Welche Impfung ist wann dran? Unser STIKO-Impfkalender 2026 zeigt euch die empfohlenen Standardimpfungen für Babys, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Tabellen helfen euch, den Impfpass zu prüfen und den nächsten Termin vorzubereiten.
Die STIKO ist die Ständige Impfkommission. Dieses unabhängige Fachgremium erarbeitet die Impfempfehlungen für Deutschland. Viele Termine lassen sich bei Kindern mit den U- und Jugenduntersuchungen verbinden. Wartet mit einer fälligen Impfung aber nicht bis zur nächsten Vorsorge.
Quellen zuletzt geprüft am 16. Oktober 2026. Grundlage sind die STIKO-Empfehlungen 2026 einschließlich späterer Änderungen. Die Tabellen zeigen den üblichen Impfplan. Frühgeburt, Vorerkrankungen und frühere Impfungen können ihn verändern. Den persönlichen Bedarf klärt ihr mit der behandelnden Praxis.
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Impfkalender für Babys und Kleinkinder
Die ersten Impfungen beginnen bereits im Säuglingsalter. Die folgende Übersicht gilt für den regulären Beginn der Impfserien.
| Alter / Zeitpunkt | Empfohlener Schutz |
|---|---|
| Nach der Geburt oder vor der ersten RSV-Saison | RSV: einmaliger Schutz mit fertigen Antikörpern. Der Zeitpunkt hängt vom Geburtsmonat ab; Erklärung zum RSV-Schutz. |
| Ab 6 Wochen | Rotaviren: erste Schluckimpfung. Je nach Impfstoff folgen eine oder zwei weitere Dosen. |
| Mit 2 Monaten | Sechsfachimpfung: erste Dosis. Pneumokokken: erste Dosis. Meningokokken B: erste Dosis. |
| Mit 3 Monaten | Rotaviren: Fortsetzung der Schluckimpfung, frühestens vier Wochen nach der ersten Dosis. Bei Frühgeborenen: zusätzliche Dosis der Sechsfach- und der Pneumokokken-Impfung. |
| Mit 4 Monaten | Sechsfachimpfung, Pneumokokken und Meningokokken B: jeweils die nächste Dosis. Rotaviren: je nach Impfstoff dritte Dosis. |
| Mit 11 Monaten | Sechsfachimpfung und Pneumokokken: jeweils letzte Dosis der üblichen Impfserie. Masern, Mumps, Röteln: erste Dosis. Windpocken: erste Dosis. |
| Mit 12 Monaten | Meningokokken B: dritte Dosis. |
| Mit 15 Monaten | Masern, Mumps, Röteln und Windpocken: jeweils zweite Dosis. |
Die Sechsfachimpfung schützt gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Hib. Hib steht für Haemophilus influenzae Typ b. Das ist ein Bakterium, das unter anderem Hirnhautentzündungen auslösen kann. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln wird kurz MMR genannt.
Die ersten Impfserien bauen den Schutz auf. Das heißt Grundimmunisierung. Eine Dosis bedeutet eine einzelne Impfstoffgabe. Bei den meisten Impfungen sind mehrere Dosen nötig. Zwischen den letzten beiden Dosen der Sechsfach-, Pneumokokken- und Meningokokken-B-Impfserie müssen mindestens sechs Monate liegen.
Originalquellen: STIKO: Empfehlungen 2026, Fassung vom 10. September 2026 · BIÖG: Impfungen für Kinder · gesund.bund.de: Impfungen verständlich erklärt.
Frühgeborene brauchen einen zusätzlichen Termin: Babys, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden, erhalten die Sechsfach- und die Pneumokokken-Impfung mit 2, 3, 4 und 11 Monaten. Maßgeblich ist ihr tatsächliches Alter seit der Geburt.
Für die Schluckimpfung gegen Rotaviren gelten enge Altersgrenzen. Sie soll spätestens mit zwölf Wochen beginnen. Je nach Impfstoff muss die Serie spätestens mit 24 oder 32 Wochen abgeschlossen sein. Verschobene Termine deshalb frühzeitig mit der Kinderarztpraxis klären. Originalquelle: RKI zur Rotavirus-Impfung.
