Clara Schumann war auf dem früheren 100-Mark-Schein zu sehen. Heute tragen wieder viele Mädchen ihren Vornamen. Clara hat eine jahrhundertealte Geschichte und mit Klara eine zweite Schreibweise, die genauso klingt. Bei Neugeborenen liegt inzwischen die Form mit C vorn.
Mit K kennt ihr den Namen vielleicht aus „Heidi“: So heißt die Freundin aus Frankfurt, Klara Sesemann. Weitere Mädchennamen findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.
Clara auf einen Blick
Clara und Klara kommen aus dem Lateinischen. Herkunft und Bedeutung sind gleich.
| Herkunft | Lateinisch, vom Wort clarus |
| Bedeutung | „Die Helle“, „die Leuchtende“; auch „die Berühmte“ |
| Aussprache | Im Deutschen zweisilbig; C und K klingen gleich |
| Formen | Klara, italienisch Chiara, französisch Claire |
| Namenstage | 11. August und 17. August |
Was bedeutet Clara?
„Die Helle“ und „die Leuchtende“ sind zwei Übersetzungen des Namens. Das lateinische Wort clarus konnte aber auch „klar“, „deutlich“ oder „berühmt“ bedeuten. Deshalb findet ihr manchmal „die Berühmte“ als Erklärung. Die verschiedenen Bedeutungen gehören zu demselben Wort.
Das C in Clara wird im Deutschen wie ein K gesprochen. Die beiden Schreibweisen klingen also gleich und haben jeweils zwei Silben. In Italien heißt die verwandte Form Chiara, in Frankreich Claire.
Die Clara auf dem Geldschein
Clara Schumann war Pianistin, Komponistin und Klavierlehrerin. Als Neunjährige trat sie bereits im Leipziger Gewandhaus auf. Später führten Konzertreisen sie durch viele Länder Europas. Sie spielte nicht nur die Musik anderer, sondern schrieb auch eigene Werke, darunter ein Klavierkonzert.
Die Bundesbank zeigte ihr Porträt auf der letzten Serie der 100-Mark-Scheine. Auf der Rückseite standen ein Konzertflügel und das Hochsche Konservatorium in Frankfurt. Dort hatte Clara Schumann viele Jahre unterrichtet. Der Schein erinnerte also auch daran, was sie selbst geleistet hatte.
Eine Klara schrieb ihre eigenen Regeln
Klara von Assisi machte den Namen schon im Mittelalter bekannt. Sie stammte aus einer wohlhabenden Familie. Ihre Angehörigen hatten eine gute Heirat für sie im Sinn; Klara wollte stattdessen dem Beispiel von Franz von Assisi folgen und ohne Reichtum leben.
Mit anderen Frauen gründete sie eine Gemeinschaft, aus der die Klarissen entstanden. Für diese schrieb sie eine eigene Ordensregel. Der Papst erkannte sie 1253 an — nur zwei Tage vor ihrem Tod. An Klara von Assisi erinnert der Namenstag am 11. August. Ein weiterer Termin, der 17. August, gehört zu Klara von Montefalco. Beide Tage werden auch für Clara mit C genannt.
Clara ist zurück in den Babyhitlisten
Schon um 1900 war der Name in Deutschland beliebt. Dann wurde er lange seltener vergeben. Heute gehört Clara wieder zu den vertrauten Namen auf Geburtsanzeigen. In Knud Bielefelds Sammlung stehen seit 2010 mindestens 33.200 Kinder mit Clara als erstem Vornamen und mindestens 20.100 mit Klara.
Das sind Mindestzahlen aus gesammelten Geburtsmeldungen, keine vollständige amtliche Zählung. Die Schreibweisen werden einzeln erfasst.
Die Gesellschaft für deutsche Sprache zählt beide Formen dagegen zusammen. In ihrer Erstnamenliste für 2025 stehen Klara und Clara gemeinsam auf Platz acht der Mädchennamen.
Eine Clara und der internationale Frauentag
Auch Clara Zetkin hat einen festen Platz in der Geschichte. Die Politikerin und Frauenrechtlerin gab 1910 den Anstoß für einen internationalen Frauentag. 1911 wurde er erstmals gefeiert. Eine der zentralen Forderungen war damals das Wahlrecht für Frauen.
Quellen und Datenstand
- Gesellschaft für deutsche Sprache: Herkunft, Varianten und Namenstage von Klara/Clara
- GfdS: Erstnamenrangliste 2025 mit zusammengezählten Schreibweisen
- Knud Bielefeld: Clara und Klara als erste Vornamen seit 2010; abgerufen im September 2026
- Katholisch.de: Klara von Assisi und die Anerkennung ihrer Regel
- Deutsche Biographie: Clara Schumann
- Deutsche Bundesbank: Clara Schumann auf dem 100-Mark-Schein
- Bundeszentrale für politische Bildung: Clara Zetkin und der Frauentag
- Baby-Vornamen.de: zusätzliche Namensformen und Namenstagsangaben
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