Björn Borg gewann fünfmal hintereinander Wimbledon, Björn Ulvaeus schrieb mit ABBA Musikgeschichte. In Deutschland gehörte Björn damals zu einer ganzen Generation von Jungen. Heute ist der Name vielen Erwachsenen vertraut, wird für Babys aber deutlich seltener gewählt.
In unserer Babynamenliste von A bis Z findet ihr Björn ebenso wie den verwandten Bjarne. Beide Namen führen zum Bären, klingen aber unterschiedlich.
Björn auf einen Blick
Björn hat altnordische Wurzeln und bedeutet „Bär“. Die schwedische Form wird mit ö geschrieben.
| Herkunft | Altnordisch Bjǫrn; heute unter anderem schwedisch und deutsch |
| Bedeutung | „Bär“ |
| Verwandte Formen | Bjørn mit ø; Bjarne über Bjarni verwandt; Bjoern als Umschrift |
| Verbreitung | In Deutschland besonders in den Geburtsjahrgängen 1970 bis 1990 beliebt |
| Namenstag | 18. Juni in norwegischen und schwedischen Kalendern |
Ein nordischer Bärname
Aus dem altnordischen Wort bjǫrn für „Bär“ wurde schon früh ein Personenname.
Im Schwedischen schreibt ihr Björn, im Norwegischen und Dänischen Bjørn. Das ø ist dort ein eigener Buchstabe. Bjoern ist eine deutsche Umschrift von Björn. Je nach Sprache sieht der Name also etwas anders aus.
Über die alte Form Bjarni ist auch Bjarne mit Björn verwandt. Der Unterschied ist gut zu hören: Björn hat eine Silbe, Bjarne zwei. Die Bedeutung „Bär“ steckt in beiden.
Zwei berühmte Björns aus Schweden
Auf dem Tennisplatz und im Radio wurde der Name in den Siebzigerjahren weltweit bekannt.
Björn Borg gewann Wimbledon von 1976 bis 1980 fünfmal in Folge. 1981 endete seine Siegesserie im Finale gegen John McEnroe. Noch heute gehört diese Zeit zu den großen Geschichten des Turniers.
Björn Ulvaeus stand mit ABBA auf der Bühne und schrieb zusammen mit Benny Andersson die Songs. 1974 gewann die Gruppe mit Waterloo den Eurovision Song Contest. Auch das viel spätere Album Voyage wurde von Ulvaeus und Andersson geschrieben und produziert.
Übrigens steckt sein Vorname sogar im Bandnamen: ABBA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid zusammen.
Warum Björn vielen Erwachsenen vertraut ist
In Deutschland war Björn besonders zwischen 1970 und 1990 beliebt. Seine norwegische Form hatte ihren Höhepunkt schon früher.
In Norwegen wurde Bjørn vor allem zwischen 1940 und 1964 häufig gewählt. 2022 trugen dort noch mehr als 37.000 Männer den Namen als einzigen oder ersten Vornamen. In demselben Jahr bekamen ihn 71 neugeborene Jungen. Auch dort gehört er also eher zu den älteren Generationen.
Für die jüngere Vergabe in Deutschland nennen die verfügbaren Namensseiten deutlich unterschiedliche Zahlen. Eine eindeutige aktuelle Gesamtzahl lässt sich daraus nicht ableiten.
Knud Bielefelds Namensseiten nennen etwa 100 Vergaben für 2010 bis 2025 und an anderer Stelle mindestens 1.400 seit 2006. Die Angaben sind trotz der unterschiedlichen Zeiträume auffällig weit auseinander. Beide sind Schätzungen, keine vollständige amtliche Zählung.
Namenstag am 18. Juni
In norwegischen und schwedischen Kalendern steht Bjørn beziehungsweise Björn am 18. Juni.
Bjarne teilt sich dort den Namenstag mit ihm. Die verwandten Bärnamen haben damit auch einen gemeinsamen Tag zum Feiern.
Quellen und Datenstand
- Norwegisches Fachlexikon: Herkunft, historische Vergaben und Namenstag
- Behind the Name: schwedische Form und Varianten
- Deutsche Langzeitauswertung und Zahl seit 2006
- Deutsche Erstnamenschätzung 2010 bis 2025
- ATP: Borgs fünf Wimbledon-Siege
- ABBA: Ulvaeus als Musiker und Songschreiber
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