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Miran: Bedeutung, slawische und kurdische Herkunft

Miran: Bedeutung, slawische und kurdische Herkunft

Miran kann „ruhig“, „gelassen“ oder „friedlich“ bedeuten. Diese Erklärungen gehören zur slawischen Herkunft. Im Kurdischen wird der Name dagegen mit „Prinz“ verbunden. Daneben ist Miran in Schweden auch als weibliche Koseform von Mira belegt.

An Miran lässt sich gut sehen, wie derselbe Vorname in verschiedenen Sprachen eine eigene Geschichte bekommt. Wenn ihr die kürzere Form Mira mögt, lohnt sich auch dieser Blick auf die Endung -n. Weitere Vorschläge findet ihr in unserem Vornamenverzeichnis von A bis Z.

Miran auf einen Blick

Miran wird überwiegend als Jungenname verwendet, ist aber auch für Mädchen belegt.

VerwendungUnisex; überwiegend Jungenname
HerkunftUnter anderem slawisch und kurdisch; weiblich auch schwedische Koseform
BedeutungSlawisch: ruhig, gelassen oder friedlich; kurdisch: Prinz
Silben2: Mi-ran
Verwandte FormenMiroslav; als weibliche Koseform: Mira

Die slawische Bedeutung von Miran

Die slawische Namensgeschichte führt zu Ruhe und Frieden.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache erklärt Miran über das Wort für „ruhig“ oder „gelassen“. Daneben nennt sie den Bestandteil mir für „Frieden“ und eine Kurzform von Miroslav. Knud Bielefeld dokumentiert Miran unter anderem in Serbien, Kroatien und Slowenien als Jungenname.

Diese Erklärungen liegen sprachlich nah beieinander. Wenn euch besonders die Friedensbedeutung anspricht, findet ihr dafür also einen nachvollziehbaren Ursprung. Welche Eigenschaften ein Kind später entwickelt, lässt sich daraus natürlich nicht ableiten.

Was bedeutet Miran im Kurdischen?

Im kurdischen Herkunftsweg wird Miran als „Prinz“ erklärt.

Dabei führen die Gesellschaft für deutsche Sprache und Knud Bielefeld den Namen auf den persischen Bestandteil mîr beziehungsweise mir zurück. Diese Herleitung ist von der slawischen Friedensbedeutung zu unterscheiden. Beide gehören zur Geschichte des Namens, ohne dass eine davon für jede Familie gelten müsste.

Miran als Mädchenname

In Schweden kann Miran eine Koseform von Mira sein.

Nordic Names führt diese weibliche Verwendung ausdrücklich auf. Für Schweden nennt die Namenssammlung einen Beleg aus Stockholm von 1908. Die Bedeutung richtet sich hier nach Mira und dessen jeweiliger Herkunft. Der Mädchenname muss somit nicht dieselbe Namensgeschichte wie der slawische oder kurdische Jungenname haben.

Wie häufig ist Miran in Deutschland?

Miran hat in Deutschland in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen.

Knud Bielefeld schätzt für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 rund 7.900 Vergaben als ersten Vornamen. Die Größenordnung zeigt, dass Miran hierzulande regelmäßig gewählt wird. Es handelt sich um eine Schätzung aus seiner Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung. Die Angabe umfasst den gesamten Zeitraum.

Quellen und Datenstand

Slawische und kurdische Herkunft: Gesellschaft für deutsche Sprache und beliebte-vornamen.de. Weibliche Koseform und historischer schwedischer Beleg: Nordic Names. Vergaben 2010–2025: Knud Bielefelds Babynamenverzeichnis. Recherche: 19. Oktober 2026.


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