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Dora: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Dora: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Vier Buchstaben, zwei lange Verwandte: Dora steckt in Dorothea und Theodora. Beide bedeuten „Geschenk Gottes“. Die kurze Form steht längst auch für sich — und bringt ganz unterschiedliche Geschichten mit: von Rosen mitten im Winter bis zu einer Fotografin in den Straßen von Paris.

Vielleicht kennt ihr Dora auch mit Rucksack und Affen als Begleiter aus dem Kinderfernsehen. Weitere Namen zum Stöbern findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.

Dora auf einen Blick

Ein kurzer Mädchenname mit griechischen Wurzeln.

Geschlechtweiblich
Herkunftgriechisch, Kurzform von Dorothea oder Theodora
Bedeutung„Geschenk Gottes“, von Dorothea oder Theodora
Eigenständige Vergabewird auch ohne langen Ausgangsnamen vergeben
Namenstag6. Februar, mit Bezug auf Dorothea von Caesarea

Ein Geschenk, zweimal anders zusammengesetzt

Dorothea und Theodora bestehen aus denselben griechischen Wörtern.

Doron bedeutet „Geschenk“, theos „Gott“. Bei Dorothea steht das Geschenk vorne, bei Theodora Gott. Die Reihenfolge ändert sich, die Bedeutung bleibt dieselbe: „Geschenk Gottes“.

Dora ist aus beiden Namen als Kurzform entstanden. Ihr könnt ihn aber auch ganz ohne langen Namen verwenden. Nicht jede Dora heißt eigentlich Dorothea oder Theodora — auch in Deutschland bekommen Mädchen Dora als eigenen ersten Vornamen.

Rosen und Äpfel mitten im Winter

Zum Namenstag am 6. Februar gehört eine ungewöhnliche Legende.

An diesem Tag erinnert die katholische Kirche an Dorothea von Caesarea. Der Legende nach sollte sie wegen ihres christlichen Glaubens sterben. Ein Mann spottete, sie solle ihm doch Blumen und Früchte schicken, wenn sie im Paradies angekommen sei.

Nach ihrem Tod erschien ein Kind mit einem Korb voller Rosen und Äpfel. Und das mitten im Winter! Daher wird Dorothea als Schutzpatronin der Gärtner und Blumenhändler verehrt. Ihr Namenstag gilt auch für Dora.

Dora Maar nahm ihre Kamera mit nach draußen

Die Fotografin hieß ursprünglich Henriette Théodora Markovitch.

Bei ihr lässt sich die Verbindung von Theodora zu Dora also direkt wiederfinden. In den 1930er-Jahren fotografierte Maar für Mode und Werbung. Doch sie blieb nicht im Studio. In Paris, London und Barcelona richtete sie ihre Kamera auch auf Menschen, die arm waren oder am Rand der Gesellschaft lebten.

Maar gehörte zum Kreis der Surrealisten und arbeitete auch als Malerin. 1937 hielt sie mit Fotos fest, wie Pablo Picassos großes Gemälde „Guernica“ entstand. 2019 widmete das Centre Pompidou in Paris ihrem eigenen Werk eine große Ausstellung.

Und dann ist da noch Dora mit ihrem Rucksack

Viele Kinder kennen Dora als neugierige Entdeckerin.

In „Dora the Explorer“ zieht sie mit dem Affen Boots los, trifft Freunde und löst Aufgaben. Die Serie startete 2000. Auch eine Karte und ein Rucksack gehören zu ihrer kleinen Abenteuerwelt.

Als Babyname bleibt Dora in Deutschland vergleichsweise selten: Für die Jahrgänge 2010 bis 2025 schätzt Knud Bielefeld rund 700 Vergaben als ersten Vornamen.

Die Zahl ist eine Schätzung aus Bielefelds Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung.

Quellen und Datenstand


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