RSV-Schutz: Warum das keine klassische Impfung ist
RSV ist ein Atemwegsvirus, das besonders bei jungen Babys schwere Erkrankungen auslösen kann. Für die erste RSV-Saison empfiehlt die STIKO einen Schutz mit langwirksamen Antikörpern. Seit September 2026 sind dafür Nirsevimab oder Clesrovimab empfohlen.
Dabei bekommt das Baby fertige Abwehrstoffe. Das nennt man passive Immunisierung. Bei einer klassischen Impfung wird die eigene Abwehr angeregt, einen Schutz aufzubauen.
| Geburtszeitpunkt | Wann der RSV-Schutz vorgesehen ist |
|---|---|
| April bis September | Möglichst im Herbst vor der ersten RSV-Saison, üblicherweise zwischen September und November. |
| Während der RSV-Saison, meist Oktober bis März | Möglichst rasch nach der Geburt. Ideal ist die Gabe vor der Entlassung aus der Geburtsklinik oder bei der U2. |
| Termin verpasst oder besondere Vorgeschichte | Mit der Kinderarztpraxis möglichst rasch klären. Die tatsächliche RSV-Saison, frühere Infektionen und eine RSV-Impfung der Mutter können die Entscheidung beeinflussen. |
Die Empfehlung gilt auch für gesunde Säuglinge. Für gesunde Kinder ist eine Wiederholung in der zweiten Saison normalerweise nicht vorgesehen. Bei bestimmten schweren Vorerkrankungen gelten zusätzliche fachliche Empfehlungen. Einzelheiten erklärt unser Ratgeber zu RSV bei Babys und Kindern.
Originalquellen: STIKO: RSV-Prophylaxe, Beschluss vom 10. September 2026 · RKI: Fragen zur RSV-Prophylaxe, Stand 10. September 2026 · G-BA: Besonderheiten der RSV-Prophylaxe, 17. September 2026.
Impfkalender für Kinder und Jugendliche
Im Schulalter werden einige Impfungen aufgefrischt. Außerdem kommen HPV und Meningokokken ACWY hinzu.
Auffrischung bedeutet: Ein bereits aufgebauter Schutz wird mit einer weiteren Impfung erneuert. Die Altersangabe „5 bis 6 Jahre“ umfasst die Zeit vom fünften Geburtstag bis zum Tag vor dem siebten Geburtstag.
| Alter | Empfohlene Impfung |
|---|---|
| 5 bis 6 Jahre | Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten: erste Auffrischung. |
| 9 bis 14 Jahre | HPV: zwei Dosen mit mindestens fünf Monaten Abstand. HPV sind Humane Papillomviren. Einige dieser Viren können später Krebs verursachen. Die Empfehlung gilt für Mädchen und Jungen. |
| 9 bis 16 Jahre | Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten: zweite Auffrischung. Kinderlähmung: eine Auffrischung. |
| 12 bis 14 Jahre | Meningokokken ACWY: einmalige Impfung gegen vier Gruppen dieser Bakterien. Sie ist auch nach einer früheren MenC- oder MenACWY-Impfung empfohlen. |
Die HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche sollte möglichst vor dem ersten sexuellen Kontakt abgeschlossen sein. Wer die Serie erst ab 15 Jahren beginnt, benötigt drei Dosen. Drei Dosen sind auch nötig, wenn die ersten beiden weniger als fünf Monate auseinanderliegen.
Wichtig bei älteren Impfkalendern: Die frühere allgemeine Meningokokken-C-Impfung mit zwölf Monaten ist entfallen. Aktuell stehen Meningokokken B im Säuglingsalter und Meningokokken ACWY mit 12 bis 14 Jahren im Standardplan. Gegen welche Gruppen die Impfungen schützen, erklärt unser Ratgeber zu Meningokokken.
Originalquellen: STIKO: Empfehlungen 2026, Fassung vom 10. September 2026 · BIÖG: HPV-Impfung bei Kindern · RKI: Empfehlungen zur Meningokokken-Impfung.
Welche Impfungen empfiehlt die STIKO für Erwachsene?
