Meningokokken-Erkrankungen sind in Deutschland sehr selten. Wenn sie auftreten, können sie sich jedoch innerhalb weniger Stunden zu einer lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung oder Sepsis entwickeln. Anfangs sehen die Beschwerden manchmal noch wie ein gewöhnlicher Infekt aus. Umso wichtiger ist es, die entscheidenden Warnzeichen zu kennen.
Eltern müssen eine Meningokokken-Infektion nicht selbst diagnostizieren können. Sie sollten aber wissen, wann ein Kind sofort medizinische Hilfe benötigt. Bei einem schwer kranken Kind gilt: Verlasst euch nicht darauf, dass alle typischen Symptome auftreten oder sich ein auffälliger Hautausschlag entwickelt.
Meningokokken auf einen Blick
- Erreger: Bakterien der Art Neisseria meningitidis
- Inkubationszeit: 2 bis 10 Tage, meistens 3 bis 4 Tage
- Übertragung: vor allem bei engem Kontakt über Speichel und Nasensekret
- Besonders gefährdet: Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche
- Mögliche Erkrankungen: Hirnhautentzündung und Sepsis
- Verlauf: kann sich innerhalb weniger Stunden stark verschlechtern
- Behandlung: sofortige Behandlung im Krankenhaus mit Antibiotika
- Impfungen: MenB für Säuglinge, MenACWY für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren
- Bei schweren Warnzeichen: sofort die 112 rufen
Was sind Meningokokken?
Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Sie können den Nasen-Rachen-Raum besiedeln, ohne Beschwerden auszulösen. Viele Menschen tragen die Bakterien zeitweise in sich, ohne davon zu wissen oder selbst krank zu werden.
Nur in seltenen Fällen überwinden die Erreger die Schleimhäute und gelangen in die Blutbahn oder zu den Hirnhäuten. Dann sprechen Fachleute von einer invasiven Meningokokken-Erkrankung.
Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit treten in Deutschland jährlich weniger als vier Erkrankungen pro einer Million Menschen auf. Die Erkrankung ist damit selten. Wegen ihres möglicherweise sehr schnellen und schweren Verlaufs ist sie dennoch besonders ernst zu nehmen.
Sind Meningokokken und Meningitis dasselbe?
Nein. Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute. Sie kann durch unterschiedliche Bakterien, Viren und andere Erreger ausgelöst werden. Meningokokken sind eine mögliche Ursache einer bakteriellen Meningitis.
Gleichzeitig verursachen Meningokokken nicht ausschließlich Hirnhautentzündungen. Die Bakterien können auch eine Sepsis auslösen. Dabei breitet sich die Infektion über das Blut im gesamten Körper aus. Eine Meningitis und eine Sepsis können einzeln oder gleichzeitig auftreten.
Eine Impfung gegen Meningokokken schützt deshalb nicht vor jeder Form der Hirnhautentzündung. Umgekehrt bedeutet die Diagnose Meningitis nicht automatisch, dass Meningokokken dahinterstecken.
Welche ersten Symptome können auftreten?
Eine Meningokokken-Erkrankung beginnt häufig plötzlich. Die ersten Beschwerden sind allerdings nicht immer eindeutig. Sie können zunächst an eine Grippe oder einen anderen fieberhaften Infekt erinnern.
Mögliche erste Krankheitszeichen sind:
- plötzliches Fieber
- starke Kopfschmerzen
- Schüttelfrost
- Schwindel
- Übelkeit und Erbrechen
- Muskel- oder Gliederschmerzen
- auffallend kalte Hände und Füße
- blasse oder fleckig wirkende Haut
- ein sehr starkes Krankheitsgefühl
Entscheidend ist nicht ein einzelnes Symptom, sondern das Gesamtbild. Alarmierend ist vor allem, wenn sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtert oder das Kind ungewöhnlich schwer krank wirkt.
Grundsätzlich können die Beschwerden auch viele harmlosere Ursachen haben. Weitere Hinweise zur Einordnung findet ihr in unserem Beitrag über Fieber bei Babys und Kindern.
Welche Symptome sprechen für eine Hirnhautentzündung?
Bei einer durch Meningokokken verursachten Hirnhautentzündung können zusätzlich folgende Beschwerden auftreten:
- starke oder zunehmende Kopfschmerzen
- schmerzhafte Nackensteifigkeit
- Lichtempfindlichkeit
- wiederholtes Erbrechen
- starke Schläfrigkeit oder Benommenheit
- Verwirrtheit
- Krampfanfälle
- Kreislaufprobleme
- Bewusstseinsstörungen
Nicht jedes Kind entwickelt all diese Symptome. Insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern kann die typische Nackensteifigkeit fehlen.
Woran lässt sich eine Meningokokken-Sepsis erkennen?
