Unsere Haut, und die unserer Kinder, ist beinahe 24 Stunden mit Kleidung und Textilien aller Art in Kontakt. Gerade das Immunsystem kleiner Kinder „übt“ noch den Ernstfall. Ihre Haut ist besonders weich und durchlässig für Schadstoffe jeglicher Art. Doch selbst vorsichtige Eltern müssen beim Kleidungskauf einen sehr genauen Blick auf das Etikett werfen, um zu erkennen, wie viel Baumwolle denn nun in der Baumwolle steckt.

Die Baumwolle – das anschmiegsame Naturprodukt

Grundsätzlich ist natürlich der Gedanke an ein Naturprodukt, wie Baumwolle, der absolut richtige. Die Samenhaare der Baumwollpflanze, sind wie Echtwolle, ein reines Produkt der Natur. Sie gilt als sehr anschmiegsam, Allergiker-freundlich und pflegeleicht. Darüber hinaus hat sich diese Faser immerhin über mehrere tausend Jahre lang bewährt. Angebaut wird sie in sehr warmen tropischen Gebieten.

Anspruchsvolle Pflanze

Jedoch muss man wissen, dass Baumwolle grundsätzlich in der Wachstumsphase einen hohen Pflegebedarf hat. Ein großer Teil des weltweiten Bedarfs an Dünger und Pflanzenschutzmitteln, geht in die Produktion von Baumwolle. Nun ist es allerdings so, dass bei den heutigen Produktionsschritten der Textil herstellenden Industrie, jegliche Schadstoffe auf ein nicht mehr nachweisbares Maß, heraus gewaschen sein sollten.

Zusatzstoffe gefährden den guten Ruf

Ein weiter wichtiger Punkt, für oder gegen eine Kaufentscheidung, sollte das Wissen über diverse Zusatzstoffe und Hilfstoffe sein. Denn auch bei dem süßen Sommerkleidchen für Mädchen, könnte trotz dem Etikettaufdruck „reine Baumwolle„, eine Vielzahl an unverträglichen Farb- und Beistoffen verarbeitet sein. Dem ist aber natürlich nicht immer so. Das Problem beim Kauf von Kleidung, ist das nicht-vorhanden-sein eines verlässlichen Siegels, welches konventionelle Baumwollkleidung als Schadstofffrei auszeichnet, wenn auf Zusätze verzichtet wurde.

Darüber hinaus sollte man sich aber im Klaren sein, dass ein Teil der öffentlichen Diskussion an Panikmache grenzt. Denn ob Pflanzenschutzmittel, oder Farbstoffe, grundsätzlich gibt es in der EU klar festgelegte Richtwerte und Grenzwerte. Sollte in einem Kleidungsstück Grenzen für die Gesundheit überschritten werden, wird das Produkt sofort vom Markt genommen, und die Verbraucher gewarnt. Denn natürlich ist nicht gleich jeder Farbstoff gesundheitsgefährdend oder Allergie auslösend.

Bio-Baumwolle darf kein Luxusgut sein

Wer es dennoch eine Nummer sicherer haben möchte, kann im Fall von Baumwolle, einen alternativen Weg beschreiten. Beim Anbau von Bio-Baumwolle wird gänzlich auf synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichtet. Es werden ausschließlich natürliche Dünger, wie Kuhdung verwendet. Das schadet dann weder dem Bauern, dem Grundwasser, noch dem Kunden des fertigen Pullovers. Allerdings haben diese Produkte auch einen leicht höheren Preis.

Jedoch trauen sich mittlerweile immer mehr Hersteller, auch Produkte aus Bio-Baumwolle anzubieten. Man scheint die Trendwende zumindest versuchen zu wollen. Je mehr Kunden diesen Schritt mitgehen, umso schneller werden dann auch diese Produkte für die große Masse erreichbar sein.



Über den Autor

Torsten Esser

Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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