Auch Erwachsene sollten ihren Impfpass regelmäßig prüfen lassen. Welche Dosen fehlen, hängt von den dokumentierten Impfungen ab.
| Impfung | Empfehlung für Erwachsene |
|---|---|
| Tetanus und Diphtherie | Nach vollständiger Grundimmunisierung alle zehn Jahre auffrischen. |
| Keuchhusten | Die nächste fällige Tetanus-Diphtherie-Impfung einmalig mit einer Keuchhusten-Komponente kombinieren. Für Schwangerschaft, bestimmte Berufe und engen Kontakt zu Neugeborenen gelten zusätzliche Empfehlungen. |
| Masern | Einmalige MMR-Impfung für nach 1970 Geborene ab 18 Jahren, wenn der Impfstatus unklar ist, keine Impfung vorliegt oder nur eine Dosis in der Kindheit gegeben wurde. |
| Kinderlähmung | Fehlende Grundimmunisierung oder die einmalige Auffrischung nachholen. Nach vollständigem Schutz sind im Alltag keine regelmäßigen weiteren Auffrischungen vorgesehen. Für Reisen und bestimmte Berufe kann mehr nötig sein. |
| Meningokokken ACWY | Eine versäumte Impfung aus dem Jugendalter bis vor dem 25. Geburtstag nachholen. |
Bei Masern können etwa für Beschäftigte im Gesundheitswesen oder in Gemeinschaftseinrichtungen zusätzliche Vorgaben gelten. Auch Röteln- und Windpockenschutz sollten vor einer Schwangerschaft geprüft werden.
COVID-19: Seit Juli 2026 empfiehlt die STIKO gesunden Erwachsenen nicht mehr allgemein den Aufbau einer sogenannten Basisimmunität durch drei Kontakte mit dem Virus oder dem Impfstoff. Für gesunde Menschen unter 75 Jahren besteht auch keine allgemeine Empfehlung zur jährlichen COVID-19-Impfung. Für Risikogruppen gelten eigene Empfehlungen.
Originalquellen: STIKO: Empfehlungen 2026, Fassung vom 10. September 2026 · BIÖG: Keuchhusten-Impfung bei Erwachsenen · RKI: Empfehlungen zur Meningokokken-Impfung · RKI: COVID-19-Impfempfehlung, Stand 27. Juli 2026.
Zusätzliche Impfungen ab 60 und ab 75 Jahren
Mit höherem Alter kommen weitere Standardimpfungen hinzu. Tetanus und Diphtherie bleiben weiterhin alle zehn Jahre fällig.
| Alter / Impfung | Empfehlung |
|---|---|
| Ab 60: Grippe (Influenza) | Jährlich im Herbst oder Winter. Empfohlen ist ein Hochdosis- oder ein verstärkter Impfstoff. Beide sind auf die Immunantwort älterer Menschen ausgerichtet. |
| Ab 60: Pneumokokken | Impfung mit PCV20. Dieser Impfstoff deckt 20 Gruppen von Pneumokokken ab. Frühere Pneumokokken-Impfungen bestimmen den nötigen Abstand. |
| Ab 60: Gürtelrose | Zwei Dosen des Totimpfstoffs im Abstand von zwei bis sechs Monaten. Ein Totimpfstoff enthält keine vermehrungsfähigen Erreger. |
| Ab 75: COVID-19 | Jährliche Auffrischimpfung möglichst im Spätsommer oder Frühherbst. Bei gesundem Immunsystem kann eine Infektion im selben Jahr die Auffrischung ersetzen; die Praxis prüft den Bedarf. |
| Ab 75: RSV | Einmalige Impfung möglichst im Spätsommer oder Herbst vor der RSV-Saison. Eine jährliche Wiederholung ist derzeit nicht allgemein empfohlen. |
Die RSV-Impfung ist außerdem für 60- bis 74-Jährige mit einer schweren relevanten Grunderkrankung sowie für Bewohnende von Pflegeeinrichtungen dieser Altersgruppe empfohlen. Bei manchen Erkrankungen ist der Schutz gegen Pneumokokken schon früher wichtig.
Originalquellen: RKI: Empfehlungen zur Grippeimpfung, Stand 10. September 2026 · RKI: Fragen zur Pneumokokken-Impfung · RKI: Windpocken und Gürtelrose, Stand 27. Januar 2026 · RKI: COVID-19-Impfempfehlung, Stand 27. Juli 2026 · RKI: Fragen zur RSV-Impfung bei Erwachsenen.
