regeln helfen. So kann die Küche z.B zur spielfreien Zone erklärt werden. Und im Wohnzimmer gibt es eine bestimmte Ecke, in der gespielt werden darf. So fällt das Aufräumen auch gleich leichter.

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