Paul braucht nur vier Buchstaben und hat eine Geschichte, die bis in die Antike reicht. Der Jungenname bedeutet „der Kleine“ und gehört in Deutschland weiterhin zu den häufig gewählten Babynamen. Sein kurzer Klang lässt viel Platz für einen längeren Nachnamen oder einen zweiten Vornamen.
Ob Euch eine Familienerinnerung zu Paul führt oder einfach der Klang gefällt: In unserer Babynamen-Liste von A bis Z findet Ihr weitere Ideen zum Vergleichen. Bei Paul lohnt sich auch ein Blick auf die vielen Formen, die der Name in anderen Sprachen angenommen hat.
Paul auf einen Blick
Paul ist ein vollständiger Vorname mit lateinischen Wurzeln und einer langen christlichen Tradition.
| Verwendung | Jungenname |
| Herkunft | Lateinisch, aus Paulus |
| Bedeutung | „Der Kleine“ |
| Deutsche Aussprache | Paul, einsilbig mit au |
| Namenstag | Unter anderem 29. Juni |
| Sprachformen | Paolo, Pablo, Pawel |
Was bedeutet Paul?
Die Bedeutung führt zum lateinischen Wort paulus für „klein“.
Paulus war bereits in der römischen Namenswelt gebräuchlich. Die Gesellschaft für deutsche Sprache nennt neben „der Kleine“ auch die Deutung „der Jüngere“. Gemeint ist die Herkunft des Namens; eine Aussage über die spätere Körpergröße steckt darin natürlich nicht.
Im deutschen Sprachraum war zunächst die Form Paulus üblich. Nach Darstellung der GfdS wurde Paul etwa seit dem 18. Jahrhundert als eigenständiger Name vergeben. Die kurze Form hat also schon selbst mehrere Jahrhunderte Geschichte.
Paulus, ein Namenstag und viele Sprachformen
Der Apostel Paulus hat zur Verbreitung des Namens beigetragen.
Durch das Christentum wurde die Namensfamilie in vielen Ländern vertraut. Der 29. Juni ist ein Namenstag mit Bezug zum Apostel. Wenn Ihr Namenstage in Eurer Familie feiert, kann dieser zusätzliche Tag eine kleine eigene Tradition werden.
In Italien begegnet Euch Paolo, im Spanischen Pablo und in russischen Namensformen Pawel. Sie haben denselben Ausgangsnamen, klingen aber deutlich unterschiedlich. Paul lässt sich deshalb auch wählen, um eine Familienverbindung aufzunehmen, ohne jede frühere Schreibweise genau zu übernehmen.
Wie beliebt ist Paul in Deutschland?
In der GfdS-Auswertung für 2025 steht Paul auf Platz 8 der männlichen Erstnamen.
Werden Erst- und Folgenamen zusammengezählt, liegt Paul in derselben Auswertung auf Platz 3. Das sind zwei verschiedene Ranglisten. Für Eure Wahl bedeutet die hohe Platzierung vor allem: Der Name ist vielen Menschen vertraut und kann Euch auch bei anderen Kindern begegnen.
Erstname oder Folgename? Eine Rangzahl ist erst mit dieser Unterscheidung aussagekräftig. Paul ist sowohl als erster Vorname als auch in längeren Namenskombinationen beliebt.
Paul im Familienalltag
Die deutsche Aussprache besteht aus einer Silbe.
Pauli wäre eine mögliche liebevolle Rufversion. Der vollständige Paul ist allerdings schon so kurz, dass Ihr keinen Kosenamen braucht. Bei einem Zweitnamen könnt Ihr ausprobieren, ob der Übergang gut hörbar bleibt, besonders wenn beide Namen mit ähnlichen Lauten enden oder beginnen.
Bekannte Namensträger wie der Maler Paul Klee oder der Musiker Paul McCartney zeigen, wie selbstverständlich der Name auch im Erwachsenenleben klingt. Wenn Ihr ihn laut mit dem Nachnamen sprecht, hört Ihr schnell, ob Euch gerade diese knappe Form gefällt.
Quellen und Datenstand
- GfdS: Herkunft, Geschichte und Namenstag von Paul
- Behind the Name: Paul und internationale Namensformen
- GfdS: Erstnamen- und Gesamtliste für Deutschland 2025
Quellen geprüft am 11. Oktober 2026. Zahlen beziehen sich auf den jeweils genannten Erhebungszeitraum.
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