Imran ist ein Jungenname mit arabischer Form und hebräischen Wurzeln. Seine Bedeutung „erhabenes Volk“ führt zu Amram; im Koran begegnet Imran außerdem als Name des Vaters von Maryam.
Die Geschichte von Imran berührt mehrere religiöse Überlieferungen. Dabei sollte man die Herkunft des Namens und die Personen, die ihn tragen, auseinanderhalten. In unserer Babynamen-Liste von A bis Z findest Du Imran bei den Jungennamen mit I.
Imran auf einen Blick
Imran ist im Arabischen und in mehreren weiteren Sprachen verbreitet.
| Namensart | Jungenname |
| Herkunft | Arabische Form des hebräischen Namens Amram |
| Bedeutung | Erhabenes Volk |
| Arabische Schreibweise | عمران |
| Arabische Aussprache | Ungefähr im-RAAN |
| Weitere Verwendung | Unter anderem Urdu, Punjabi, Bengali, Malaiisch und Indonesisch |
| Deutschland 2010–2025 | Etwa 1.600 Erstnamenvergaben (Knud Bielefeld) |
Woher kommt die Bedeutung von Imran?
Die Deutung „erhabenes Volk“ beruht auf dem hebräischen Ausgangsnamen Amram.
Amram verbindet das hebräische Element für „Volk“ mit einem Element, das „erheben“ bedeutet. Imran gilt als arabische Form dieses Namens. Deshalb kann ein Name in arabischer Schreibweise eine Bedeutung haben, die aus seiner älteren hebräischen Namenswurzel erklärt wird.
Die Übersetzung beschreibt den sprachlichen Ursprung. Sie ist keine Aussage darüber, welchen Rang eine Familie hat oder welche Eigenschaften ein Kind später entwickeln wird. Imran bleibt ein persönlicher Vorname mit einer traditionsreichen Bedeutung.
Imran und die religiöse Überlieferung
Der Name ist mit unterschiedlichen Familiengeschichten in Bibel und Koran verbunden.
In der biblischen Überlieferung heißt der Vater von Mose Amram. Im Koran ist Imran auch der Name des Vaters von Maryam, der Mutter Jesu. Das sind unterschiedliche Personen und Erzählzusammenhänge; die verwandten Namensformen sollten nicht dazu führen, sie gleichzusetzen.
Die dritte Sure des Korans heißt Āl ʿImrān, meist als „Die Familie Imrans“ wiedergegeben. In Vers 35 wird Imrans Frau genannt; die folgenden Verse erzählen von der Geburt und Aufnahme Maryams. Damit ist der Name fest in der islamischen Überlieferung verankert.
Aussprache und Formen in verschiedenen Sprachen
In der arabischen Aussprache ist die zweite Silbe betont, das a wird lang gesprochen.
Als Annäherung in deutscher Schrift eignet sich im-RAAN. Der arabische Anfang enthält zusätzlich einen Kehllaut, den diese Lautschrift nur vereinfacht wiedergibt. Im Alltag kann die Aussprache je nach Familiensprache etwas anders ausfallen.
Neben dem Arabischen ist Imran unter anderem im Urdu, Punjabi und Bengali gebräuchlich. Auch im malaiischen und indonesischen Sprachraum kommt die Form vor. Amram ist der hebräische Verwandte, keine bloße alternative deutsche Schreibweise.
Wie verbreitet ist Imran in Deutschland?
Die jüngeren Geburtsjahrgänge zeigen für Imran einen Aufwärtstrend.
In Knud Bielefelds Auswertung wurden von 2010 bis 2025 ungefähr 1.600 Kinder in Deutschland mit Imran als erstem Vornamen erfasst beziehungsweise hochgerechnet. Sein Trenddiagramm weist auf eine zunehmende Vergabe hin.
Diese Größenordnung stammt aus einer privaten Erhebung von Geburtsmeldungen. Sie ist als Schätzung zu verstehen und umfasst weder alle Zweitnamen noch sämtliche verwandten Schreibweisen. Für die Form Imran zeigt sie: Der Name wird regelmäßig vergeben, zählt aber nicht zu den häufigen Babynamen.
Quellen und Datenstand
- Behind the Name: Imran, Verwendung und arabische Aussprache
- Behind the Name: Amram und die hebräische Bedeutung
- Quran.com: Sure 3, die Familie Imrans und Maryam
- Knud Bielefeld: Imran, Geburtsjahrgänge 2010–2025
Quellen geprüft am 10. Oktober 2026.
Wir hoffen sehr, dass dir unser Artikel gefallen hat. Vielleicht hat er dir geholfen, eine Frage zu beantworten. Oder er hat dich nachdenklich, traurig oder fröhlich gestimmt. Wir freuen uns jederzeit über deine Rückmeldung oder Anregung per Kommentar, Email oder Social-Media. Gerne kannst du uns auf Facebook, Pinterest oder Flipboard folgen. Wir freuen uns auch dich! 🤗