Durchfall ist ohne Frage eines der unangenehmeren Dinge im Leben. Gerade für Kinder kann der schnelle Verlust von Flüssigkeit und wichtigen Nährstoffen sogar lebensgefährlich werden.

Natürlich gibt es diverse Medikamente, welche die Darmtätigkeit hemmen, um dadurch den stetigen Verlust von Flüssigkeit, das Krampfgefühl und das generelle Unwohlsein, zu verhindern. Jedoch sind diese Wirkstoffe für Kinder vollkommen ungeeignet, die möglichen Folgen sogar wesentlich schwerwiegender, als der eigentliche Durchfall. Eine immer noch häufig empfohlene Alternative sind Kohletabletten. In den Packungsbeilagen findet sich eine Dosierungsempfehlung ab einem Alter von 1 Jahr. Da die Kohle nicht vom Körper aufgenommen wird, ist sie vollkommen unbedenklich. Die Wirkung ist jedoch eher mäßig.

Wie und warum wirkt die Morosuppe gegen Durchfall?

Die Morosuppe hat ihren wohlklingenden Namen einem Kinderarzt Namens Ernst Moro zu verdanken. Wenn man jedoch weiß, dass sie im wesentlichen aus Möhren besteht, könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Namensgebung ursprünglich dorther stammt. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts suchte Moro nach einer Möglichkeit, um die durchfallbedingte Sterberate von Kindern zu senken. Mit der Entwicklung dieser ganz besonderen Karottensuppe, erfand er ein enorm effektives Hausmittel, welches sich nun schon seit mehr als einem Jahrhundert bewährt hat.

Natürlich führt man dem Körper mit einer guten Gemüsesuppe, Flüssigkeit und Mineralstoffe zu. Das besondere an der Morosuppe ist jedoch die Nutzung einer Eigenschaft der Möhre. Durch sehr langes Kochen der Karotten, entstehen mittellange Zuckerketten, welche sich mit den Durchfallerregern verbinden. So können diese sich nicht mehr an der Darmwand ansiedeln und vermehren. Die Dauer des Durchfalls wird dadurch erheblich verkürzt.

Das Rezept der Morosuppe

Dabei ist das Rezept denkbar einfach. Es besteht aus lediglich drei Zutaten: Möhren, Wasser, Salz.

Die Hauptzutat sind natürlich die Karotten. Sie enthalten reichlich Mineralstoffe. Gemeinsam mit der Zutat Salz, werden so die wichtigsten Nährstoffe des Körpers wieder betankt. Die Zubereitung ist simpel, auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich, jedoch enorm effektiv.

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Wie wird die Morosuppe verabreicht?

Die Morosuppe kann mehrmals täglich in verträglichen Portionen verabreicht werden. Es ist also nicht wichtig, dass sie mit einer möglichst großen Portion – so schnell wie es geht – verspeist wird. Mehrere kleine Portionen (über den Tag verteilt) sind sogar eher sinnvoll. So werden Stück für Stück die unerwünschten Darmerreger gebunden, und nach einer Weile sollte sich eine deutliche Linderung des Durchfalls zeigen.

Wem kann diese Suppe bei Durchfall helfen?

Tatsächlich ist die Morosuppe von Jung bis Alt gleichermaßen wirksam. Wahrscheinlich sind Erwachsene jedoch eher an die Wirkungsweise von Mitteln wie „Imodium akut“ oder ähnlichem gewöhnt. Sie helfen vermeintlich schnell – haben jedoch den entscheidenden Nachteil, dass durch die Hemmung der Darmaktivität, auch die Erreger dort verweilen, wo sie eigentlich nicht mehr sein sollten. Die akuten Symptome werden so gestoppt – das eigentliche Problem oft allerdings nur vertagt.

Für Kinder jeden Alters (ab dem Zeitpunkt, in dem auch Salz erlaubt ist) ist die Morosuppe wärmstens zu empfehlen. Aber auch jeder Erwachsene wird von diesem alten „Geheimrezept“ profitieren. Besonders interessant: unter Hundehaltern hat sich die Morosuppe ebenfalls sehr rumgesprochen. Denn auch Hunde können damit problemlos und tatsächlich sehr wirksam gegen Durchfälle behandelt werden.

Wie immer gilt:

Sollten sich neben dem Durchfall, welcher bereits oft eine Begleiterscheinung eines Infekts sein kann, weitere Symptome wie Fieber etc. zeigen, immer einen Arzt aufsuchen. Nur er kann feststellen, um welche Erkrankung es sich handelt, und entsprechend weitere Maßnahmen einleiten.


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Wenn das Leitungswasser Durchfall verursacht:


Über den Autor

Torsten Esser

Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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