Das erste „Mama“ lässt jedes Mutterherz höher schlagen. Doch welchen Weg bestreiten Kinder bis zum ersten Wort? Wie entwickelt sich die Sprache eines Kindes und wann lernt es zu sprechen? Lest hier, wie und wann eure Kinder das Sprechen lernen. 

Kinder entwickeln die Fähigkeit des Sprechens in ihren ersten beiden Lebensjahren. Der Weg zum Sprechen verläuft dabei Stufenweise. Aus anfänglichen «Aaahs» und «Ooohs» wird schon bald ein Brabbeln. Aus Tönen wird bereits mit fünf bis sechs Monaten ein „Mamamama“ oder ein „Baba„. Ab dieser Zeit merken sich Kinder erste Wörter und deren Bedeutung. Und bereits mit zwei Jahren bildet es Zwei- oder Dreiwortsätze.

Der erste Schrei – Der Weg zur Sprache

Der Weg zur Sprache beginnt bereits mit dem ersten Schrei nach der Geburt. Ein Baby drückt mit diesem markigen Laut den Schock aus, den es erlebt, wenn es aus dem warmen, behaglichen Bauch der Mutter, in die neue und vergleichsweise ungemütliche Welt hinein geboren wird. Von da an bringt es Geräusche, Töne und Wörter heraus, die später sein Sprechen formen. Der Weg zum ersten Wort hat begonnen.

Das Hören ist das wichtigste Werkzeug beim Sprechen lernen. Durch Zuhören erlernt das Baby, wie Wörter klingen müssen und Sätze konstruiert werden. Kinder lernen jedoch nicht nur die Bedeutung der Worte kennen, sondern auch ihre Phrasierung (sozusagen die Rhythmik). Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass Kinder bereits im Bauch mit der Sprachentwicklung beginnen. Denn Dank dem Lauschen eurer Stimmen im Bauch, kann es bereits einige Tage nach der Geburt eure Stimme von anderen Stimmen unterscheiden.

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Die Stufen der Sprachentwicklung 

1. – 3. Lebensmonat

Die erste Art der Kommunikation eures Babys ist das Schreien. Schon dabei lassen sich Unterschiede erkennen. Ein schrilles Schreien bedeutet vielleicht, dass euer Baby Hunger hat, während ein Wimmern seine Müdigkeit beschreibt. Mit der Zeit entwickelt es ein großes Repertoire von verschiedenen Geräuschen. Gurgeln, Seufzen, Schnalzen – es übt jeden Tag und entwickelt neue Arten sich zu verständigen. Sprachwissenschaftler gehen indes davon aus, dass Babys bereits mit vier Wochen, Silben wie „ma“ und „na“ voneinander unterscheiden können.

4. – 5. Lebensmonat

Jetzt beginnen die meisten Kinder zu Brabbeln. Zunächst werden Konsonanten mit Vokalen kombiniert. Es entstehen die ersten Silbenketten wie „Mamamama“ oder „Babababa“. Und auch wenn es das Mutter- und Vaterherz höher schlagen lässt – noch verbindet euer Kind das nicht mit euer Person.

Die ersten Sprechversuche klingen dabei wie eine Endlosschleife. Das Artikulieren ist für euer Baby ein Spiel. Es experimentiert mit seiner Zunge, Zähnen, Gaumen und seiner Stimme. Das Brabbeln klingt dabei immer gleich – egal welche Muttersprache ihr sprecht. Vielleicht favorisiert euer Kind bereits einige Klänge. Es wird diese immer und immer wieder wiederholen. Wahrscheinlich weil es mag, wie es klingt, und es im Mund ein besonders interessantes Gefühl auslöst.

6. – 9. Lebensmonat

Das Brabbeln klingt nun, als würde es Sinn ergeben. Es klingt fast immer gleich. Euer Kind ahmt eure Töne und Betonungen nach. Dies könnt ihr fördern, indem ihr viel mit eurem Kind redet, ihm vorsingt, oder einfach eine Geschichte erzählt. Das Baby experimentiert jetzt auch freudig mit der Lautstärke seiner Stimme. Dabei können enorm laute und schrille Töne entstehen.

