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Charlotte: Bedeutung, Herkunft und bekannte Geschichten

Charlotte: Bedeutung, Herkunft und bekannte Geschichten

Charlotte steht auf alten Romanumschlägen und in einem berühmten Kinderbuch: Charlotte Brontë schrieb „Jane Eyre“, und die Spinne Charlotte wird Wilburs Freundin. Der Mädchenname verbindet französische Herkunft mit einer viel älteren Namensfamilie.

Auch Carla und Lotta gehören dazu. Der gemeinsame Ausgangspunkt ist Karl, der in anderen Sprachen unter anderem Charles heißt.

Charlotte in der Übersicht

Charlotte entstand im Französischen als weibliche Verkleinerungsform von Charles. Die ältere Wortwurzel gehört zu Karl.

VerwendungMädchenname
HerkunftFranzösisch; weibliche Form von Charles aus der Karl-Namensfamilie
Bedeutung der älteren WurzelÜber Karl: „Mann“; nach einer anderen Erklärung ein Bezug zu „Heer“
Aussprache im DeutschenSchar-LOT-te, drei Silben
Aussprache im FranzösischenSchar-LOTT, zwei Silben
Kurze FormenLotte, Lotti und Lottie; über Charlotta auch Lotta
Bekannte NamensträgerinCharlotte Brontë, Autorin von Jane Eyre

Woher kommt Charlotte?

Die französische Form Charles führt über das lateinische Carolus zum germanischen Namen Karl.

Karl wurde mit einem alten Wort für „Mann“ oder „Ehemann“ erklärt. Eine andere sprachgeschichtliche Deutung führt zu einem germanischen Wort für „Kriegsschar“ oder „Heer“. Die ursprüngliche Bedeutung ist deshalb nicht eindeutig geklärt.

Charlotte wurde im 17. Jahrhundert in Großbritannien eingeführt. Der Name ist heute auch im Deutschen und in mehreren skandinavischen Sprachen gebräuchlich.

Charlotte, Lotte und Lotta

Lotte und Lotti sind deutsche Kurzformen von Charlotte. Die nordische Lotta führt über die Form Charlotta zur gleichen Namensfamilie.

Im Deutschen hört ihr das abschließende e in Charlotte als eigene Silbe. Im Französischen bleibt dieses e stumm. Die französische und die deutsche Form sehen gleich aus, unterscheiden sich aber in Silbenzahl und Betonung.

Charlotte Brontë und Jane Eyre

Charlotte Brontës Roman „Jane Eyre“ erschien 1847. Die Autorin veröffentlichte zunächst unter dem Namen Currer Bell.

Auch ihre Schwestern Emily und Anne verwendeten Autorennamen: Ellis und Acton Bell. Sie wollten, dass ihre Werke nach ihrem Inhalt beurteilt wurden und nicht nach dem Geschlecht der Schreibenden. Schon als Kinder erfanden die Geschwister eigene Welten und hielten Geschichten in winzigen Büchern fest.

Eine Spinne namens Charlotte

In E. B. Whites Kinderbuch „Wilbur und Charlotte“ wird die Spinne Charlotte zur Freundin des Schweinchens Wilbur.

Wilbur wächst zunächst bei dem Mädchen Fern auf, das ihn mit der Flasche großzieht. Später lebt er auf einem Bauernhof und findet in Charlotte eine kluge Verbündete. Die Geschichte erschien im englischen Original 1952 unter dem Titel „Charlotte’s Web“.

Wie häufig ist Charlotte?

Charlotte wurde in Deutschland zwischen 2010 und 2025 nach Knud Bielefelds Auswertung ungefähr 48.700 Mal als erster Vorname vergeben. Die Angaben sind Schätzungen aus seiner Namensstatistik und keine vollständige amtliche Erfassung.

Charlotte gehört damit zu den häufig vergebenen Mädchennamen dieser Jahrgänge. Bielefelds Trenddiagramm zeigt außerdem einen Anstieg.

Weitere Namensporträts findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.


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