Anna ist kurz, vertraut und seit vielen Jahrhunderten lebendig. Hinter den vier Buchstaben stehen die hebräische Namenslinie von Hanna, eine griechische Schreibtradition und eine ganze Familie verwandter Formen.
Vielleicht mögt ihr an Anna gerade, dass niemand lange nach der Aussprache fragt. Wenn ihr noch andere kurze Namen sucht, könnt ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z weiterschauen.
Anna auf einen Blick
Anna wird meist über Hanna aus dem Hebräischen erklärt und mit „Gnade“ verbunden. Daneben gibt es eine andere mögliche germanische Herleitung; beide Geschichten sollten getrennt bleiben.
| Herkunft | Vor allem über griechisch Anna aus hebräisch Hanna |
| Bedeutung | Mit „Gnade“ und „Anmut“ verbunden |
| Aussprache | An-na, zwei Silben |
| Formen | Anne, Annika, Anja und weitere verwandte Formen |
| Namenstag | 26. Juli |
Was bedeutet Anna?
Die häufigste Herleitung führt von Anna zum hebräischen Namen Hanna. Damit verbunden sind Bedeutungen wie „Gnade“, „Anmut“ oder „Barmherzigkeit“. Die Schreibung Anna kam über die griechische Tradition hinzu. Die GfdS nennt außerdem eine andere mögliche Linie: Als Kurzform alter Namen mit Arn- könnte Anna mit „Adler“ zusammenhängen. Das ist kein zusätzlicher Teil der hebräischen Übersetzung, sondern ein anderer Weg zu denselben Buchstaben.
Ein Name über viele Generationen
Anna ist im deutschen Sprachraum seit dem 9. Jahrhundert belegt. In der christlichen Überlieferung heißt die Mutter Marias so. Diese Geschichte trug zur langen Verbreitung bei, ohne dass heutige Eltern aus religiösen Gründen Anna wählen müssten. Aus der Namensfamilie sind auch Anne, Anja und Annika entstanden; jede Form steht inzwischen für sich.
Nach Angaben der GfdS verbreitete sich Anna hierzulande ab dem 13. Jahrhundert stärker und gehörte im 16. Jahrhundert zu den beliebten Namen in vielen Teilen Europas. Die lange Geschichte erklärt, weshalb heute sowohl Großmütter als auch kleine Kinder Anna heißen können, ohne dass der Name nur nach einer Generation klingt.
Wie häufig ist Anna heute?
Anna ist weiterhin ein viel vergebener Mädchenname. Rund 66.200 Mädchen erhielten nach Knud Bielefelds Schätzung zwischen 2010 und 2025 Anna als ersten Vornamen in Deutschland. Es handelt sich um seine eigene Datensammlung und keine vollständige amtliche Geburtenzählung. Anna begegnet zudem oft als Zweitname; eine Liste aller vergebenen Vornamen zählt deshalb anders als eine Liste reiner Erstnamen.
Anni, ein zweites Kind namens Anna und ein Namenstag
Anna braucht keine Kurzform, doch Anni kann in einer Familie ganz von selbst entstehen. Weil der Name häufig ist, kann in Kita oder Schule auch einmal eine zweite Anna auftauchen. Das ist eine ehrliche Alltagsüberlegung und kein Makel des Namens.
Der 26. Juli gilt als traditioneller Namenstag. Bekannte Annas begegnen euch ganz unterschiedlich: als Schriftstellerin Anna Seghers oder als Romanfigur Anna Karenina.
Quellen und Datenstand
- Gesellschaft für deutsche Sprache: Anna – Herkunft und Namensgeschichte.
- Knud Bielefeld: Auswertung zu Anna – geschätzte Erstnamen-Vergaben 2010–2025, abgerufen im September 2026.
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