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Elisabeth: Bedeutung, biblische Herkunft und die vielen kurzen Formen

Elisabeth: Bedeutung, biblische Herkunft und die vielen kurzen Formen

Lisa, Elsa, Bettina und Liesel wirken auf den ersten Blick wie ganz unterschiedliche Namen. Sie gehören aber alle zur Familie von Elisabeth. Der lange Mädchenname hat biblische Wurzeln und begegnet in der Geschichte einer Heiligen ebenso wie unter dem Rufnamen Sisi.

Zu seiner Verwandtschaft gehören außerdem Elisa und Isabella.

Elisabeth in der Übersicht

Elisabeth geht über die griechische Form Elisabet auf den hebräischen Namen Elisheva beziehungsweise Elisheba zurück.

VerwendungMädchenname
HerkunftHebräisch, über griechische und lateinische Überlieferung
Bedeutung„Mein Gott ist ein Eid“; bei der GfdS „Gott ist Fülle“ oder „Gott ist Vollkommenheit“
Deutsche Aussprachee-LIE-sa-bet, vier Silben; stimmhaftes s
Kurze FormenLisa, Elisa, Elsa, Bettina, Liesel und Lilli
Weitere SprachformenElizabeth, Elisabetta, Isabel und Isabelle
Namenstag19. November nach Elisabeth von Thüringen

Was bedeutet Elisabeth?

In der Namenliteratur finden sich zwei traditionelle Deutungen: ein Eid auf Gott und die Vorstellung göttlicher Fülle.

Behind the Name erklärt die hebräischen Bestandteile mit „Gott“ und „Eid“ und gibt die Bedeutung als „mein Gott ist ein Eid“ wieder. Die Gesellschaft für deutsche Sprache nennt „Gott ist Fülle“ beziehungsweise „Gott ist Vollkommenheit“.

In der hebräischen Bibel heißt Aarons Frau Elisheba. Im Neuen Testament trägt die Mutter Johannes’ des Täufers die griechische Namensform. Diese beiden biblischen Belege gehören zur Überlieferung des Namens.

Lisa, Elsa und die anderen kurzen Formen

Die vielen Kurzformen greifen unterschiedliche Teile von Elisabeth auf. Lisa bleibt bei der Mitte, Bettina führt zum Namensende.

Elisa, Elise, Elsa, Else, Ilse und Liesel sind ebenfalls dokumentierte Formen. Lilly kann zur Elisabeth-Familie gehören, hat daneben aber auch eine eigene Erklärung als Variante des englischen Blumennamens Lily.

Im Deutschen bleibt das h am Schluss von Elisabeth stumm. Das s klingt wie in „Rose“. Bei der englischen Form Elizabeth endet der Name dagegen auf den englischen th-Laut.

Warum der Namenstag am 19. November liegt

Der Gedenktag erinnert an Elisabeth von Thüringen, die von 1207 bis 1231 lebte.

Sie war eine ungarische Königstochter und thüringische Landgräfin. Nach dem Tod ihres Mannes gründete sie 1228 in Marburg ein Hospital für Bedürftige und Kranke. Ihre Heiligsprechung folgte 1235.

Elisabeth und der Rufname Sisi

Die österreichische Kaiserin Elisabeth wurde in ihrer Familie Sisi genannt. 1854 heiratete sie Kaiser Franz Joseph.

Das Geschichtsprojekt „Die Welt der Habsburger“ dokumentiert Elisabeths Herkunft aus der bayerischen Herzogsfamilie und ihre Hochzeit in der Wiener Augustinerkirche.

Wie häufig ist Elisabeth?

Elisabeth wurde in Deutschland zwischen 2010 und 2025 nach Knud Bielefelds Auswertung ungefähr 12.400 Mal als erster Vorname vergeben.

Die Angaben sind Schätzungen aus seiner Namensstatistik und keine vollständige amtliche Erfassung. Das Trenddiagramm zeigt für diese Schreibweise einen Anstieg in den erfassten Jahrgängen.

Weitere Namensporträts findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.


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