10 Eltern-Tipps für die Hilfe bei den Hausaufgaben

Eltern-Tipps für die Hilfe bei den Hausaufgaben

Das leidige Thema Hausaufgaben. Kaum ein Kind macht sie gerne. Gerade wenn die Kinder noch nicht gelernt haben, selbstständig zu arbeiten, brauchen sie Hilfe bei den Hausaufgaben. Wir haben euch 10 Eltern-Tipps für die richtige Hilfe bei den Hausaufgaben zusammengestellt. 

Heute ist es von den Lehrern nicht mehr gern gesehen, wenn die Eltern ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen. Denn so lernen Kinder nicht, sich selbst zu organisieren und Lehrer bekommen häufig keinen objektiven Eindruck davon, ob die Kinder den Lernstoff wirklich verstanden haben. Trotzdem gibt es Wege, dem Kind indirekt bei den Hausaufgaben zu helfen und es zu motivieren.

Häufig ist gerade die Motivation die größte Hürde beim erledigen der Hausaufgaben. Nach einem langen Schultag, lassen sich nur die wenigsten für das Rechnen, Schreiben oder Lesen begeistern. Die Hausaufgaben werden eher als lästig und Strafe angesehen. Da ist es nicht selten, dass das Erledigen der Hausaufgaben zum Machtkampf zwischen Eltern und Kind wird.

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Unsere 10 Eltern-Tipps sollen helfen, die Kinder für die Hausaufgaben zu motivieren und ihnen das Lernen zu erleichtern.

1. Feste Strukturen 

Rituale und klare Strukturen erleichtern den Alltag der Kinder. So auch bei den Hausaufgaben. Ein fester Platz, an dem jeden Tag die Hausaufgaben gemacht werden, ob am Küchentisch oder am Schreibtisch, hilft den Kindern beim bearbeiten des Lernstoffs.

Auch ein fester Zeitplan, die  immer währende Reihenfolge beim erledigen der Aufgaben, und ordentlich sortiertes Arbeitsmaterial, wie Bücher und Hefte, können Wunder bewirken. Ablenkungen wie ein laufender Fernseher, Musik oder störende Alltagsgeräusche, sollten vermieden werden, wenn das Kind sich gerade mit den Hausaufgaben beschäftigt.

2. Der richtige Zeitpunkt 

Der Zeitpunkt an dem Hausaufgaben erledigt werden sollen, muss gut gewählt sein, denn die Kinder müssen in der Lage sein, sich konzentrieren zu können. Die meisten Kinder sind direkt nach der Schule erschöpft und ausgelaugt. In diesem Moment die Hausaufgaben einzufordern, macht wenig Sinn. Zu spät darf es allerdings auch nicht werden, denn dann kann sich das Kind meist auch nicht mehr konzentrieren. Es muss also ein Mittelweg gefunden werden.

In den meisten Fällen empfiehlt es sich, dem Kind eine Stunde Pause zu gönnen, wenn es zu Hause ankommt. Erstmal etwas Essen,vielleicht noch eine runde Spielen, und dann haben die Kinder genug Energie gesammelt, um sich mit vollem Einsatz an die Hausaufgaben zu setzen.

3. So wenig aktive Hilfe wie möglich 

Hausaufgaben dienen Lehrern dazu, den Wissensstand der Kinder zu überprüfen, Lerninhalte zu wiederholen, und Kindern das eigenständige Arbeiten zu lehren. Daher sollten sich Eltern so wenig wie möglich bei den Hausaufgaben beteiligen. Wenn Kinder wirklich Hilfe bei den Hausaufgaben benötigen, sollten sie gezielt darum bitten.

In diesem Fall können Eltern versuchen mit spezifischen Fragen und vorsichtigen Tipps, ihr Kind auf den richtigen Lösungsweg zu führen. Die Antworten und Lösungen sollten Eltern ihren Kinder jedoch nicht vorsagen. Das verfälscht den Lerneffekt der Hausaufgaben.

4. Fehler bei den Hausaufgaben 

Kinder machen natürlich auch Fehler, wenn sie ihre Hausaufgaben machen. Diese sollten Eltern nicht korrigieren, denn das ist nicht der Sinn der Aufgaben. Hat ein Kind nur kleine Flüchtigkeitsfehler gemacht, kann man ihm nochmals einen Denkanstoß geben und überlegen lassen, was die richtige Lösung ist. Sind die Fehler jedoch gravierender, sollten Eltern diese nicht korrigieren. Nur so kann der Lehrer erkennen, wo Wissenslücken oder Verständnisprobleme des Kindes liegen und das Kind dementsprechend fördern.

