Viele Haus- und Gartenbesitzer wünschen sich eine klare Grenze zum Nachbargrundstück und angenehm ruhige Zonen auf der Terrasse. Ein Zaun kann dem Familiengarten Struktur geben und vieles leichter machen. Bei der Höhe spielt allerdings nicht nur euer eigener Geschmack eine Rolle. Bevor ihr den Zaun plant oder aufstellt, solltet ihr wissen, welche Regeln an der Grundstücksgrenze gelten.
Welche Zaunhöhe ist erlaubt?
Die erlaubte Höhe des Zauns wird im Wesentlichen durch drei Dinge bestimmt:
- die Landesbauordnung
- das Nachbarrecht eures Bundeslandes
- örtliche Vorgaben, die etwa im Bebauungsplan oder in einer Einfriedungssatzung festgehalten sein können
Teilweise müsst ihr auch beachten, welche Zäune in eurer Nachbarschaft üblich sind. Informiert euch lokal über die Regeln, denn sie unterscheiden sich nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern auch zwischen einzelnen Gemeinden. So ist zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich eine ortsübliche Einfriedung vorgesehen, wenn keine abweichenden Vorgaben gelten. Ist keine ortsübliche Ausführung feststellbar, nennt das Nachbarrechtsgesetz eine Höhe von etwa 1,20 Meter als zulässigen Richtwert.
Wann braucht ihr eine Genehmigung?
In Nordrhein-Westfalen sind Zäune bis zu zwei Meter Höhe nach der Landesbauordnung verfahrensfrei, außer im baurechtlichen Außenbereich.
Somit ist dafür kein Bauantrag nötig. Diese Vorgabe lässt sich allerdings nicht einfach in andere Bundesländer übertragen, denn die jeweiligen Landesbauordnungen sehen teilweise sehr unterschiedlich aus.
Fragt deshalb beim örtlichen Bauamt nach, bevor ihr einen Zaun oder zugehörige Elemente bestellt. Hilfreich sind ein Lageplan, die gewünschte Höhe und Angaben zur Bauweise. Klärt dabei auch mögliche Grenzabstände und bei abschüssigen Grundstücken, von welcher Geländeoberfläche aus gemessen wird.
Redet miteinander, bevor ihr den ersten Pfosten setzt
Zäune, die den Nachbarn auf der Terrasse die Sonne nehmen oder ihnen plötzlich die gewohnte Aussicht versperren, sorgen in vielen Nachbarschaften für Ärger.
Um Streit zu vermeiden, ist es wichtig, nicht erst wenn der Zaun bereits steht miteinander zu reden. Teilt euren Nachbarn stattdessen frühzeitig mit, was ihr plant und wo der Zaun stehen soll. Wenn der Nachbar Einwände hat, könnt ihr ihm möglicherweise seine Ängste nehmen oder eine für beide Seiten gute Lösung finden.
Welches Material passt zum Familiengarten?
Wenn es um die Frage geht, ob Holz, Metall oder Beton besser geeignet ist, solltet ihr nicht nur den Kaufpreis vergleichen. Der Pflegeaufwand und die Montage spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Klärt außerdem, wieviel Blickschutz gewünscht ist und wie sich das mit dem bevorzugten Material realisieren lässt.
Moderne Betonzäune, wie sie EkoGarden auf https://ekogarden.de anbietet, können eine geschlossene Abgrenzung bilden. Prüft die Gestaltung beider Seiten und lasst die Verankerung passend zu Boden und Zaunhöhe planen.
Achtet zum Schutz von kleinen Kindern außerdem auf sichere Abschlüsse ohne scharfe Kanten.
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