Steuererklärung: Das können Eltern von der Steuer absetzen


Um Kinder großzuziehen, braucht man jede Menge Geld. Ob eine neue Brille, neue Schulbücher oder die Betreuung durch eine Babysitterin. Die Kosten können schnell in die Höhe steigen. Mit ein paar einfachen Tipps, können sich Eltern einen Teil der Kosten vom Finanzamt zurückholen.

Die Anschaffung des ersten Kinderwagens oder aber die neue Ausrüstung für das Kind, wenn es das erste Mal in einen Sportverein kommt. All diese Dinge können sehr schnell ins Geld gehen. Gewusst wie, können Sie finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten. Hierzu müssen Sie zunächst das Kindergeld in Ihrer Steuererklärung angeben, also für die ersten beiden Kinder beispielsweise jeweils 2280 Euro. „Ab einer bestimmten Einkommenshöhe profitieren Eltern zudem von Kinderfreibeträgen. Doch auch darüber hinaus können zahlreiche Steuervorteile von beiden Elternteilen genutzt werden. Welche Kosten mit der Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt geltend gemacht werden können, zeigen wir Ihnen in diesem Überblick.

Steuern sparen bei der Kinderbetreuung

Schon in puncto Kinderbetreuung können Eltern bereits einiges an Geld sparen – bzw. zurückerhalten. Dabei spielt es keine Rolle, von wem das Kind betreut wird. In die Regelung der Steuerrückzahlung für die Kinderbetreuung zählen sowohl die Kita, die Tagesmutter oder die Babysitterin hinein als auch die Oma oder der Teenager von nebenan. „Bis zum 14. Lebensjahr sind die Betreuungskosten für Kinder zu zwei Dritteln von der Steuer absetzbar“, erklärt Lothar Dölle, Vizepräsident des Steuerberaterverbandes Hessen. Bis zu 4000 Euro im Jahr können dabei geltend gemacht werden.



Auch wenn Oma und Opa üblicherweise kein Geld für das Aufpassen auf die Enkelkinder nehmen, können ihnen die Eltern die Fahrtkosten erstatten und diese als Betreuungskosten steuerlich absetzen. Wichtig hierfür sind Belege, beispielsweise Tankquittungen.

Auch Kosten des Alltags können oft steuerlich abgesetzt werden

Neben der Kinderbetreuung können auch weitere alltägliche Dinge, die Kosten verursachen, steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu zählen beispielsweise die sogenannten „außergewöhnlichen Belastungen“. Diese schließen gesundheitliche und medizinische Kosten ein, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.


In diese Kategorie fallen unter anderem Medikamente, Zahnersatz, Kuren oder Brillen. Sollten Sie einen Gärtner, Altenpfleger oder eine Putzfrau im eigenen Haushalt beschäftigen, dann können Sie diese Ausgaben als „haushaltsnahe Dienstleistungen“ steuerlich absetzen. Bei geringfügig Beschäftigten können 20 Prozent der Kosten abgesetzt werden, jedoch maximal 510 Euro pro Jahr. Bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten beläuft es sich ebenfalls auf 20 Prozent, wobei hier die Obergrenze bei 4000 Euro liegt.

Wie das Absetzen von der Steuer funktioniert, welche Unterlagen für die Steuererklärung benötigt werden und welche Fristen zu beachten sind, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel auf.


Im VIDEO:  Der Schreitreflex – Baby läuft direkt nach der Geburt

 


 


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here