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Antonia: Bedeutung, römische Herkunft und verwandte Namen

Antonia: Bedeutung, römische Herkunft und verwandte Namen

Antonia kann im Alltag lang und klangvoll bleiben – oder zu Toni werden. Der Mädchenname bietet beides und führt zu einer alten römischen Familie. Bei seiner Bedeutung lohnt sich ein genauer Blick: Die Namensgeschichte lässt sich besser erklären als die ursprüngliche Wortübersetzung.

Antonia ist die weibliche Form von Anton beziehungsweise Antonius.

Antonia auf einen Blick

Antonia ist die weibliche Form von Anton beziehungsweise Antonius.

VerwendungMädchenname
HerkunftLateinisch, aus dem römischen Familiennamen Antonius
BedeutungZugehörigkeit zur Familie der Antonier; ältere Wortbedeutung ungeklärt
AusspracheIm Deutschen an-TO-ni-a beziehungsweise an-TO-nja
Mögliche KurzformenToni, Tonia
NamenstagUnter anderem 30. April, nach der heiligen Antonia

Was bedeutet Antonia genau?

Die Gesellschaft für deutsche Sprache erklärt Antonia über den alten römischen Familiennamen Antonius.

„Die von den Antoniern Abstammende“ gibt diese Verbindung sinngemäß wieder. Mit den Antoniern ist eine Familie im antiken Rom gemeint. Die noch ältere Bedeutung des Namens selbst ist ungeklärt.

„Preiswürdig“ oder „unschätzbar“ werden gelegentlich als Bedeutungen genannt. Die GfdS führt sie bei Anton als Annahmen auf; gesichert sind diese Übersetzungen nicht.

Ein Mädchenname mit langer Geschichte

Antonia ist nach Angaben der GfdS bereits seit dem Mittelalter in Deutschland bekannt.

Ab den 1960er-Jahren wurde Antonia in Deutschland wieder häufiger gewählt.

Eine bekannte historische Namensverbindung ist Marie Antoinette: Sie wurde als Maria Antonia geboren. Antoinette gehört ebenfalls zur großen Namensfamilie. Die französische Form klingt anders, bewahrt aber die Verbindung zu Antonius.

Antonia und die kurze Form Toni

Toni und Tonia gehören zu den Kurzformen von Antonia.

Im Italienischen gibt es die Form Antonella, im Kroatischen Antonija.

Wie beliebt ist Antonia heute?

Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 schätzt Knud Bielefeld rund 22.200 Vergaben als ersten Vornamen in Deutschland.

Die Zahl bezieht sich auf Antonia in genau dieser Form. Zweitnamen und verwandte Schreibweisen werden dabei getrennt betrachtet. Es handelt sich um eine Schätzung aus einer Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung.

Der von der GfdS genannte Namenstag am 30. April erinnert an die heilige Antonia, eine Märtyrerin in Numidien.


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