Der Schwangerschaftstest – wann und wie wendet man ihn an?

Schwanger – Ja oder Nein? Diese Frage beschäftigt wohl fast jede Frau mindestens einmal im Leben. Um herauszufinden, ob man schwanger ist oder nicht, gibt es frei verkäufliche Schwangerschaftstests. 

Die Anwendung scheint simpel, und funktioniert bei den meisten Tests sehr ähnlich. Trotzdem bleiben Fragen: Wann kann ich den Test machen? Wie sicher ist das Ergebnis? Wir beantworten euch die wichtigsten Fragen rund um den Schwangerschaftstest.

Wie funktioniert der Schwangerschaftstest?

In Drogeriemärkten und Apotheken gibt es viele verschiedene Schwangerschaftstests. Alle sind für den Eigengebrauch zu Hause gedacht und funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Auf dem Teststreifen des Urintests befinden sich Antikörper, die bei Kontakt mit dem Schwangerschaftshormon HCG reagieren. Das Hormon tritt normalerweise nur dann im Urin auf, wenn eine Schwangerschaft eingetreten ist. HCG kann man im Urin erst 14 Tage nach der Befruchtung feststellen, im Blut bereits nach sechs bis neun Tagen.

Ab wann kann man einen Test machen?

Die meisten Schwangerschaftstest sind so konzipiert, dass man sie bereits am ersten Tag der ausbleibenden Periode durchführen kann. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist das Ergebnis sehr sicher. Wer sich jedoch nicht so lange gedulden mag, kann zu einem Frühtest greifen. Diese Form des Schwangerschaftstests kann schon kleine Mengen des Schwangerschaftshormons messen, und zeigt so schon einige Tage vor der fälligen Periode ein Ergebnis. Diese Ergebnisse sind allerdings oft ungenau. Um ganz sicher zu gehen solltet ihr lieber erst einen Test machen, wenn eure Periode überfällig ist.

Auswahl und Unterschiede der verschiedenen Schwangerschaftstests

Die verschiedenen Schwangerschaftstests unterscheiden sich nicht nur preislich voneinander. Mittlerweile ist das Angebot enorm. Immer neue Modelle kommen auf den Markt, die genauer und einfacher in der Bedienung sein sollen. Da den Überblick zu bewahren fällt äußerst schwer. Im wesentlichen unterscheiden sie sich jedoch in folgender Form:

Messgenauigkeit – Auf der Packung eines Schwangerschaftstest ist vermerkt, wie präzise die HCG-Konzentration gemessen werden kann. Angegeben wird dies in mlU/ml (Milli-International-Unizs pro Milliliter Urin).  Im Handel erhält man drei verschiedene Stärken, 10mlU/ml , 25mlU/ml und 50mlU/ml.  Je kleiner der Wert , desto genauer ist der Test.

Zusätzliche Funktionen -Bei den einfachen Modellen lässt sich das Testergebnis anhand eines gefärbten Streifens erkennen. Zwei Streifen bedeuten dort meistens = Schwanger. Auch ein Plus oder Minus Zeichen, kann man häufig finden. Nun gibt es seit einigen Jahren aber auch digitale Schwangerschaftstests. Diese blenden auf einem Display „schwanger“ oder „nicht schwanger“ ein. Manche dieser digitalen Modelle bieten Zusatzoptionen, die zum Beispiel anzeigen, in der wie vielten Woche man schwanger ist.

Wie sicher ist das Ergebnis eines Schwangerschaftstests?

Die Hersteller moderner Schwangerschaftstests versprechen, bei richtiger Durchführung, eine Sicherheit von 97 bis 99 Prozent. Trotz allem kann es passieren, dass man ein falsches Ergebnis erhält. Wichtig ist nicht nur die richtige Durchführung des Tests, sondern auch das die Verpackung unbeschädigt und das Ablaufdatum noch nicht überschritten ist.

Mögliche falsche Ergebnisse sind:

Ein „falsch negatives“ Ergebnis: Bei einem „falsch negativen“ Ergebnis zeigt euch der Test keine Schwangerschaft an, obwohl ihr schwanger seid. Grund hierfür kann eine zu geringe Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG sein. Vielleicht habt ihr den Test zu früh gemacht oder aber am Nachmittag oder Abend. Die höchste Konzentration an HCG liegt findet iht morgens im Urin.

Ein „falsch positives“ Ergebnis: Ein „falsch positives“ Ergebnis bestätigt eine Schwangerschaft, obwohl ihr nicht schwanger seid. Das geschieht häufig wenn HCG-ähnliche Hormone gemessen werden. Dies kann in der Zeit um den Eisprung herum geschehen. Ein weiterer Grund können die Einnahme von Medikamenten sein. Eine Reihe von Präparaten enthalten hCG als Wirkstoff, welcher sich dementsprechend auf das Ergebnis auswirkt. Dazu gehören Mittel, die die Fruchtbarkeit unterstützen sollen, aber auch manche Antibabypillen, Schmerztabletten oder Antibiotika. Ein solches, falsch angezeigtes Ergebnis, ist jedoch sehr selten.

Was geschieht nach dem Test?

Der Schwangerschaftstest ist gemacht und ihr habt ein Ergebnis. Wir wünschen euch natürlich, dass ihr euch über das Ergebnis freut. Doch vielleicht seid ihr auch niedergeschlagen, traurig oder sogar ängstlich.

Hat der Test keine Schwangerschaft bestätigt, wartet einfach ab bis eure Regel einsetzt. Sollte dies jedoch nicht innerhalb einer Woche geschehen, solltet ihr den Test wiederholen, oder direkt bei eurem Frauenarzt vorbei schauen. Auch ein negatives Testergebnis kann natürlich schlechte Stimmung verursachen. Wenn ihr erst vor kurzem mit der aktiven Familienplanung angefangen habt, keine Sorge. Bei vielen Paaren geht der Kinderwunsch nicht gleich am Anfang in Erfüllung, aber ein gründlicher Gesundheitscheck verschafft euch vielleicht Klarheit und etwas mehr Ruhe.

Bei einem positiven Testergebnis ist der nächste Schritt der Gang zum Frauenarzt. Dort wird die Schwangerschaft bestätigt. Meistens nimmt der Frauenarzt Blut ab, um das Schwangerschaftshormon HCG nochmal im Blut zu bestimmen. Aber vielleicht macht er auch sofort eine Ultraschalluntersuchung, um zu schauen, wie weit eure Schwangerschaft schon voran geschritten ist. Wende dich mit Deinen Sorgen und Ängsten ruhig vertrauensvoll an den Arzt. Er kann dich nicht nur im weiteren Vorgehen beraten, sondern man findet dort auch Adressen und Anlaufstellen für alle möglichen Anliegen.

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