Bei einer Sepsis gelangen die Bakterien in die Blutbahn. Die Reaktion des Körpers kann die Blutgerinnung, den Kreislauf und lebenswichtige Organe beeinträchtigen.
Mögliche Warnzeichen sind:
- ein sehr schneller Puls
- schnelle oder erschwerte Atmung
- kalte Hände und Füße
- auffallend blasse, marmorierte oder fleckige Haut
- starke Schläfrigkeit oder Verwirrtheit
- Kreislaufschwäche
- zunehmende Teilnahmslosigkeit
- punktförmige rote oder violette Hautblutungen
- größere, blutergussähnliche Hautveränderungen
Die punktförmigen Einblutungen werden Petechien genannt. Sie verschwinden nicht, wenn Druck auf die Haut ausgeübt wird. Derartige Flecken können ein spätes Warnzeichen sein. Wartet deshalb nicht auf einen Ausschlag, wenn das Kind bereits schwer krank wirkt.
Wie funktioniert der Glastest?
Bei dem sogenannten Glastest wird die Seite eines durchsichtigen Glases fest auf eine auffällige Hautstelle gedrückt.
Verblasst der Ausschlag unter dem Druck nicht – und bleibt durch das Glas sichtbar, kann es sich um eine Einblutung in die Haut handeln. In Verbindung mit Fieber oder einem schweren Krankheitsgefühl ist das ein medizinischer Notfall.
Auf dunkler Haut können solche Veränderungen schwieriger zu erkennen sein. Achtet deshalb auch auf hellere Hautbereiche, beispielsweise Handflächen und Fußsohlen, sowie auf die Mundschleimhaut und die Innenseiten der Augenlider.
Wichtig ist allerdings:
- Ein unauffälliger Glastest schließt Meningokokken nicht aus.
- Nicht jedes erkrankte Kind entwickelt Hautblutungen.
- Der Ausschlag kann erst spät im Krankheitsverlauf auftreten.
- Der Test darf den Notruf oder die Fahrt ins Krankenhaus nicht verzögern.
Welche Symptome zeigen Babys und Kleinkinder?
Bei Säuglingen können die Krankheitszeichen deutlich unspezifischer sein. Sie können beispielsweise sehr schläfrig, ungewöhnlich reizbar oder auffallend still wirken.
Mögliche Warnzeichen bei Babys sind:
- Fieber oder ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur
- Trinkverweigerung
- häufiges Erbrechen
- ungewöhnliche Schläfrigkeit
- schlaffe oder steife Körperhaltung
- schrilles, ungewohntes Schreien
- Berührungsempfindlichkeit
- Krampfanfälle
- eine vorgewölbte oder harte Fontanelle
- ein rasch schlechter werdender Allgemeinzustand
Eine vorgewölbte Fontanelle kann bei einer Hirnhautentzündung auftreten, muss aber nicht vorhanden sein. Auch eine fehlende Nackensteifigkeit darf bei einem Baby nicht als Entwarnung verstanden werden.
Wann müssen Eltern sofort die 112 rufen?
Ruft sofort den Rettungsdienst, wenn ein Kind:
- schwer weckbar, bewusstlos oder nicht richtig ansprechbar ist
- plötzlich verwirrt oder ungewöhnlich teilnahmslos wirkt
- einen Krampfanfall hat
- Atemnot oder deutliche Kreislaufprobleme entwickelt
- eine schmerzhafte Nackensteifigkeit mit starken Kopfschmerzen zeigt
- rote oder violette Flecken bekommt, die sich nicht wegdrücken lassen
- innerhalb kurzer Zeit immer schwerer krank wirkt
- als Baby ungewöhnlich schlaff ist, schrill schreit oder eine vorgewölbte Fontanelle hat
Ihr müsst nicht abwarten, bis mehrere Warnzeichen gleichzeitig auftreten. Bei dem begründeten Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung ist eine sofortige Untersuchung im Krankenhaus erforderlich.
Bei weniger schweren, aber unklaren Beschwerden könnt ihr die Kinderarztpraxis oder außerhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktieren. Wirkt das Kind ernsthaft krank oder verschlechtert es sich schnell, ist jedoch die 112 die richtige Anlaufstelle.
Wie werden Meningokokken übertragen?
Meningokokken werden vor allem bei engem Kontakt über Speichel oder Nasen-Rachen-Sekret übertragen. Möglich ist eine Ansteckung beispielsweise:
- beim Küssen
- durch engen Kontakt im gemeinsamen Haushalt
- beim Teilen von Trinkflaschen oder Trinkgefäßen
- bei direktem Kontakt mit Speichel
- durch längeren engen Kontakt von Angesicht zu Angesicht
Außerhalb des menschlichen Körpers überleben Meningokokken nur kurze Zeit. Eine flüchtige Begegnung, das Vorbeigehen auf der Straße, oder ein kurzer Aufenthalt im selben Raum, führen deshalb normalerweise nicht zu einer Ansteckung. Das bedeutet allerdings nicht, dass ausschließlich sichtbar erkrankte Menschen die Bakterien übertragen können. Auch beschwerdefreie Personen können Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum tragen.
Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Zwischen der Ansteckung und den ersten Krankheitszeichen liegen zwei bis zehn Tage. Meistens beträgt die Inkubationszeit drei bis vier Tage.
Erkrankte können bereits bis zu sieben Tage vor Beginn der Beschwerden ansteckend sein. Nach Beginn einer wirksamen Antibiotikabehandlung besteht normalerweise nach 24 Stunden keine Ansteckungsgefahr mehr.
Wer hat ein erhöhtes Erkrankungsrisiko?
Grundsätzlich können Menschen jeden Alters an einer invasiven Meningokokken-Infektion erkranken. Besonders häufig betroffen sind jedoch:
- Säuglinge
- Kleinkinder im ersten und zweiten Lebensjahr
- Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren
- Menschen mit bestimmten angeborenen oder erworbenen Immundefekten
- Menschen ohne funktionsfähige Milz
- enge Kontaktpersonen eines Erkrankten
- Personen in bestimmten Reise- oder Ausbruchssituationen
Bei Jugendlichen können enge soziale Kontakte, Küssen, Partys, gemeinschaftliches Wohnen und das Teilen von Getränken die Übertragung begünstigen.
Was passiert nach einem engen Kontakt?
Nicht jede Person, die dieselbe Kita, Schule oder Veranstaltung besucht hat, gilt automatisch als enge Kontaktperson. Entscheidend ist, wie nah und wie lange der Kontakt war und ob ein direkter Kontakt mit Speichel oder Nasensekret möglich war. Als besonders enge Kontaktpersonen kommen unter anderem infrage:
- Menschen aus demselben Haushalt
- Partnerinnen und Partner
- Personen mit direktem Speichelkontakt
- Menschen mit längerem unmittelbarem Kontakt
- je nach Situation Kinder und Betreuungspersonen aus derselben Kitagruppe
Das Gesundheitsamt beziehungsweise die behandelnde Praxis entscheidet, wer eine vorbeugende Behandlung benötigt.
Enge Kontaktpersonen sollen möglichst schnell ein Antibiotikum erhalten. Diese sogenannte Chemoprophylaxe kann eine Erkrankung verhindern und vorhandene Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum beseitigen. Sie ist spätestens bis zum zehnten Tag nach dem letzten engen Kontakt sinnvoll.
Wurde eine impfpräventable Meningokokken-Gruppe nachgewiesen, kann ungeimpften engen Kontaktpersonen zusätzlich eine passende Impfung empfohlen werden. Eine Impfung ersetzt in dieser Situation nicht die vorbeugende Antibiotikagabe.
Was gilt für Kita und Schule?
Bereits bei einem begründeten Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung darf das betroffene Kind vorübergehend keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen. Eltern müssen die Kita oder Schule umgehend informieren.
Das Besuchsverbot gilt zunächst ebenfalls für Menschen, in deren Wohngemeinschaft ein Verdachts- oder Erkrankungsfall aufgetreten ist. Beschwerdefreie enge Haushaltskontakte dürfen Gemeinschaftseinrichtungen normalerweise wieder besuchen, wenn seit Beginn der vorsorglichen Antibiotikabehandlung mindestens 24 Stunden vergangen sind.
Erkrankte Kinder können nach ihrer Genesung wieder in die Einrichtung zurückkehren. Eine ärztliche Bescheinigung ist nach den allgemeinen Vorgaben nicht erforderlich. Das zuständige Gesundheitsamt kann im Einzelfall jedoch zusätzliche Maßnahmen festlegen.
Wie wird eine Meningokokken-Erkrankung behandelt?
Bei einem Verdacht beginnt die Behandlung unverzüglich im Krankenhaus. Meningokokken werden mit Antibiotika behandelt, die in der Regel direkt über eine Vene verabreicht werden. Abhängig vom Zustand des Kindes können weitere Maßnahmen erforderlich sein:
- Flüssigkeit über eine Infusion
- Stabilisierung des Kreislaufs
- Unterstützung der Atmung
- Behandlung von Krampfanfällen
- intensivmedizinische Überwachung
- Behandlung von Störungen der Blutgerinnung
Für die Diagnose können Blutproben und gegebenenfalls Nervenwasser untersucht werden. Bei einem dringenden Verdacht darf die Antibiotikabehandlung jedoch nicht unnötig durch Untersuchungen verzögert werden.
Bitte habt im Blick: Hausmittel oder fiebersenkende Medikamente können eine invasive Meningokokken-Erkrankung nicht behandeln.
Welche Folgen kann die Erkrankung haben?
