Warum Magnesium in der Schwangerschaft so wichtig ist!

Magnesium in der Schwangerschaft
Bild: © Sondem / Adobe Stock

Während einer Schwangerschaft läuft der Körper einer Frau auf Hochtouren. Vierzig Wochen lang ist er damit beschäftigt, das Baby in sich wachsen und gedeihen zu lassen. Ganz nebenbei muss er auch noch alle Veränderungen am weiblichen Körper bewerkstelligen. Damit all das überhaupt möglich ist, steigt in der Schwangerschaft nicht nur euer Kalorienbedarf leicht an, sondern auch der Vitamin- und Nährstoffhaushalt kommen gehörig in Fahrt. Einer der wichtigsten Stoffe während der Schwangerschaft ist übrigens Magnesium. Wozu es dient, und warum man darauf achten sollte, erfahrt ihr hier.

Der Körper kann Magnesium nicht selbst produzieren

Viele lebensnotwendigen Nährstoffe kann euer Körper selbstständig produzieren, oder aus Nahrung umwandeln. In diesen Fällen versorgt er sich sozusagen selbst. Bei Vitaminen – und einigen weiteren wichtigen Nährstoffen – klappt das leider nicht. Diese müssen dem Körper von außen zugeführt werden. Ein in der Schwangerschaft besonders wichtiger Nährstoff ist das Magnesium. Magnesium wird jedoch nicht vom Körper selbst produziert. Daher sollten Frauen täglich zwischen 300 – 320 mg Magnesium zu sich nehmen, damit kein Magnesiummangel entsteht und alle relevanten Funktionen im Körper reibungslos ineinandergreifen.

Dazu gehört beispielsweise das anspannen und entspannen der Muskulatur. So ist das Herz ein Muskel das durch Anspannung und Entspannung das Blut durch den Körper pumpt. Aber auch Sehnen, Nerven und die Neuronen im Gehirn werden durch Magnesium beeinflusst.



Gesunde Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel?

Magnesium befindet sich in vielen Lebensmitteln, die ihr sicher täglich zu euch nehmt. So ist der Magnesiumgehalt in „grünem Gemüse„, wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl besonders hoch. Aber auch Milchprodukte und Fisch enthalten viel natürliches Magnesium. Aufgrund des erhöhten Magnesiumbedarfs während der Schwangerschaft ist es jedoch schwer, die empfohlene Menge ausschließlich durch ausgewogene Ernährung abzudecken. Daher empfehlen heute viele Frauenärzte Magnesium bereits zu Beginn der Schwangerschaft durch Präparate zuzuführen. Ob und welche Nahrungsergänzungsmittel für euch in Frage kommen, solltet ihr jedoch unbedingt vorab mit eurem Frauenarzt besprechen. Diagnostiziert euch dieser einen Magnesiummangel bzw. verweist auf einen erhöhten Bedarf, wird er die nötige Dosierung ausführlich mit euch durchgehen.

[blockquote align=“none“ author=““]Info: Magnesium wird über die Nieren ausgespült – bei einem gesunden Menschen im Schnitt um die 100 Milligramm pro Tag. Insbesondere Personen mit Nierenerkrankungen sollten daher zunächst ihren Arzt konsultieren. Die für euch richtige Dosierung von Präparaten und magnesiumreicher Nahrung hängt von verschiedenen gesundheitlichen Faktoren ab.[/blockquote]


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Mehr Magnesium bei Problemen in der Schwangerschaft

Magnesium dient bei einigen Problemen in der Schwangerschaft tatsächlich als Mittel der Wahl. So wird es hochdosiert Schwangeren mit frühzeitigen Wehen verabreicht und sorgt für die Entspannung der Gebärmuttermuskulatur. Vorzeitige Wehen können so in den meisten Fällen gestoppt werden. Studien belegen, dass Magnesium selbst bei einer Schwangerschaftstoxikose, auch Gestose genannt, ebenfalls einen positiven Effekt auf Verlauf und Schweregrad erreicht. Aber auch kleineren Beschwerden können mit Magnesium behandelt werden. Wadenkrämpfe, starke Übelkeit und Sodbrennen, Kopfschmerzen und Schwindelattacken, können mit der Einnahme von Magnesium gelindert werden.

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Ist eine Überdosierung von Magnesium gefährlich?

Gute Nachrichten: Zwar zählen bei übermäßiger Einnahme u.a. Durchfall, Erbrechen und Schwindel zu möglichen Nebenwirkungen, Magnesium kann aber im eigentlichen Sinne nicht überdosiert werden. Solltet ihr eurem Körper zu viel Magnesium zuführen, wird der Teil, den der Körper nicht benötigt, einfach über die Nieren ausgespült. Sind eure Nieren fit, besteht keinerlei Gefahr – ebenso wenig für euer Baby.

 


 


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