Baby mit Schnuller
Bild: © candy1812 / Adobe Stock

Viele Babys wissen meist schnell, welcher Schnuller am besten zu ihnen passt. Aber Eltern stehen dagegen oft hilflos vor der mittlerweile riesigen Auswahl an Formen, Größen und Materialien. Hebammen und Kinderärzte können hier eine gute Anlaufstelle sein, um zwischen Baby und Mama wohlwollend zu vermitteln.

Schnuller sind besser als der Daumen

Babys saugen schon im Mutterleib – ab dem fünften Schwangerschaftsmonat. Mit dem Saugen können sich Säuglinge nach der Geburt auch selber beruhigen. „Sie verbinden damit die Nähe der Mutter und Geborgenheit. Für eine gesunde Kieferentwicklung eignen sich Schnuller besser als der eigene Daumen. Sauger sollten der Größe des Mundes angepasst sein, um den Kiefer nicht auf die Dauer zu verformen. Denn Babys haben einen sehr kleinen und sehr weichen Kiefer“, rät Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin, sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.

Bei Neugeborenen ist der Oberkiefer meist weiter entwickelt, als der Unterkiefer. Mit etwa einem Jahr haben sich beide Kiefer in ihrem Wachstum angeglichen. „Runde Sauger sind nicht geeignet, da sie der Zunge zu wenig Spielraum geben, um sich zu bewegen. Ein Training der Zungenmuskulatur ist jedoch erforderlich, um später sprechen zu können und einen richtigen Lippenschluss zu ermöglichen“, so Dr. Niehaus. Der Schnuller sollte deshalb im vorderen Teil nach unten eine flache Basis besitzen und nach oben gewölbt sein. Der Sauger sollte zudem möglichst weich sein, ähnlich der weiblichen Brust.

Auch auf die richtige Größe kommt es an:

Wichtig ist, dass ihr darauf achtet, dass das Schnullerschild immer größer als der Mund eures Kindes ist. Sonst  besteht die Gefahr, dass dieser verschluckt wird. Um keine Keime, vor allem aber Karies, auf das Kind zu übertragen, dürfen Eltern und größere Geschwister den Schnuller nicht in den eigenen Mund nehmen.

Generell sollte der Schnuller nicht in Dauergebrauch sein, um keine Kieferverformungen zu begünstigen und eine gesunde Sprachentwicklung zu ermöglichen. Da die Palette an verschiedenen Schnullern sehr groß ist, müsst ihr und euer Kind gemeinsam herausfinden, welcher der Richtige für euch ist.


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Jacqueline Esser
Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

1 KOMMENTAR

  1. Ich habe selber die Erfahrung gemacht und gemerkt, wie groß die Auswahl an Schnullern ist. Hier muss man echt auf einige Dinge achten und sollte nicht voreilig irgend einen Schnuller kaufen. Am besten sollte man ein paar Ausprobieren und dann sein Kind selber entscheiden lassen welchen er will und welchen nicht. Schließlich merkt man gerade als Elternteil, was sein Kind will. Danke für den Beitrag!:)

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