Viele Kinder erholen sich nach einer rechtzeitigen Behandlung vollständig. Dennoch treten laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bei etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen Komplikationen oder längerfristige Folgen auf.
Dazu können gehören:
- Hörverlust
- Krampfanfälle
- Lern- und Konzentrationsprobleme
- neurologische Einschränkungen
- Narben und Hautschäden
- Nierenschäden
- dauerhafte Schäden an Armen oder Beinen
- in besonders schweren Fällen notwendige Amputationen
Nach einer überstandenen Erkrankung sind deshalb ärztliche Nachkontrollen wichtig. Dazu kann insbesondere eine Überprüfung des Hörvermögens gehören.
Welche Meningokokken-Impfungen empfiehlt die STIKO aktuell?
Es gibt verschiedene Meningokokken-Serogruppen. Die verfügbaren Impfstoffe schützen jeweils vor bestimmten Gruppen. Nach den STIKO-Empfehlungen 2026 gelten derzeit zwei Standardempfehlungen für Kinder und Jugendliche.
Impfung gegen Meningokokken B
Säuglinge sollen jeweils im Alter von:
- 2 Monaten
- 4 Monaten
- 12 Monaten
eine Impfung gegen Meningokokken B erhalten.
Versäumte Impfungen sollen möglichst bald und spätestens bis zum fünften Geburtstag nachgeholt werden. Wie viele Dosen beim späteren Beginn benötigt werden und welche Abstände gelten, hängt vom Alter des Kindes ab. Das sollte die Kinderarztpraxis anhand des Impfpasses prüfen.
Impfung gegen Meningokokken ACWY
Kinder und Jugendliche sollen zwischen dem 12. und 14. Geburtstag einmal gegen die Meningokokken-Gruppen A, C, W und Y geimpft werden.
Die Impfung wird unabhängig davon empfohlen, ob früher bereits eine Impfung gegen Meningokokken C erfolgt ist. Wurde die MenACWY-Impfung zwischen 12 und 14 Jahren versäumt, kann sie bis vor dem 25. Geburtstag nachgeholt werden.
Mit Einführung dieser Empfehlung ist die frühere allgemeine MenC-Impfung für Kleinkinder im Alter von zwölf Monaten entfallen. Eine bereits erfolgte MenC-Impfung war nicht falsch oder nutzlos. Sie ersetzt aber nicht die aktuelle MenACWY-Impfung im Jugendalter.
Die MenB- und MenACWY-Standardimpfungen wurden in die Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses aufgenommen und gehören damit zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Wer benötigt zusätzliche Impfungen?
Für einige Menschen können außerhalb des allgemeinen Impfkalenders weitere Meningokokken-Impfungen oder Auffrischungen sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise:
- Menschen mit bestimmten Immundefekten
- Menschen ohne Milz oder mit eingeschränkter Milzfunktion
- gefährdetes Laborpersonal
- Reisende in Länder mit erhöhtem Erkrankungsrisiko
- Teilnehmende an Pilgerreisen nach Mekka
- enge Kontaktpersonen bei Erkrankungen durch eine impfpräventable Serogruppe
- Menschen in einer regionalen Ausbruchssituation
Welche Impfungen und Abstände erforderlich sind, hängt vom individuellen Risiko und vom Reiseziel ab. Lasst euch dazu ärztlich oder reisemedizinisch beraten.
Schützt die Impfung vollständig?
Keine Meningokokken-Impfung schützt vor sämtlichen Serogruppen und allen möglichen Erregerstämmen. Auch andere Bakterien und Viren können eine Hirnhautentzündung hervorrufen.
Deshalb gilt trotz vollständigem Impfschutz: Zeigt ein Kind mögliche Warnzeichen einer Meningitis oder Sepsis, muss es sofort medizinisch untersucht werden. Der Impfstatus darf in einer solchen Situation nicht zu falscher Sicherheit führen.
Kann man mehrmals an Meningokokken erkranken?
Eine überstandene Meningokokken-Erkrankung schützt nicht zuverlässig vor allen Serogruppen. Eine erneute Erkrankung ist deshalb grundsätzlich möglich.
Nach einer invasiven Meningokokken-Infektion wird ärztlich geprüft, ob ein besonderes gesundheitliches Risiko vorliegt und welche Impfungen anschließend empfohlen werden.
Auch andere schwere Infektionen können anfangs unspezifisch wirken. Unser Überblick über wichtige Kinderkrankheiten und ihre Warnzeichen führt euch zu den passenden Ratgebern.
Quellen
- Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber zu invasiven Meningokokken-Erkrankungen, aktualisiert im Februar 2026
- Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission 2026
- Robert Koch-Institut: Häufige Fragen zur Meningokokken-Impfung
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Meningokokken
- gesund.bund.de: Meningitis
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Änderungen bei Schutzimpfungen gegen Meningokokken
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