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Schluss mit Babybrei: Der Übergang vom Brei zum Familientisch

von Jacqueline Esser
Veröffentlicht: Letztes Update
Baby Beikost Teller

Spätestens um den ersten Geburtstag herum, endet bei den meisten Babys die Zeit von Babybrei und Säuglingsnahrung. Sie zeigen immer mehr Interesse für das Essen der Großen und möchten am Familienessen teilnehmen. Alles über den Übergang vom Brei zum Familientisch erfahrt ihr hier.

Paul schaut beim Abendbrot neugierig zu, wie seine Mutter ein Brot mit Frischkäse und frischer Paprika isst. Immer wieder versucht er auf den Teller zu greifen und ruft dabei «Da! Da! Da!». Ruhe gibt er erst, als seine Mutter ihm ein kleines Stück abgibt. Genüsslich isst er das Frischkäsebrot und probiert auch gleich eine Paprika. Zufrieden strahlt er seine Eltern an. Vorbei ist die Zeit von Milchbrei am Abend. Paul möchte ab sofort Brot und Rohkost zum Abendbrot.

Der Start am Familientisch

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung eines Kindes. Um den ersten Geburtstag eines Babys, endet die Zeit von Brei-, Brust- und Flaschenmahlzeiten. Kinder wollen endlich essen wie die Großen. Gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen, und dabei alles probieren, was auch auf den Tellern der anderen Familienmitglieder landet.

Ob Suppe, Brot, Nudeln oder Gurke – alles will rein. Brei war gestern – heute kommt die aufregende Zeit des Familientischs.

Mehrere Mahlzeiten am Tag

Bis jetzt war der Speiseplan der Kinder in vier bis fünf Breimahlzeiten am Tag unterteilt. Ca. alle drei Stunden gab es für die Kleinen etwas zu essen. Und auch wenn die Neulinge an der Tafelrunde gerne alles wie die Großen machen wollen – die Anzahl der Mahlzeiten sollte beibehalten werden.

Kinder im Wachstum brauchen viel mehr Nahrung als ihre Eltern. Ihr Magen kann jedoch nur kleine Mengen verarbeiten.

Deshalb sind mehrere über den Tag verteilte Mahlzeiten wichtig. Empfohlen werden drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittagessen und Abendessen, und ein bis zwei Zwischenmahlzeiten.

Der Übergang vom Brei zur festen Kost

Um Kinder an den Familientisch zu gewöhnen, kann man Schrittweise vorgehen. Bisher sind die Kinder an den Brei gewöhnt. Ihre Mahlzeiten mussten sie nur selten richtig kauen. Und genau das müssen sie erst einmal lernen. Schrittweise kann man sie an stückige Kost gewöhnen. Bei selbst gekochtem Brei kann man damit beginnen, ihn nicht mehr fein, sondern nur noch grob zu pürieren.

Füttert man Gläschen, sollte man sich für die ab dem 8. Monat entscheiden. Diese sind ebenfalls nur noch grob püriert und enthalten kleine Stücke. Mit und mit kann man nun die Kinder an etwas grobstückigere Lebensmittel gewöhnen. Irgendwann geht man dazu über, die Lebensmittel nur noch zu quetschen. Mit wachsender Zähnchenanzahl können die Kinder auch eine kleine Kartoffel, oder ein kleines Röschen Brokkoli zerkauen.

Speiseplan für Babys am Familientisch

Nun wird für die gesamte Familie gekocht. Doch was kommt auf den Tisch? Es gibt unendlich viele Kochbücher und Ernährungsratgeber, die Eltern helfen wollen, gesunde, schnelle, und kinderkompatible Gerichte zu finden. Eine gute Sache. Denn auszuprobieren und zu experimentieren, um zu erfahren was alle gerne Essen, macht Spaß und bringt oft auch für den Rest der Familie neues Leben in die Küche.

Wichtig ist, wenn ein Kleinkind mit isst: Sparsam mit Salz und Gewürzen sein. Zuviel Würze verträgt der Magen der Kleinen noch nicht. Gegen Kräuter zum würzen spricht hingegen nichts.

Auf den Speiseplan des Familientischs gehören fünf Nahrungsgruppen:

  • Gemüse
  • Obst
  • Milchprodukte
  • Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier, Bohnen)
  • Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, Getreide, Reis, Kartoffeln)

Die richtige Mischung der Lebensmittel ist hier ausschlaggebend. In der folgenden Ernährungsampel wird deutlich, wovon man unbedenklich viel Essen kann und welche Lebensmittel nur in Maßen verzehrt werden sollen.

Nährstoffampel

Zu jeder Mahlzeit gehört außerdem ein Getränk. Die besten Durstlöscher sind Wasser oder Saftschorlen. Ab und zu darf es auch gerne ein Glas Fruchtsaft oder Milch sein. Der tägliche Speiseplan für ein neues Mitglied am Familientisch, umfasst 4-5 kleine Mahlzeiten, bei denen möglichst Lebensmittel aus allen Nahrungsgruppen vorhanden sind. Wie die jeweilige Breimahlzeit am Familientisch ersetzt werden kann, findet ihr hier:

Speiseplan am Familientisch
Speiseplan am Familientisch (Quelle: familienkost.de)

Neues schmackhaft machen

Gerade bei Kindern gilt – das Auge isst mit. Ist der Teller schön bunt, mit Paprika, Salatblättern, Gurke und Brot dekoriert, schmeckt es gleich viel besser. Schön hergerichtete Teller werden häufig besser leer gegessen, als das schlichte Mahl auf dem Brotbrettchen. Für Kinder ist Essen ein Erlebnis und sollte als solches zelebriert werden. Ein schön gedeckter Tisch – alle an ihrem Platz – und schon kann es los gehen.

Eine Herausforderung sind auch immer wieder neue Speisen. Neues wird oftmals vehement abgelehnt. Probieren? – Nein Danke! Hier sollte man mit Geduld reagieren. Lebensmittel immer wieder anbieten und zum probieren animieren – nicht zwingen, sonst verbindet ein Kind eine negative Erfahrung mit dem Lebensmittel und wird es vermutlich komplett ablehnen.

Mehr zum Thema Familientisch findet ihr in unserem Artikel: Familientisch – Was Babys dabei lernen.


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