Das Baby braucht körperliche und emotionale Nähe

Während eines Wachstumsschubs sind die Babys sehr ängstlich und fürchten sich vor den Veränderungen, neuen Fähigkeiten und der veränderten Wahrnehmung. Sie erleben ihre Welt komplett neu und müssen dies langsam verarbeiten. In dieser Zeit brauchen die Kinder Sicherheit, Geborgenheit und die Nähe der Eltern. So können sie sich auf das „Neue“ einlassen und auch die fundamental neuen Fähigkeiten schnell für sich nutzen.

Mit fünf Wochen geht es schon los

Die acht Entwicklungsschübe finden im Zeitraum von 14 Monaten statt. Sie finden bei fast allen Babys im gleichen Alter statt. Ausnahmen sind zu früh oder zu spät geborene Kinder. Ist das Kind zum Beispiel zwei Wochen zu früh gekommen, findet der erste Schub, statt in der  fünften Lebenswoche, in der siebten, statt. Kam euer Kind jedoch eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt, werdet ihr den ersten Schub bereits mit vier Wochen bemerken.

Nackt schlafender Säugling in Schal eingewickelt. Circa fünf Wochen altes Baby.
So klein und zerbrechlich. (Bild: © Ramona Heim / Adobe Stock)

Wachstumsschübe dauern meist ein bis zwei Wochen an. Davor und danach gibt es eine entspannte Phase, in der ihr beobachten könnt, wie euer Kind die neu erlernten Fähigkeiten nutzt und verfeinert. Unterstützt euer Kind in dieser Phase, in dem ihr Spielzeug oder Alltagsmaterialien zum Spielen wählt, welche die neuen Fähigkeiten fördern. Jede Phase der Entwicklungsschübe, scheint ellenlang und ist für die Eltern immer wieder aufs Neue eine Herausforderung. Ich selbst erinnere mich, dass ich nach jedem anstrengendem Tag – oder jeder anstrengenden Nacht, sagte: “ Das ist ein neuer Schub – das ist bloß eine Phase!

Mein Mann war schon sichtlich genervt von diesem Satz und fragte, ob das ganze erste Jahr nur eine Phase ist :). Und ja so scheint es, doch das erste Lächeln, das erste Wort, oder der erste Schritt, werden all diese schweren und anstrengenden Phasen für die Eltern entschädigen.

Wer hat's geschrieben?

Jacqueline Esser

Erzieherin, Mutter, Autorin

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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