Impfschutz bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft
Einige Impfungen schützen in der Schwangerschaft auch das Baby. Andere sollten bereits vorher abgeschlossen sein.
| Situation | Was empfohlen ist |
|---|---|
| Vor einer Schwangerschaft | Röteln- und Windpockenschutz prüfen. Bei Röteln sind insgesamt zwei dokumentierte Impfungen wichtig. Frauen mit Kinderwunsch ohne Windpocken-Antikörper sollen zwei Windpocken-Impfungen erhalten. Fehlende weitere Standardimpfungen ebenfalls prüfen lassen. |
| Keuchhusten in jeder Schwangerschaft | Zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels, ab der 28. Schwangerschaftswoche. Bei erhöhter Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt soll die Impfung bereits im zweiten Drittel erfolgen. Das gilt unabhängig vom Abstand zur letzten Keuchhusten-Impfung. |
| Grippe in der Schwangerschaft | Jährliche Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Bei einer zusätzlichen Gefährdung durch eine chronische Erkrankung schon ab dem ersten Drittel. |
| COVID-19 in der Schwangerschaft | Bei erhöhter Gefährdung durch eine Grunderkrankung oder Schwangerschaftskomplikationen, möglichst ab dem zweiten Drittel. Für gesunde Schwangere besteht seit Juli 2026 keine allgemeine Impfempfehlung mehr. |
Lebendimpfstoffe vorher einplanen: Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken enthalten abgeschwächte, vermehrungsfähige Viren. Sie dürfen in der Schwangerschaft nicht gegeben werden. Nach einer solchen Impfung soll eine Schwangerschaft für einen Monat vermieden werden.
Für eine RSV-Impfung während der Schwangerschaft gibt es derzeit keine STIKO-Empfehlung. Eine Zulassung des Impfstoffs und eine STIKO-Empfehlung sind unterschiedliche Dinge. Besprecht den Schutz des Babys deshalb mit der Frauenarzt- und Kinderarztpraxis.
Originalquellen: STIKO: Empfehlungen 2026, Fassung vom 10. September 2026 · RKI: Fragen zur Keuchhusten-Impfung · RKI: Grippeimpfung für besondere Personengruppen · RKI: COVID-19-Impfempfehlung, Stand 27. Juli 2026 · RKI: Fragen zur RSV-Prophylaxe, Stand 10. September 2026.
Was Eltern, Großeltern und andere enge Kontaktpersonen beachten sollten
Wer ein Neugeborenes eng betreut, sollte besonders den Schutz gegen Keuchhusten prüfen.
Für enge Kontaktpersonen und Betreuungspersonen eines Neugeborenen empfiehlt die STIKO alle zehn Jahre eine Keuchhusten-Impfung. Sie sollte möglichst spätestens vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin erfolgen. Dazu können Eltern, Geschwister, Großeltern oder Babysitter gehören. Warum die Erkrankung gerade junge Babys gefährdet, erfahrt ihr im Beitrag zu Keuchhusten bei Kindern.
Originalquellen: BIÖG: Keuchhusten-Impfung bei Erwachsenen.
Weitere STIKO-Empfehlungen bei besonderen Risiken
Der Standardkalender bildet nicht jeden persönlichen Bedarf ab. Zusätzliche Impfungen heißen Indikationsimpfungen: Es gibt einen bestimmten Anlass dafür.
| Anlass | Welche Ergänzungen infrage kommen |
|---|---|
| Chronische Erkrankung oder geschwächte Abwehr | Je nach Erkrankung etwa zusätzliche Impfungen gegen Grippe, COVID-19, Pneumokokken oder Meningokokken. Eine pauschale Empfehlung für alle Erkrankungen gibt es nicht. |
| Erhöhtes Gürtelrose-Risiko | Gürtelrose-Impfung bereits ab 18 Jahren bei bestimmten Immundefekten oder schweren chronischen Erkrankungen. Leichte, gut eingestellte Erkrankungen fallen nicht automatisch darunter. |
| Zeckenkontakt in einem FSME-Risikogebiet | FSME-Impfung nach Alter und verwendetem Impfstoff. FSME ist eine durch Zecken übertragene Virusinfektion. |
| Bestimmte berufliche Tätigkeiten | Zusätzlicher Schutz abhängig von Tätigkeit und Kontakt zu Krankheitserregern. Das betrifft zum Beispiel Gesundheitswesen, Betreuungseinrichtungen oder bestimmte Labortätigkeiten. |
| Erhöhtes Risiko für Mpox | Impfung für Menschen mit entsprechend erhöhtem Ansteckungsrisiko. Mpox ist eine Virusinfektion, die unter anderem durch engen Hautkontakt übertragen wird. |
Für Kinder mit bestimmten gesundheitlichen Risiken sind Grippe- und COVID-19-Impfungen bereits ab sechs Monaten empfohlen, in der Regel jährlich. Welche Erkrankungen dazugehören und welcher Impfstoff passt, klärt die Kinderarztpraxis. Eine Pneumokokken-Impfung kann für Risikokinder auch ab zwei Jahren empfohlen sein. Dafür verwendet die STIKO seit 2026 den Impfstoff PCV20.
