Hurra, das Baby ist endlich da! Frisch gebackene Familien befinden sich im Glückstaumel. Das liegt vor allem am süßen Nachwuchs, aber auch an den vielen Menschen, die sich mit ihnen freuen. Eltern und Säugling werden mit Geschenken und besten Wünschen überhäuft. Natürlich will man sich erkenntlich zeigen. Selbst gestalteten Dankeskarten wohnt ein besonderer Zauber inne. Doch wie gelingen einzigartige Schriftstücke zur Geburt am besten?

Die Style-Frage: Rosa, blau oder direkt schwarz-weiß?

Anfangs überlegt man, welcher Stil für die Dankeskarte zur Geburt infrage kommt. Eltern, die bereits eine Geburtskarte versendet haben, können sich an deren Design orientieren. Passt die gesamte Papeterie zu einem Anlass zusammen, zeugt das von einem Auge fürs Detail.

Grundsätzlich schöpfen die kreativen Bastler aus einem großen Füllhorn an Möglichkeiten:

  • Vintage
  • Floral
  • Lustig
  • Minimalistisch
  • Foto
  • Rustikal

Bei der Farbgebung wird oft klassisch vorgegangen – Rosa für Mädchen, Blau für Jungs. Das muss aber nicht sein. Jeder fröhliche, freundliche Farbton eignet sich bestens für die Dankeskarten zur Geburt. Selbst wer bei der klassischen Farbverteilung bleibt, braucht Kritik aus der Gender-Mainstreaming-Fraktion nicht zu befürchten.

Ein schicker Mix aus klassischen Farben – und modern anmutenden Elementen (Bild: © Maruba / Adobe Stock)

Tatsächlich galt bis in die 1940er Jahre Rosa als Farbe für Jungen und Himmelblau war den Mädchen vorenthalten. Das kleine Rot symbolisierte Männlichkeit und Stärke. Außerdem erinnerte es an die Blutspritzer, mit denen Krieger und Soldaten von den Schlachtfeldern zurückkehrten. Hellblau dagegen galt als die anmutigere und delikatere Farbe – perfekt für die Mädchen. Die Trendwende wurde unter anderem durch die Bekleidungs – und Spielwarenindustrie eingeleitet. Diese entwarf blaue Outfits für Matrosen und Handwerker und hüllte Barbies dagegen in knallpinke Verpackung.

Als geschlechtsneutrale Farben gelten beispielsweise Grün, Gelb, Violett und Orange. Selbst dunkle Töne wie Braun und Schwarz werden als Hintergrund für die Dankeskarten gewählt. Dann ist es besonders wichtig, dass der Gesamteindruck der Karte trotzdem positiv wirkt. Bunte Motive und ein bezauberndes Bild des Säuglings sind förderlich.

Grundsatzentscheidung Optik: Papiersorten, Formate und Dekoration

Wer selbst Karten bastelt, der sollte bei der Materialauswahl aufmerksam sein. Ist das Papier der Karte zu dünn, liegt sie nicht gut in der Hand. Bei schwerer Verzierung geben die Seiten nach. Außerdem sind dünne Papiersorten oft blickdurchlässig, was einem ordentlichen Gesamteindruck ebenfalls schadet.

Edles Papier und Schreibwerkzeug machen einen echten Unterschied (Bild: © Nana_studio / Adobe Stock)

Empfehlenswert sind Papiere ab einer Grammatur von 200 g/m². Zu dick sollte das Material aber auch nicht sein. Ansonsten ist es zu steif und kann nicht mehr geknickt werden. Beim Versand verursacht höheres Gewicht auch höhere Kosten. Experten, wie die Designer von Karten Paradies empfehlen bei Ihren Dankeskarten zur Geburt Papiersorten zwischen 246 g/m² und 300 g/m².

Neben der Grammatur ist auch die Oberflächenbeschaffenheit entscheidend. Wer ein Bild aufdrucken möchte, der wählt idealerweise eine glatte Papiersorte. Strukturierte Außenseiten, beispielsweise in Leinenoptik, oder Papiere mit Einschlüssen von Blüten und Blättern wirken edel und hochwertig. Gedruckte Fotos kommen auf ihnen allerdings nicht gut zur Geltung. Wird trotzdem ein Bild gewünscht, klebt man es am besten einfach auf.

Egal, auf welche Papiersorte die Wahl fällt, Dankeskarten zur Geburt gibt es in den verschiedensten Formaten. Es bleibt den eigenen Vorstellungen und dem Budget überlassen, für welche Maße man sich entscheidet. Postkarten oder Klappkarten sind möglich, wobei des die Klappmodelle in verschiedenen Versionen gibt. Ein, zwei oder gar drei Falze sind keine Seltenheit. Am beliebtesten sind Klappkarten im Hochformat mit einem Falz in der Mitte.

