Kopfschmerzen bei Kindern: Was kann man tun?

von Jacqueline Esser AutorinJacqueline Esser
Kind hat KopfschmerzenPin


Auch Kinder leiden unter Kopfschmerzen. Gerade im Schulalter häufen sich diese und können bei den Kleinen zu großen Schmerzen führen. Wir klären euch über die verschiedenen Kopfschmerzarten auf, und geben Tipps, was dagegen helfen kann. 

Kopfschmerzen sind leider nicht nur ein Thema für Erwachsene. Auch Kinder leiden bereits darunter. Sogar jedes fünfte Kind im Vorschulalter hat regelmäßig Kopfschmerzen. Und ca jedes siebte Kind muss deswegen in medizinische Behandlung. Bei regelmäßigen und starken Kopfschmerzen ist der Kinderarzt der Ansprechpartner. Gemeinsam wird dann der Grund für die Schmerzen gesucht und dementsprechend behandelt.

Kopfschmerzen vom Arzt abklären lassen

Treten bei einem Kind regelmäßig Kopfschmerzen auf, sollte unbedingt der behandelnde Kinderarzt aufgesucht werden. Dieser wird nach der Ursache der Kopfschmerzen forschen. Meistens lässt sich der Kopfschmerz schnell in den Griff bekommen, häufig sogar ohne jegliche Medikamente.  Doch ist es wichtig, zwischen dem “primären Kopfschmerz”, bei dem der Kopfschmerz als alleiniges Krankheitsbild auftritt, und dem “sekundären Kopfschmerz”, der als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit, wie einem

Kopfschmerzen entstehen dabei von selbst, einfach weil das Kind mit einer Neigung dazu geboren wurde. Unterschieden werden zwei verschiedene Kopfschmerzarten: Der Spannungskopfschmerz und die Migräne. Meist handelt es sich bei den Kopfschmerzen um einen Spannungsschmerz, und in nur wenigen Fällen um eine Migräne.

  • Spannungskopfschmerz: Etwa zwei Drittel aller Kinder, die unter Kopfschmerzen leiden, leiden an dieser Schmerzart. Der Schmerz geht hierbei vom Nacken aus und verteilt sich über den gesamten Kopf, bis hin zur Schläfe. Dieser Schmerz ist schlecht lokalisierbar und wird als breitflächig beschrieben. Betroffene erklären den Schmerz als dumpf und drückend. 
  • Migräne: Dieser Kopfschmerz kommt bei etwa 12% aller Betroffenen vor und wird als besonders starker Schmerz beschrieben. Dieser tritt anfallsartig auf. Er kommt sehr plötzlich und unerwartet. Dabei ist dieser Kopfschmerz meist einseitig und geht mit Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit einher. Bei Erwachsenen dauert ein Anfall unbehandelt etwa 18 – 20 Stunden. Bei Kindern sind es meist nur wenige Stunden. Bei Kleinkindern wird Migräne häufig nur durch wiederholtes Erbrechen erkennbar.

Stress kann Kopfschmerzen auslösen 

Die Ursachen für einen auftretenden Kopfschmerz sind vielfältig. Schlafmangel oder ausgelassene Mahlzeiten können schon zu einer Kopfschmerz-Attacke führen. Gerade für Kinder, die unter Migräne leiden, ist daher genügend Schlaf und regelmäßiges Essen wichtig. Eine wichtige Rolle spielt auch das trinken. Flüssigkeitsmangel führt in den meisten Fällen zu starken Kopfschmerzen. Diese dienen dann als Warnsignal des Körpers vor einer potentiellen Dehydration.

Schulkinder die unter Stress leiden, sind besonders häufig betroffen. Ob in der Schule, oder durch einen zu vollen Terminkalender, Stress im Alltag ist einer der Hauptauslöser für Kopfschmerzen bei Kindern. Auch eine Reizüberflutung durch die flackernden Bilder am Fernseher oder Computer führen zu den Schmerzen.

Schlaf und Ruhe helfen bei Kopfschmerzen 

In vielen Fällen kann man Kopfschmerzen bei Kindern auch ohne Medikamente behandeln. Viel Ruhe und Entspannung können wahre Wunder gegen Kopfschmerzen vollbringen. So kann ein abgedunkelter Raum, in dem das Kind sich etwas ausruht, oder gar einschläft, die Schmerzen zu bekämpfen. Schläft das Kind ein, und wacht nach ein paar Stunden wieder aus, ist es in den meisten Fällen schmerzlos. Ein kalter Waschlappen auf der Stirn kann ebenfalls Linderung bringen. Alternativ hilft vielen Kindern auch etwas Minzöl auf den Schläfen, um dem Kopfschmerz entgegen zu wirken.

Wenn nötig – Medikamente 

Helfen alle Hausmittel nichts gegen die Kopfschmerzen, können natürlich auch Medikamente gegeben werden, um die Kinder von den Schmerzen zu befreien. Dafür stehen Eltern zwei verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Zum einen Ibuprofen und zum anderen Paracetamol. Beides gibt es als Zäpfchen, Saft oder Tabletten. Bei der Gabe der Medikamente sollten die Dosierungsangaben unbedingt beachtet werden. Eine Beratung vom Kinderarzt oder Apotheker ist mehr als ratsam. Denn Überdosierungen können im Körper Schäden anrichten, und führen auf Dauer zu einer Gewöhnung, welche am Ende verhindert, dass der Wirkstoff gegen die Schmerzen noch hilft.


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