Ab dem 7. Lebensmonat: Milchbrei für das Baby

Nachdem ihr die Beikosteinführung mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei begonnen habt, folgt im nächsten Schritt der Milchbrei. Dieser ist das wahrscheinlich beliebteste Abendessen bei Babys. In der Regel wird dieser Brei zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat eingeführt. Der Brei besteht aus Milch und Getreideflocken. Er dient als Lieferant für Eiweiß, Kalzium und Eisen.

Viele Mütter erhoffen sich übrigens mit der Einführung des Milchbreis ruhigere Nächte. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Durchschlafen hat etwas mit der Hirnreife des Kindes zu tun und nicht unbedingt mit der Sättigung durch einen Brei.

Die Milchbrei-Varianten

Muttermilch und Getreideflocken

Den Milchbrei mit Muttermilch anzurühren ist die perfekte Variante für Stillmütter, wenn sie auf künstliche Milchnahrung komplett verzichten möchten. Die Getreideflocken werden hier mit abgepumpter erwärmter (nicht aufkochen!) Muttermilch angerührt. Hinzu kommt etwas Obstmus oder Saft. Vitamin-C dient zur besseren Eisenaufnahme. Muttermilch-Brei wird von den Kindern in der Regel sehr gut vertragen.

Kuhmilch und Getreideflocken

Ab dem sechsten Lebensmonat darf ein Baby kleinere Mengen Kuhmilch zu sich nehmen – max. 200 ml am Tag. Notwendig ist die Einführung von Kuhmilch im ersten Lebensjahr jedoch nicht. Die Kuhmilch wird erwärmt und mit den Getreideflocken verrührt. Auch hier kommt etwas Saft oder Obstmus hinzu.

Säuglingsnahrung und Getreideflocken

Den Milchbrei mit Säuglingsnahrung anzurühren ist die Variante für alle Flaschenkinder. Zwar ist es etwas aufwändiger zuerst die Säuglingsnahrung anzurühren, um dann die Getreideflocken und das Obstmus dazu zu geben – dieser Schritt lohnt sich jedoch. Denn in selbst angerührtem Brei ist bis zu 50% weniger Zucker als in Fertigbreien. Stillende Mütter, welche den Milchbrei nicht mit Muttermilch anrühren möchten, können alternativ den Brei mit Pre- oder 1er Anfangsnahrung anrühren.

Milchbreipulver und Wasser 

Fertig-Milchbrei ist die bequemste Variante, um Milchbrei zu füttern. Das Milchbreipulver wird in eine Schüssel gegeben, abgekochtes heißes Wasser hinzu gegeben, und schon ist der Brei fertig. Die Zusammensetzung des Breis entspricht jedoch häufig nicht den empfohlenen Nährwertrichtlinien von 200 ml Milch und 20 g Getreide. Sollte man sich für Fertigbrei entscheiden, ist es daher wichtig auf die Nährwerttabelle zu achten.

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Zubereitung des Milchbreis

Zu Beginn erwärmt ihr wahlweise 200 ml Muttermilch, Säuglingsnahrung oder Vollmilch. Dann gebt ihr 20 g Getreideflocken in eine Schüssel und gießt die Milch darüber. Rührt nun etwas Obstmus unter den Milchbrei und schon ist er fertig. Sollte der Brei zu dick geworden sein, könnt ihr ihn einfach mit etwas Wasser verdünnen.

Alternativen zum süßen Milchbrei

Wenn euer Kind den süßen Milchbrei nicht so gerne isst (was eher selten vorkommen mag), oder ihr Abwechslung in den Speiseplan bringen wollt, könnt ihr statt Obstmus auch Gemüse unterrühren. So wird der Milchbrei zu einer herzhaften Mahlzeit.


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Über den Autor

Jacqueline Esser

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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