Die Dekoration der Dankeskarten zur Geburt darf gerne verspielt sein. Schleifchen, Bilder, Aufkleber, Stempel und Zeichnungen kommen gut an. Die gewählten Motive sollten zum Anlass passen. Niedlich sind Tiere, Herzen, Sterne, Sonne, Blumen, Schnuller oder eine Wäscheleine mit Babykleidung. Die meisten Eltern verschönern die Karte mit einem Bild vom Baby. Wer die Schnappschüsse dafür selbst anfertigt, sollte sich erkundigen, wie man wunderschöne Fotos vom Nachwuchs selbst macht.

Zum Text: Inhalt und Schriftart

Ist die Karte fertig gestaltet, geht es an den Inhalt. Folgende Punkte gehören in die Dankeskarte zur Geburt:

  • Anrede der Empfänger
  • Danksagung für das Geschenk und / oder die Glückwünsche
  • Details zum Baby: Name, Geburtsdatum, Uhrzeit, Gewicht und Größe
  • Name der Eltern

Wo der Text in der Karte steht, spielt keine Rolle. Bei Klappkarten steht er klassischerweise auf der rechten Innenseite. Aber prinzipiell bleibt das dem Verfasser überlassen. Genauso wie die Ausformulierung. Diese kann in Form eines Spruches, Gedichts oder frei erfolgen. Im Internet liefern unzählige Seiten Inspiration.

Normalerweise wird ein Vers gewählt, der zum Anlass passt und über den sich jeder Empfänger freut. Weil die Geburt eines Babys ein freudiges Ereignis ist, dürfen Sprüche ruhig fröhlich oder gar witzig sein. Das Wunder eines neuen Lebens kann aber auch mit einem rührenden oder philosophischen Zitat unterstrichen werden. Die Verse werden sowohl bei Klapp- als auch Postkarten meistens auf der Vorderseite aufgedruckt.

Wer die Dankeskarten zur Geburt besonders persönlich verfassen möchte, der geht auf das jeweilige Geschenk ein. Damit die frisch gebackenen Eltern wissen, von wem, welche Aufmerksamkeit stammt, legen sie dafür eine Liste an. Auf dieser vermerken sie jeden, der zum Nachwuchs gratuliert sowie das zugehörige Präsent.

Der Text kann mittels Drucker aufgetragen werden. Alternativ lohnt es sich, in den neuen Trend Handlettering einzutauchen. Dabei werden Wörter in wunderschönen Schriftarten im Kalligrafie-Stil geschrieben. Es gibt Vorlagen, Übungsvideos und Kurse. Ein oder zwei schöne Fonts lernen selbst Laien in Windeseile. Neben einer ruhigen Hand und etwas Geduld ist auch das verwendete Schreibwerkzeug wichtig. Für das Handlettering werden sogenannte Brushpens verwendet. Diese Stifte erlauben kontrastreiche Strichstärken. Es gibt sie in den verschiedensten Größen und Farben. Wer Karten häufiger selbst bastelt und insgesamt ein kreativer Geist ist, der sollte sich unbedingt einmal näher mit dem Thema Handlettering auseinandersetzen.

Perfektionismus zeigt sich im Detail: Die richtigen Kuverts

Eltern, die sich viel Mühe mit der Erstellung einer Dankeskarte zur Geburt gemacht hat, wählen zu guter Letzt noch die perfekte Verpackung aus. So sorgen sie beim Empfänger für Staunen! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Briefumschlag mit dem Inhalt abzustimmen. Am einfachsten funktioniert das, indem man das Kuvert in der gleichen Farbe wie die Karte wählt.

Handgemachte Briefumschläge machen wahnsinnig was her! (Bild: © victoria / Adobe Stock)

Hat man sich für eine außergewöhnliche Kartenform entschieden, setzt man mit dem perfekt zugeschnittenen Kuvert einen genialen Akzent. Die Beschriftung entspricht idealerweise der Schriftart auf der Karte. Briefumschläge kann man wahlweise bedrucken oder ebenfalls formschön mit Handlettering verzieren. Ein bezauberndes Gesamtkunstwerk gelingt, wenn man für die Dankeskarte zur Geburt noch eine passende Briefmarke kreiert. Die Deutsche Post ermöglicht ihren Kunden eigene Wertmarken, beispielsweise mit dem Foto des Neugeborenen, zu entwerfen. So entstehen einzigartige Erinnerungsstücke.


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