Das Notfallverhütungsmittel, „die Pille für danach“ ist ab sofort rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Damit wird der Weg für Frauen, nach einem Verhütungsunfall deutlich leichter. Trotz allem sollten sich Frauen genau über die Nebenwirkungen aufklären lassen. Die wichtigsten Infos rund um „Die Pille danach“ geben wir euch hier.

Die „Pille danach“ ist ein Notfallverhütungsmittel, das bei einem Verhütungsunfall eine ungewollte Schwangerschaft verhindern kann. Bisher musste diese von einem Arzt verschrieben werden. Viele Frauen mussten in ein Krankenhaus, um sich diese zu besorgen. Damit ist nun Schluss. Denn seit dem 15. März 2015 ist die „Pille danach“ frei verkäuflich in der Apotheke zu bekommen. Damit ist es nun deutlich leichter, eine Schwangerschaft zu verhindern.

Was ist die „Pille danach“ und wie wirkt sie?

Kommt es beim Sex zu einem „Unfall“, platzt beispielsweise das Kondom oder es kam zu ungeschützten Geschlechtsverkehr, kann die „Pille danach“ (rezeptfrei) das eintreten einer Schwangerschaft verhindern. Dank hochdosierter Hormone verhindert sie den Eisprung, bzw. verzögert ihn. So kann keine Befruchtung stattfinden. Außerdem wird vermutet, dass auch die Einnistung der Eizelle verhindert wird, sollte der Eisprung  und eine Befruchtung schon stattgefunden haben.

Einnahme und Dosierung

Die „Pille danach“ sollte spätestens 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Es gilt, desto früher das Medikament eingenommen wird, umso sicherer wird eine Schwangerschaft verhindert. Daher empfiehlt es sich, nach dem Verhütungsunfall, direkt eine Apotheke aufzusuchen und die „Pille danach“ einzunehmen.

Der Apotheker wird im besten Fall, beim Verkauf des Präparats erläutern, wie es einzunehmen ist. Bei der „Pille danach“ handelt es sich um eine einzige Tablette, die mit genügend Flüssigkeit eingenommen werden sollte.

Nebenwirkungen der „Pille danach“

Nach der Einnahme dieser Pille kann es, wie bei fast jedem Medikament, zu Nebenwirkungen kommen. Auftreten können:

  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Zwischenblutungen und Schmierblutungen
  • Brustspannen
  • Schwindel und Erbrechen
  • Kopfschmerzen

Durch die erhöhte Hormonmenge, die mit der „Pille danach“ eingenommen wird, kommt es zu diesen Nebenwirkungen. Welche Nebenwirkungen auftreten, und ob es überhaupt dazu kommt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Jeder Körper reagiert auf äußere Einflüsse unterschiedlich. Daher gilt es, gerade jetzt in der Einführungsphase der neuen Regelungen, besonders gut in sich rein zu hören. Da die Hürde bisher recht hoch lag, um sich mit dem Medikament zu versorgen, werden viele Frauen und Mädchen es zum ersten Mal benutzen. Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis sind unter Umständen noch nicht zu erwarten.

Kosten und Kostenübernahme

In den Apotheken gibt es zurzeit nur zwei Präparate, welche als „Pille danach“ verkauft werden. Sie stammen beide vom selben Hersteller, unterscheiden sich jedoch beachtlich im Preis. PIDANA kostet ca. 18 Euro, wobei EllaOne mit ca. 30 Euro deutlich teurer ist. Beide Präparate müssen selbst gezahlt werden, auch wenn ein Rezept vorliegt. Lediglich bei Frauen unter 20 Jahren werden die Kosten von der Krankenkasse erstattet, wenn ein Rezept vorhanden ist.

Die „Pille danach“ als Verhütungsmittel

Durch die enorm hohe Hormonzufuhr in den Körper, ist die „Pille danach“ nicht als grundsätzliches Verhütungsmittel geeignet. Sie sollte wirklich nur im Notfall eingenommen werden. Sie kann wesentlich stärkere Nebenwirkungen hervorrufen, als es bei der „Pille“ zur Verhütung der Fall ist.

Der Zyklus nach der Einnahme

Da durch die „Pille danach“ der Eisprung verhindert bzw. verschoben wird, kann der Zyklus durcheinander geraten. Die Periode wird sich um einige Tage verschieben und auch im Folgemonat kann der Zyklus noch schwanken und durcheinander geraten. Das ist aber kein Grund zur Sorge. Nach einiger Zeit pendelt sich das wieder ein und der Zyklus verläuft wie gewohnt.

Die Wirkung der Antibabypille kann durch die Einnahme der „Pille danach“ beeinflusst werden. Daher ist es sinnvoll im weiteren Verlauf des Zyklus zusätzlich mit Kondomen zu verhüten. Zur eigenen Sicherheit sollte man zwei bis vier Wochen nach der Einnahme der „Pille danach„, einen Schwangerschaftstest durchführen.

Über den Autor

Jacqueline Esser

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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