Fatima ist ein arabischer Mädchenname mit einer besonders bedeutenden religiösen Geschichte. Viele Familien verbinden ihn mit der Tochter des Propheten Mohammed. Daneben ist Fátima als portugiesischer Wallfahrtsort bekannt – ein zweiter Zusammenhang, der bei der Namenssuche häufig auftaucht.
Wenn Ihr Namen mit einer langen religiösen Tradition betrachtet, könnt Ihr auch Anna oder Eva kennenlernen. Fatima hat dabei ihre eigene arabische und islamische Geschichte. Mehr Auswahl bietet unsere Vornamenliste von A bis Z.
Fatima auf einen Blick
Fatima hat arabische Wurzeln und ist eng mit der islamischen Überlieferung verbunden.
| Geschlecht | Weiblicher Vorname |
| Herkunft | Arabisch |
| Wortwurzel | Zum arabischen Verb faṭama: „entwöhnen, abstillen“ |
| Arabische Schreibweise | فاطمة |
| Arabische Aussprache | Ungefähr FA-ti-ma, mit langem a |
| Verwandte Formen | Unter anderem Fatimah, Fatma und Fatemeh |
| Bekannte Namensträgerin | Fatima, Tochter des Propheten Mohammed |
Was bedeutet Fatima sprachlich?
Die Wortwurzel führt zu einem arabischen Verb.
Behind the Name leitet Fatima von faṭama ab und nennt dafür Bedeutungen wie „sich enthalten“ und „entwöhnen“. Im Zusammenhang mit dem Namen begegnen deshalb Übersetzungen rund um Entwöhnung oder Abstillen. Für die sprachliche Erklärung ist diese Verbwurzel genauer als eine frei formulierte Eigenschaftsbeschreibung.
Für viele Familien steht ohnehin die bekannte Namensträgerin im Vordergrund. Wortherkunft und religiöse Erinnerung können nebeneinander bestehen, haben aber unterschiedliche Aufgaben: Die eine erklärt die Sprache, die andere die kulturelle Bedeutung des Namens.
Fatima in der islamischen Tradition
Die Tochter des Propheten Mohammed prägt die Geschichte des Namens.
Fatima war eine Tochter Mohammeds und die Ehefrau Alis. Sie wird im Islam besonders verehrt; Behind the Name hebt ihre Bedeutung insbesondere für schiitische Musliminnen und Muslime hervor. Eine Namenswahl kann damit auch eine Verbindung zum Glauben und zur Familie ausdrücken.
Was eine solche Verbindung für Euch bedeutet, hängt von Eurer eigenen Geschichte ab. Vielleicht wird der Name seit Generationen weitergegeben, vielleicht möchtet Ihr bewusst an die religiöse Tradition anknüpfen. Der Vorname kann beides tragen, ohne dass jede Familie denselben Grund für ihre Wahl haben muss.
Fatima und der portugiesische Ort Fátima
Auch im katholischen Zusammenhang begegnet dieser Name.
Fátima in Portugal ist durch die Berichte über Marienerscheinungen von 1917 bekannt. Das dortige Heiligtum dokumentiert diese religiöse Überlieferung. Im portugiesischen Namensgebrauch kann Fátima auf diesen Ort und seine Bedeutung für die Marienverehrung Bezug nehmen.
Diese Verwendung erklärt Behind the Name im eigenen Eintrag zur Form Fátima. Deshalb ist bei einem persönlichen Bezug eine zusätzliche Frage hilfreich: Meint Ihr vor allem die arabische Namensträgerin, den portugiesischen Wallfahrtsort oder einfach den Klang? Der gemeinsame Name kann unterschiedliche Erinnerungen aufrufen.
Aussprache, Formen und Verbreitung
Fatima wird in mehreren Sprachen mit eigenen Formen verwendet.
Die arabische Aussprache lässt sich ungefähr als FA-ti-ma wiedergeben, mit langem a und Betonung auf der ersten Silbe. Zur Namensfamilie gehören unter anderem Fatimah, die türkische Form Fatma und das persische Fatemeh. Eine gewünschte Familienaussprache lässt sich beim Vorstellen gut mitgeben.
Für Deutschland nennt Knud Bielefeld ungefähr 3.500 Vergaben von Fatima als erstem Vornamen in den Jahrgängen 2010 bis 2025. Diese Zahl betrifft die genaue Schreibweise. Andere Formen der großen Namensfamilie werden damit nicht automatisch mitgezählt.
Quellen und Datenstand
- Behind the Name: arabische Wortwurzel und religiöse Geschichte
- Behind the Name: Fatma und verwandte Sprachformen
- Behind the Name: die portugiesische Form Fátima
- Heiligtum von Fatima: Chronologie der religiösen Überlieferung
- Knud Bielefeld: Fatima, Vergaben 2010–2025
Abgerufen im Oktober 2026. Angaben zur Beliebtheit beziehen sich auf den jeweils genannten Erhebungszeitraum.
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