Das aufregende erste Lebensjahr eines Kindes endet mit seinem Ehrentag – dem 1. Geburtstag. Und der will natürlich gebührend gefeiert werden. Dazu braucht es jedoch gar keine riesige Party und einen Berg voller Geschenke. Was kleine Geburtstagskinder glücklich macht, ist eine Feier mit Mama und Papa.

Glücklich und stolz über die Entwicklung ihres Kindes, sehen Eltern diesem Tag entgegen. Doch auch etwas wehmütig. Denn jetzt endet das Babyalter, und die Zeit mit Kleinkind beginnt. Natürlich möchten Eltern ihrem Kind nun einen ganz besonderen ersten Geburtstag bescheren.

Viel Trubel oder kleine Feier?

Wie der erste Kindergeburtstag gefeiert werden soll – und kann – hängt vom Geburtstagskind ab. Mag es viel Trubel oder ist es mit vielen Menschen überfordert? Die meisten Babys sind mit einer riesen Party zu ihrem ersten Geburtstag tatsächlich überfordert. Die übermäßigen Reize können ihre noch jungen Sinne nur schwer verarbeiten und reagieren schnell mit bitteren Tränen.

Für ruhige und zurückhaltende Babys ist daher eine kleine Feier mit wenigen auserwählten Gästen, genau das richtige.

Auch die Dekoration sollte mit Bedacht gewählt werden. Viele bunte Ballons, Girlanden und Luftschlangen sehen zwar toll aus – doch das ist eher etwas für ältere Kinder. Für Babys sind sie eine pure Reizüberflutung. Möchte man auf Deko nicht verzichten, sollte man auf Pastelltöne zurückgreifen. Wimpelketten sind eine super Geburtstagsdeko, die man später noch im Kinderzimmer verwenden kann.

Geburtstagsfeier Nummer 2

Kinder beginnen sich mit einem Jahr das erste Mal für andere Kinder zu interessieren. Da werden die Kumpels aus der Krabbelgruppe zu den ersten Freunden auserkoren. Da könnte man sie doch einladen? Der erste Geburtstag ist natürlich eine schöne Gelegenheit, die Krabbelfreunde zum ersten Mal nach Hause einzuladen. Die kleine Geburtstagsfeier sollte dabei jedoch eher zum entspannten Spiele-Nachmittag werden, als zur Bombenfete. Außerdem sollte sie möglichst an einem anderen Tag stattfinden, als die Familienfeier. Zu viele Gäste überfordern ein Kind.

Geschenke: Kinderaugen zum leuchten bringen

Jedes Kind liebt Geschenke. Das ist auch bei den kleinsten Geburtstagskindern nicht anders. Doch auch hier gilt: weniger ist mehr. Bekommt ein Kind 20 verschiedene Geschenke, weiß es am Ende nicht mehr, mit welchem Geschenk es zuerst spielen soll. Die Masse ist einfach zu groß. Daher lieber nur zwei oder drei Geschenke, die gemeinsam von der Familie gekauft wurden. Welches Geschenk das richtige fürs Kind ist, entscheiden seine Vorlieben. Heiß begehrt sind das Bobbycar, die erste Puppe oder eine Kugelbahn. Doch auch etwas Geld fürs Sparschweinschen oder das Sparbuch, sind gut angelegte Geschenke. Davon kann sich das Kind später noch etwas schönes kaufen.

Die meiste Freude macht den Kleinen übrigens das Auspacken der Geschenke. Eine tolle Idee ist es also, das Geschenk mehrfach in Geschenkpapier einzupacken. So hält die Freude länger an.

Geburtstag nur mit Mama und Papa

Eine schöne Alternative zur Geburtstagsparty mit der Familie und Freunden, ist eine Feier nur mit Mama und Papa. Die wichtigsten Bezugspersonen, die das Kind im ersten Lebensjahr begleitet haben. Der erste Geburtstag kann von ihnen auch ganz anders organisiert werden. Ein Tag der in Erinnerung bleibt, dabei jedoch ohne viel „Tamm Tamm“. Zum Beispiel ein Besuch im Zoo. Der Geburtstag kann dort zu einem unvergesslichen Tag werden. Gemeinsam mit Mama und Papa wird die Zeit zu Dritt genossen. Es wird gespielt, geschaukelt und die Tiere beobachtet.

Das schönste Geschenk, welches ein Kind bekommen kann, ist die Aufmerksamkeit und Zuwendung der so sehr geliebten Eltern!


 

Über den Autor

Jacqueline Esser

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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