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Wilma: Bedeutung, Herkunft und das Comeback eines kurzen Klassikers

Wilma: Bedeutung, Herkunft und das Comeback eines kurzen Klassikers

Wilma ist ein kurzer Mädchenname aus der Familie von Wilhelmine und Wilhelma. In ihm steckt der alte Namensbestandteil für „Wille“. Über die längeren Formen kommt auch die Bedeutung „Schutz“ hinzu. Viele kennen Wilma aus der Familie Feuerstein – ihre Geschichte als Vorname ist aber deutlich älter.

Zwei Silben, fünf Buchstaben und eine lange Namensgeschichte: Wilma passt zu Eltern, die einen vertrauten Namen suchen, der nicht überall zu hören ist. Weitere kurze und klassische Ideen findet Ihr in unserer Babynamen-Liste von A bis Z.

Wilma auf einen Blick

Wilma kann heute ganz für sich stehen. Eine längere Wilhelmine muss im Alltag nicht dahinterstecken.

VerwendungMädchenname
HerkunftKurzform aus der Wilhelm-Familie
BedeutungWille; über die Langform auch Schutz
Längere FormenWilhelma, Wilhelmine und Wilhelmina
Andere SchreibweiseVilma
Deutsche AusspracheWIL-ma, zwei Silben

Was Wilma mit Wilhelmine verbindet

Die kurze Form hat den Anfang eines längeren Namens bewahrt.

Wilhelma, Wilhelmine und Wilhelmina gehören zur weiblichen Namensfamilie von Wilhelm. Dessen Bestandteile stehen für Wille und Helm beziehungsweise Schutz. Bei Wilma tritt der erste Teil besonders deutlich hervor. Deshalb nennen manche Erklärungen schlicht „Wille“, andere übertragen die vollständige Deutung der langen Form als „entschlossene Beschützerin“.

Das sind zwei Blickwinkel auf dieselbe Namensgeschichte. Die Endung -ma ist dabei kein eigener alter Wortbestandteil mit einer zusätzlichen Bedeutung. Wer die Herkunft in einem Satz erklären möchte, kann Wilma als kurze weibliche Form aus der Wilhelm-Familie beschreiben.

Ein Name, der wieder auftaucht

Wilma wurde schon lange vor heutigen Retro-Trends vergeben.

Knud Bielefeld beschreibt eine frühere Hochphase in Deutschland in den 1910er- und 1920er-Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Name seltener. In seinen Auswertungen gehört Wilma seit 2013 wieder zu den 500 häufigsten Mädchennamen.

Damit bringt Wilma etwas mit, das an einem alten Familiennamen reizvoll sein kann: Er ist vertraut, ohne nach einem komplizierten historischen Namen zu klingen. Im Deutschen liegt die Betonung auf der ersten Silbe. Beide Silben bleiben deutlich hörbar; eine Abkürzung ist für den kurzen Rufnamen nicht nötig.

Vilma, Wilma und eine bekannte Zeichentrickfigur

Die Schreibweise mit V begegnet Euch in mehreren europäischen Sprachen.

Vilma ist unter anderem im Ungarischen und Litauischen gebräuchlich. Auch in nordischen Ländern findet sich diese Form. Je nach Sprache kann der Name anders ausgesprochen werden. Das V zeigt deshalb eine andere Schreibtradition, keine neue Namensbedeutung.

Die Figur Wilma Feuerstein machte den Namen zusätzlich bekannt. Im englischen Original heißt sie Wilma Flintstone. Der Zeichentrickbezug erklärt aber nicht die Herkunft: Wilma war schon vorher ein Mädchenname und wurde im 19. Jahrhundert durch deutsche Einwanderer auch in Amerika verbreitet.

Quellen und Datenstand

Quellen geprüft am 12. Oktober 2026. Statistische Angaben beziehen sich auf den im Text genannten Zeitraum.


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