5. Den Sinn der Hausaufgaben erklären 

Die meisten Kinder sehen keinen Sinn in „lästigen“ Hausaufgaben. In diesen Fällen ist es hilfreich, dem Kind den Sinn nahe zu bringen. Eltern können ihren Kindern erklären, dass sie nicht nur lernen, selbstständig zu arbeiten, sondern vor allem den Schulstoff wiederholen. Dadurch, dass sie sich täglich mit dem aktuellen Lehrstoff auseinander setzen, müssen sie vor Tests oder Klassenarbeiten nicht mehr stundenlang lernen. Dieser Vorteil erscheint vielen Kindern logisch und reicht oft aus, um die Motivation für die Hausaufgaben zu steigern. Zumindest für den Moment.

6. Interesse zeigen 

Kommt das Kind nach Hause und kann sich so gar nicht für die Hausaufgaben motivieren, hilft es oft, wenn Eltern Interesse für diese Aufgaben zeigen. Können Eltern sich für die anstehenden Aufgaben begeistern, färbt es häufig auch auf das Kind ab. “ Du sollst heute das „L“ schreiben üben? Das ist ja toll, dann kannst du bald den Namen von Papa schreiben!“ oder „Heute musst du Rechnen? Ist doch super, dann kannst du bald alleine zum Bäcker gehen, weil du weisst, wie viel du bezahlen musst!“.

Sätze wie diese verdeutlichen dem Kind den Sinn der Hausaufgaben und dem Erlernen bestimmter Dinge. Sie geben dem abstrakten ein Gesicht. Und das motiviert die meisten Kinder sehr. Auf diese Weise können Mama und Papa sehr nützlich sein.

7. Vorteile deutlich machen 

Kindern hilft es ihre Hausaufgaben mit Freude zu erledigen, wenn sie Fortschritte und eigene Vorteile erkennen. Daher können Eltern diese ihren Kindern nahe bringen. „Wenn du weiter das Lesen übst, kannst du dir bald dein erstes eigenes Buch kaufen„, oder „Bald kannst du deinen Wunschzettel zu Weihnachten selber schreiben.„. Diese Sätze motivieren das Kind zum weiter lernen und zum erfüllen der Aufgaben.

8. Loben 

Anerkennung für gute Arbeit macht ein Kind stolz. Das Kind lernt durch Lob der Eltern, seine geleistete Arbeit mit einem guten Gefühl zu verbinden, und eignet sich ganz nebenbei das selbstständige Arbeiten an. Lob sollte jedoch mit Bedacht gewählt sein. Denn nur aufrichtiges Lob hat auch einen echten Wert. Schon Kinder spüren, wenn ein Lob nicht ernst gemeint ist. Wird jede Selbstverständlichkeit begeistert hervorgehoben, ist die positive Aussage schnell entwertet.

Besser ist es, das Kind dann zu loben, wenn es wirklich berechtigt ist. So zum Beispiel, wenn es sich besonders viel Mühe gegeben hat, oder etwas, das lange schwer für das Kind war, jetzt endlich klappt.

9. Konsequent Regeln durchsetzen 

Machtkämpfe bei den Hausaufgaben sollten vermieden werden. Es sollte nicht jeden Tag darüber diskutiert werden, wann, wo, und wie, die Hausaufgaben zu erledigen sind. Es sollten klare Regeln bestehen, an die sich ein Kind halten muss.

Hier gilt gesunde Konsequenz. Macht das Kind seine Hausaufgaben nicht, und hält sich so nicht an die Regeln, geht es nicht nach draußen, oder der Fernseher bleibt an diesem Tag aus. Sprechen Eltern Konsequenzen aus, sollten diese allerdings auch wahr gemacht werden. Denn nur so vermeidet man ein Kräfte zehrendes Auf und Ab.

10. Verständnis zeigen 

Verständnis gegenüber Schwächen der Schüler ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Kann sich Beispielsweise ein Kind partout nicht auf seine Aufgaben konzentrieren, hilft alles Meckern und Schimpfen nicht. Besser ist es Verständnis zu zeigen, und gemeinsam mit dem Kind den Grund für die Konzentrationsprobleme herauszufinden.

Vielleicht ist der Sproß einfach noch zu erschöpft, hat nicht genug getrunken, oder hatte in der Schule Ärger mit einem Mitschüler. Manchmal sind jedoch auch die jeweiligen Aufgaben der Grund für die Probleme. Ist das Kind überfordert, fällt es schwer, sich über einen langen Zeitraum zu konzentrieren.

Eine kleine Pause reicht meist schon aus, um wieder mit voller Kraft ans Werk zu gehen. In manchen Fällen ist jedoch ein Gespräch mit dem Lehrer ratsam. Wenn Kinder so enorm überfordert sind, dass sie alleine gar nicht zurecht kommen, kann es auch an der Vermittlung des Lernstoffes im Unterricht liegen.  

Hier kann es auch helfen, sich mit Eltern anderer Schüler auszutauschen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Hausaufgabenhilfen, bis hin zu gezielten Fördermöglichkeiten für Schüler.

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