Lasse ist ein nordisch geprägter Jungenname und eng mit Lars verwandt. Die Namensfamilie führt weiter zum lateinischen Laurentius und zur antiken Stadt Laurentum. Der oft genannte Lorbeerbezug liegt einen Schritt weiter zurück.
Ein kurzer Name mit skandinavischem Klang und langer Herkunftskette: Lasse kann beides verbinden. Weitere Vorschläge stehen in unserer Babynamen-Liste von A bis Z. Seine Bedeutung erklärt sich genauer über die Namensfamilie als über den heutigen deutschen Wortklang.
Lasse auf einen Blick
Die nordische Form und die weiter zurückliegende lateinische Herkunft gehören zu unterschiedlichen Ebenen.
| Verwendung | Jungenname |
| Herkunft | Nordische Koseform von Lars; auch im Finnischen gebräuchlich |
| Namensfamilie | Lars, Laurentius, Lorenz, Laurence |
| Bedeutung | Über Laurentius: „aus Laurentum stammend“ |
| Weiterer Wortbezug | Der Ortsname Laurentum wird wahrscheinlich mit Lorbeer verbunden |
| Aussprache im Deutschen | LAS-se, zwei Silben mit Betonung auf der ersten |
Wie Lasse zu Laurentum führt
Der Name bezeichnet in seiner älteren Namensfamilie zunächst eine Herkunft aus einem Ort.
Knud Bielefeld erklärt Lasse als skandinavische Koseform von Lars. Lars wiederum gehört zu Laurentius. Behind the Name ordnet Lasse der skandinavischen und finnischen Laurence-/Laurentius-Familie zu. Die Quellen beschreiben somit dieselbe größere Namensverbindung aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Laurentius bedeutet „aus Laurentum stammend“. Laurentum war eine Stadt im antiken Italien. Ihr Name wird wahrscheinlich mit lateinisch laurus für „Lorbeer“ verbunden. Deshalb taucht der Lorbeer in vielen kurzen Namensbeschreibungen auf, obwohl die unmittelbare Erklärung zunächst der Ortsbezug ist.
Genauer formuliert: Lasse ist nicht einfach ein nordisches Wort für „Lorbeer“. Die Verbindung führt über Lars und Laurentius zum Ortsnamen Laurentum.
Koseform oder vollständiger Vorname?
Eine Form kann in ihrem Herkunftsraum als Kurzname geläufig sein und anderswo eigenständig gewählt werden.
Bielefeld beschreibt Lasse in Schweden und Norwegen eher als Koseform von Lars. In Deutschland kann Euch Lasse als vollständiger Vorname begegnen. Diese unterschiedlichen Gebrauchsweisen schließen sich nicht aus: Ein Name kann auf dem Weg in eine andere Sprachumgebung eine eigene Stellung bekommen.
Wenn Euch Lasse besser gefällt als Lars, braucht Ihr deshalb keine längere Form für die persönliche Namensgeschichte. Wenn Ihr an einen Lars in der Familie erinnern möchtet, ist die Verbindung dennoch gut nachvollziehbar. Die beiden Formen klingen unterschiedlich und bleiben beim Ansprechen eigenständig.
Der Lasse aus Bullerbü
Eine vertraute Kinderbuchfigur kann einen zusätzlichen persönlichen Bezug schaffen.
Viele Leser kennen Lasse als einen der Bullerbü-Jungen aus Astrid Lindgrens Geschichten. Bielefeld nennt diesen literarischen Zusammenhang bei der Beschreibung des Namens. Für Euch kann damit eine Kindheitserinnerung oder die Freude am gemeinsamen Vorlesen verbunden sein.
Der Buchbezug ist keine Erklärung der Wortbedeutung. Ein heutiger Lasse muss auch nicht mit einer fiktiven Figur verglichen werden. Ihr könnt eine literarische Erinnerung als Teil Eurer Entscheidung erzählen und Eurem Kind trotzdem seine ganz eigene Geschichte lassen.
Lasse zusammen mit Eurem Nachnamen
Im Deutschen ist der Name zweisilbig und hat einen kurzen A-Laut.
Für die finnische Form dokumentiert Behind the Name eine deutlich gesprochene letzte Silbe; im Dänischen klingt die Endung anders. Nordische Verwendung bedeutet also nicht, dass der Name in allen nordischen Ländern identisch ausgesprochen wird.
Im Deutschen klingt Lasse außerdem wie eine Form des Verbs „lassen“. Ob diese Ähnlichkeit bei Eurem Nachnamen auffällt, hört Ihr am besten in der vollständigen Kombination. Probiert den Namen beim schnellen Rufen aus und prüft, ob Ihr den Klang auch ohne eine zusätzliche Erklärung gern verwendet.
Quellen und Datenstand
- Knud Bielefeld: Lasse – Lars-Koseform und literarische Bezüge
- Behind the Name: Lasse – nordische und finnische Form, Aussprachen
- Behind the Name: Laurence/Laurentius – Laurentum und möglicher Lorbeerbezug
Quellen geprüft am 11. Oktober 2026.
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