12. – 17. Lebensmonat

Euer Kind benutzt ein oder mehrere Wörter. Es zeigt vermehrt Interesse an der Sprache, und übt jeden Tag die bereits erlernten Wörter. Euer Kind kennt und versteht die Bedeutung der Wörter, und probiert Betonungen aus.

Es realisiert die Wichtigkeit des Sprechens und welche Vorteile es durch die Nutzung der Worte hat. Seine Bedürfnisse versucht es ab jetzt gezielt durch Kommunikation mitzuteilen.

18. – 24. Lebensmonat

Der Wortschatz eures Kindes umfasst nun rund 200 Wörter. Die meisten davon sind Nomen. Zwischen dem 18. und 20. Lebensmonat lernen Kinder oft mehr als 10 Wörter am Tag. Also achtet darauf, was ihr sagt – die Kleinen ahmen wirklich alles nach. Gerne werden auch lustig klingende Kraftausdrücke nachgesprochen. Jetzt werden auch die ersten Zwei-Wort-Sätze gebildet.

Mit 24 Monaten können eure Kinder bereits Drei-Wort-Sätze sprechen und einfache Melodien nachsingen. Kinder lernen in dieser Zeit ihre Eigenständigkeit kennen. Sie werden das erste Mal äußern, was sie mögen und was nicht.

Fürwörter wie „Ich“ meiden Kinder jedoch noch. Sie sagen an Stelle von „Ich werfe„, einfach „Ball werfen„.

25. – 36. Lebensmonat

Kinder beherrschen nun um die 300 Wörter. Sie verbinden Nomen und Verben, und sprechen so ganze Sätze, wie „Ich spiele Ball„. Die Fürwörter, wie: ich, mich und du, nutzen sie ab jetzt ebenfalls.

Mit etwa 3 Jahren wird euer Kind zu einem anspruchsvollen Gesprächspartner. Es ist nun in der Lage, eine echte kleine Unterhaltung zu führen, seine Tonlage und Wortwahl anzupassen. Es kann auf Nachfrage seinen Namen nennen und beginnt viele Fragen zu stellen. Die häufigste ist wohl die Frage „Warum?“.

Lesetipp zum Thema „Warum-Phase“: Die Warum-Phase – Anstrengend aber wichtig.

Kinder beim Sprechen lernen unterstützen

Kinder beim Entwickeln der eigenen Sprache zu unterstützen, ist nicht allzu schwer. Das wichtigste Mittel ist recht simpel: viel mit seinem Kind reden!

Wissenschaftler fanden heraus, dass Kinder von Eltern, mit denen viel und aktiv während der Sprachentwicklung geredet wurde, einen höheren IQ entwickelt haben, als andere Kinder. Ihr Wortschatz ist vielfältiger als der von Kindern, die weniger oder seltener verbal stimuliert wurden.

Damit sich euer Kind bereits in der Schwangerschaft an Sprache gewöhnt, könnt ihr eurem Baby vorsingen, oder mit ihm sprechen. Mit der Geburt beginnt dann die aktive Förderung. Ob beim Wickeln, Füttern, Spazieren gehen, oder beim Kuscheln -nutzt jede Gelegenheit, um mit eurem Kind zu reden. Ihr werdet schon bald bemerken, dass es versucht zu antworten.

Damit euer Kind das Sprechen richtig lernt, ist es wichtig, dass ihr „normal“ mit ihm sprecht. Babysprache ist dabei eher kontraproduktiv. Es lernt dabei zu viele „falsche“ Wörter. Auch eine zu einfache Sprache schadet eurem Kind mehr, als sie nutzt. Nur wenn es immer neue Wörter hört, kann es auch neue Wörter lernen!

Das Vorlesen von Büchern ist eine sehr gute Möglichkeit die Sprachentwicklung zu fördern. Schon Babys genießen den Klang der Stimme ihrer Mutter, und auch Kleinkinder werden die Geschichten und die damit verbundene Nähe zu euch sehr genießen!


 

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