Die Details legt die STIKO in Tabelle 2 ihrer vollständigen Empfehlungen fest. Dort stehen auch besondere Empfehlungen etwa zu Hepatitis A und B, Hib sowie Impfungen bei Ausbrüchen. Ob sie euch betreffen, sollte die Praxis anhand eurer Situation beurteilen. Die Unterschiede zwischen FSME und Borreliose erklären wir gesondert.
Originalquellen: RKI: Windpocken und Gürtelrose, Stand 27. Januar 2026 · RKI: Fragen zur Pneumokokken-Impfung · RKI: Empfehlungen zur Grippeimpfung, Stand 10. September 2026 · RKI: COVID-19-Impfempfehlung, Stand 27. Juli 2026.
Neu seit 15. Oktober 2026: Vogelgrippe-Impfung für bestimmte Tätigkeiten
Die STIKO empfiehlt inzwischen auch einen speziellen Impfstoff gegen Influenza A(H5), eine Form der Vogelgrippe. Die Empfehlung betrifft Menschen, die gezielt mit diesen Viren arbeiten. Sie gilt außerdem für bestimmte Einsätze bei der Bekämpfung von Tierseuchen mit direktem Kontakt zu möglicherweise infizierten Tieren oder verunreinigtem Material. Das ist keine allgemeine Impfempfehlung für Familien. Die übliche saisonale Grippeimpfung schützt nicht vor einer A(H5)-Infektion. Originalquelle: STIKO-Beschluss vom 15. Oktober 2026.
Reiseimpfungen: Das Reiseziel entscheidet
Vor Auslandsreisen kann zusätzlicher Schutz nötig sein. Je nach Land, Aufenthaltsdauer, Reiseart, Alter und Gesundheit geht es etwa um Hepatitis A, Gelbfieber, Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis, Meningokokken ACWY oder Cholera. Auch Dengue- und Chikungunya-Impfungen können unter bestimmten Voraussetzungen infrage kommen. Das bedeutet nicht, dass all diese Impfungen für jede Reise empfohlen sind.
Lasst euch frühzeitig reisemedizinisch beraten. Prüft dabei auch die Standardimpfungen. Die offiziellen STIKO-Reiseinformationen mit aktuellen Ländertabellen werden gesondert aktualisiert. Grundlage sind die Reiseimpfempfehlungen von STIKO und DTG. DTG steht für die deutsche Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin.
Impfung verpasst: Was kann nachgeholt werden?
Eine verschobene Impfung bedeutet meistens nicht, dass die ganze Serie neu beginnen muss. Bereits dokumentierte Dosen zählen in der Regel weiter.
Wie es weitergeht, hängt vom Alter, den bisherigen Dosen und den Mindestabständen ab. Das sind Zeiträume, die zwischen zwei Impfungen mindestens liegen müssen. Bei einigen Impfungen gibt es außerdem klare Altersgrenzen:
| Impfung | Wichtige Grenze für das Nachholen |
|---|---|
| Rotaviren | Beginn spätestens mit zwölf Wochen; Abschluss je nach Impfstoff spätestens mit 24 oder 32 Wochen. |
| Pneumokokken bei gesunden Kleinkindern | Fehlende Standardimpfungen werden bis vor dem zweiten Geburtstag nachgeholt. Für Risikogruppen gelten eigene Empfehlungen. |
| Hib und Meningokokken B | Standardimpfungen bis vor dem fünften Geburtstag nachholen. |
| HPV | Fehlende Impfungen möglichst vor dem 18. Geburtstag nachholen. |
| Meningokokken ACWY | Versäumte Impfung bis vor dem 25. Geburtstag nachholen. |
Auch andere fehlende Kinderimpfungen sollen altersgerecht ergänzt werden. Bei Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Hepatitis B sowie Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung prüft die Praxis den passenden Plan. Wenn der Impfpass verloren ging, fragt zunächst nach Unterlagen in früheren Arztpraxen.
