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Die motorische Entwicklung von Kindern im dritten Lebensjahr

von Jacqueline Esser
Veröffentlicht: Letztes Update
Die motorische Entwicklung im dritten Lebensjahr

Die motorische Entwicklung eines Kindes geht natürlich auch im dritten Lebensjahr weiter. Die Kleinen sind nun zwei Jahre alt und ihr Bewegungsdrang wird immer größer. Nun entdecken sie das Dreirad, oder das Laufrad für sich, und werden beim Malen zu kleinen Künstlern. Wieder steht ein aufregendes Jahr bevor, in dem Kinder viele neue Fähigkeiten erlangen. 

Das dritte Jahr mit Kind – motorische Entwicklung 3.0

Selbstständigkeit erlernen

Die motorische Entwicklung eines Kindes ist im dritten Lebensjahr so weit fortgeschritten, dass es von nun an vieles alleine probieren will. Anziehen, Essen und die Kindergartentasche tragen, all dies wird jetzt mit den Worten „Mach ich schon alleine“ begleitet. Dieser Schritt ist ein wichtiger in Richtung Selbständigkeit. Das gute dabei: Kinder werden nicht nur Selbständiger, sondern entwickeln ihre Fähigkeiten weiter. So wird nun geübt, die Flasche allein zu öffnen, oder den Klettverschluss an den Schuhen selbst zu schließen. All dies fördert die Feinmotorik der Kinder. Daher sollten Eltern ihren Kindern genügend Raum geben, Dinge selbst zu probieren. Auch wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, Kinder lernen durch probieren und eigenes Handeln.

Motorik verfeinern

Das dritte Lebensjahr besteht darin, die bisherigen Fähigkeiten zu verfeinern. Abläufe wie das Laufen werden nun zum schnellen rennen verfeinert, und der selbst gebaute Turm wird immer höher. Kinder erlangen in dieser Zeit eine Menge Selbstbewusstsein. Doch auch die Frustrationstoleranz wird enorm geschult. Denn nicht gleich klappt alles so, wie die Kleinen sich das wünschen. Auf dem Weg die Motorik zu verfeinern, erlangen die Kinder eine Menge neuer Fähigkeiten. So können sie bald nicht nur rennen, sondern auch Hindernissen ausweichen und große Runden drehen.

Laufrad und Dreirad

Der Bewegungsdrang kleiner zweijähriger scheint unermesslich. Ständig sind sie in Aktion und wollen neues Entdecken. So kommt zum ersten Mal das Dreirad oder das Laufrad in die kleine Welt der Kinder. Sie üben das Treten der Pedale und das Laufen mit dem Laufrad. Dabei sind sie hoch motiviert und trainieren solange, bis es klappt. Sie erlernen die verschiedenen Bewegungsabläufe, die nötig sind, um das Dreirad von der Stelle zu bekommen. Dabei trainieren sie nicht nur die Bewegung, sondern stellen Verknüpfungen im Gehirn her, die sie ein Leben lang begleiten werden.


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Die Entwicklung der Feinmotorik

Gerade die Feinmotorik macht einen regelrechten Sprung im dritten Lebensjahr. Wo die Kinder bisher eher grobmotorisch veranlagt waren, entwickeln sie nun ein Talent für feinmotorische Tätigkeiten. Das Halten des Malstifts sieht nun filigraner aus, und aus bisher noch unkontrollierten Strichen, werden genau durchdachte bunte Kunstwerke – immer noch in Strichoptik.

Auch beim Bilderbuch anschauen, können Eltern beobachten, wie sich die Feinmotorik verbessert. Denn nun können die Kinder einzelne Buchseiten alleine umblättern. Sie blättern wie die Weltmeister und lassen den Eltern kaum Zeit eine Geschichte in Ruhe vorzulesen.

Ketten selbst machen ist eine tolle Übung, um die Feinmotorik zu fördern. Das Einfädeln der Perlen auf eine Schnur, benötigt viel Fingerspitzengefühl und Ausdauer. Hier sind die Kleinen eine Weile beschäftigt.

Auf dem Spielplatz die Entwicklung fördern

Wie oben beschrieben ist der Bewegungsdrang enorm groß. Kinder in dem Alter lieben es, Zeit auf dem Spielplatz oder im Garten zu verbringen. Klettern, Laufen und Rennen macht ihnen große Freude. Dabei werden die motorischen Fähigkeiten, ganz selbstverständlich geschult. Das Klettern fördert außerdem den Gleichgewichtssinn und die Balance des Kindes. Gerade auf dem Spielplatz hat das Kind die Möglichkeit, seine motorische Entwicklung voran zu treiben. Die vielen verschiedenen Spielgeräte ermöglichen ihm, die verschiedensten Bewegungsabläufe zu trainieren und neue Fähigkeiten zu erlernen.

Spielzeug das fördert aber nicht überfordert

Im Handel gibt es einige Spielzeuge, die die Entwicklung eines Kindes fördern sollen. Natürlich greifen Eltern da gerne zu. Doch wichtig beim Spielzeugkauf ist, dass das Spielzeug fördert, aber nicht überfordert. Die Interessen des Kindes sollten im Vordergrund stehen, und gezielt Spielzeug angeschafft werden. Zu empfehlende Spielsachen sind:

  • Perlen zum auffädeln
  • Kleine Hämmerchen-Spiele
  • Puzzle
  • Laufrad
  • Dreirad
  • Kugelbahn
  • Bausteine
  • große Buntstifte
  • Rutsche und Klettertürme für den Garten
  • Bälle

Die motorische Entwicklung ist mit dem dritten Geburtstag natürlich nicht abgeschlossen. Es folgen noch weitere Jahre, in denen ein Kind in der Motorik enorme Fortschritte macht. Und immer zählt, wie viel Raum Eltern ihren Kindern lassen, um sich auszuprobieren und ihre Fähigkeiten frei weiterentwickeln zu können.


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