Sara bedeutet „Fürstin“ oder „Herrin“ und hat hebräische Wurzeln. Der Mädchenname gehört zur gleichen Namensfamilie wie Sarah. Die Schreibweise ohne h wird in Deutschland und in vielen anderen Sprachen verwendet.
Sara ist die kurze Schreibform eines alten Namens. Sie lässt den hebräischen Ursprung erkennen und kommt mit vier Buchstaben aus. Weitere Namen findet Ihr in unserer Babynamen-Liste von A bis Z.
Sara auf einen Blick
Sara und Sarah haben dieselbe Bedeutung. Beim Blick auf Statistiken und historische Dokumente spielt die genaue Schreibweise trotzdem eine Rolle.
| Herkunft | Hebräisch |
| Bedeutung | „Fürstin“, „Herrin“ |
| Verwendung | Mädchenname |
| Verwandte Schreibweise | Sarah |
| Weitere sprachliche Formen | Saara, Sára, Sari |
| Deutschland | Etwa 16.700 erste Vornamen, Geburtsjahrgänge 2010–2025 |
Was bedeutet Sara?
Sara gehört zum hebräischen Wort für eine Fürstin oder Herrin.
Die Form ohne h hat keine andere Bedeutung als Sarah. Der Name ist durch die biblische Frau Abrahams bekannt. Aus dieser Überlieferung wurde er in viele Sprachen übernommen.
In der Namensfamilie gibt es mehrere deutlich erkennbare Formen: Saara wird unter anderem im Finnischen verwendet, Sára im Tschechischen und Ungarischen. Sari gehört ebenfalls zu den finnischen Formen. Die zusätzlichen Buchstaben oder Akzente sind Teil der jeweiligen sprachlichen Schreibweise.
Sara und Sarah in der deutschen Namensstatistik
Ein gleich klingender Name kann getrennt gezählt werden.
Knud Bielefeld erfasst Sara und Sarah in seiner Auswertung als unterschiedliche Schreibweisen. Für Sara nennt er in den Geburtsjahrgängen 2010 bis 2025 ungefähr 16.700 Vergaben als ersten Vornamen. Sarah ist in seiner Erfassung die häufigere Form.
Die Zahl für Sara beschreibt den gesamten Zeitraum und keine einzelne Jahresrangliste. Weitere Vornamen eines Kindes sind darin nicht enthalten. Wer beide Schreibweisen miteinander vergleichen möchte, sollte deshalb Werte aus derselben Erhebung und demselben Zeitraum verwenden.
Eine besondere Spur in historischen Dokumenten
Zur deutschen Geschichte des Namens gehört auch sein Missbrauch durch die Nationalsozialisten.
Eine 1938 erlassene Regelung zwang jüdische Frauen, die keinen nach NS-Vorgaben als jüdisch eingestuften Vornamen trugen, ab Januar 1939 den zusätzlichen Namen Sara zu führen. Männer wurden entsprechend zum Zusatznamen Israel gezwungen. Die Maßnahme diente der Kennzeichnung und Ausgrenzung.
Das Hessische Landesarchiv dokumentiert solche Ergänzungen in Personenstandsunterlagen. Ein Sara in einem Dokument aus dieser Zeit kann deshalb ein aufgezwungener Zusatz sein. Diese historische Verwendung muss von der freiwilligen Vergabe des alten hebräischen Vornamens unterschieden werden.
Quellen und Datenstand
- GfdS: Sara(h)
- Behind the Name: hebräischer Namensbestandteil und sprachliche Formen
- Knud Bielefeld: Sara, Vergaben 2010–2025
- Hessisches Landesarchiv: erzwungene Zusatznamen 1938/1939
Quellen geprüft am 11. Oktober 2026. Statistiken beziehen sich auf den jeweils genannten Zeitraum.
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