Originalquellen: RKI: Nachholimpfungen · RKI: Fragen zur Rotavirus-Impfung · RKI: Empfehlungen zur Meningokokken-Impfung · BIÖG: HPV-Impfung bei Kindern · RKI: Fragen zur Pneumokokken-Impfung · STIKO: Empfehlungen 2026, Fassung vom 10. September 2026.
Welche Impfungen bezahlt die Krankenkasse?
Eine STIKO-Empfehlung und der Anspruch auf eine Kassenleistung müssen getrennt geprüft werden.
Für gesetzlich Versicherte regelt die Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, kurz G-BA, welche Schutzimpfungen unter welchen Voraussetzungen übernommen werden. Nach einer neuen STIKO-Empfehlung kann es bis zur Umsetzung eine Übergangszeit geben. Manche Kassen bezahlen darüber hinaus zusätzliche Impfungen als freiwillige Leistung.
Private Urlaubsreisen sind nicht pauschal über die Richtlinie abgedeckt. Fragt vorab bei eurer Kasse nach. Für berufliche Reisen oder Aufenthalte im Rahmen einer Ausbildung können andere Regeln gelten. Bei privater Krankenversicherung hängt die Erstattung vom Vertrag ab.
Besonderheit beim RSV-Schutz für Babys: Die Antikörpergabe ist keine klassische Schutzimpfung. Der Leistungsanspruch wird deshalb nicht über die Schutzimpfungs-Richtlinie geregelt. Die Empfehlung für einen bestimmten Antikörper sagt allein noch nicht, auf welchem Weg seine Kosten übernommen werden. Klärt das konkrete Präparat mit Praxis und Krankenkasse.
Originalquellen: G-BA: Schutzimpfungs-Richtlinie · RKI: Kostenübernahme für Schutzimpfungen · G-BA: Besonderheiten der RSV-Prophylaxe, 17. September 2026.
Häufige Fragen zum STIKO-Impfkalender
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Originalquellen und geprüfter Stand
Quellenprüfung und redaktionelle Erstellung: 16. Oktober 2026. Verwendet wurden ausschließlich Veröffentlichungen von STIKO/RKI, BIÖG, dem Bundesgesundheitsportal und dem G-BA. Verlinkte Magazinbeiträge dienen der Vertiefung; sie ersetzen die Originalquellen nicht.
- STIKO: Empfehlungen 2026, Fassung vom 10. September 2026
- STIKO: COVID-19-Empfehlung vom 9. Juli 2026, korrigierte Fassung
- STIKO: RSV-Prophylaxe, Beschluss vom 10. September 2026
- STIKO: Beschluss zur Influenza-A(H5)-Impfung vom 15. Oktober 2026
- STIKO und DTG: Reiseimpfempfehlungen 2026
- RKI: Empfehlungen zur Meningokokken-Impfung
- RKI: Fragen zur Rotavirus-Impfung
- BIÖG: HPV-Impfung bei Kindern
- RKI: Empfehlungen zur Grippeimpfung, Stand 10. September 2026
- RKI: COVID-19-Impfempfehlung, Stand 27. Juli 2026
- RKI: Fragen zur Pneumokokken-Impfung
- RKI: Windpocken und Gürtelrose, Stand 27. Januar 2026
- RKI: Fragen zur RSV-Impfung bei Erwachsenen
- BIÖG: Keuchhusten-Impfung bei Erwachsenen
- RKI: Fragen zur Keuchhusten-Impfung
- RKI: Grippeimpfung für besondere Personengruppen
- RKI: Fragen zur RSV-Prophylaxe, Stand 10. September 2026
- RKI: Nachholimpfungen
- G-BA: Schutzimpfungs-Richtlinie
- RKI: Kostenübernahme für Schutzimpfungen
- G-BA: Besonderheiten der RSV-Prophylaxe, 17. September 2026
- gesund.bund.de: Impfungen verständlich erklärt
- BIÖG: Impfungen für Kinder
In dieser Fassung berücksichtigt: geänderte Pneumokokken-Empfehlung für Risikokinder (Januar 2026), COVID-19-Empfehlung (9. Juli 2026), RSV-Prophylaxe (10. September 2026) und die berufliche A(H5)-Empfehlung (15. Oktober 2026).
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