Wald, Mondlicht und eine Göttin mit Pfeil und Bogen: Diana bringt starke Bilder mit. Gleichzeitig klingt der Mädchenname vertraut. Manche denken zuerst an Lady Diana, andere an eine Frau aus der Familie. Seine Geschichte beginnt lange vor beiden.
Diana kommt aus dem Lateinischen. Der Name wird häufig als „die Göttliche“ oder „die Himmlische“ erklärt; die genaue ältere Wortherkunft ist nicht sicher geklärt. Weitere Mädchennamen findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.
Diana auf einen Blick
Ein lateinischer Mädchenname, der schon in der Antike zur Jagd- und Mondgöttin gehörte.
| Herkunft | Lateinisch; Name einer römischen Göttin |
| Bedeutungsbezug | Oft als „die Göttliche“ oder „die Himmlische“ erklärt |
| Aussprache | Deutsch ungefähr di-AA-na |
| Verwandte Schreibweisen | Diane, Dianna, Dianne |
| Namenstag | 10. Juni im Kalender von katholisch.de |
| Vergaben in Deutschland | Ungefähr 8.100 erste Vornamen, Jahrgänge 2010–2025, laut Knud Bielefeld |
Diana im Wald und am Himmel
In der Kunst erkennt ihr die Göttin oft an Bogen, Pfeilen oder einer Mondsichel.
Die römische Diana wurde eng mit der griechischen Artemis verbunden. Sie gehört zur Jagd und zum Mond. Beide Seiten kommen in einem Gemälde im Planetensaal von Schloss Eggenberg in Graz zusammen.
Dort betritt Diana eine Waldlichtung, begleitet von Nymphen. In ihrer erhobenen Hand hält sie einen Pfeil und geht auf einen erlegten Eber zu. Zugleich steht sie im Bild für den Mond. So wird aus dem vertrauten Vornamen plötzlich eine ganze Szene.
Lady Diana und ihre Hilfsprojekte
Die Prinzessin von Wales machte den alten Namen weltweit bekannt.
Diana Spencer heiratete Charles 1981. Für viele Menschen blieb aber besonders ihr soziales Engagement in Erinnerung. Sie unterstützte obdachlose junge Menschen, kranke Kinder und Menschen mit HIV oder Aids.
Auch nach der Scheidung blieb sie mehreren Einrichtungen verbunden. Dazu gehörten die Obdachlosenorganisation Centrepoint und der National Aids Trust. Außerdem war sie Präsidentin des Kinderkrankenhauses Great Ormond Street.
In Deutschland erreichte Diana 1981 in Knud Bielefelds Mädchennamenliste Rang 23. Schon in den 1970er-Jahren war der Name unter den ersten 50 vertreten. Die Prinzessin traf hier also auf einen Namen, den viele Eltern bereits mochten.
Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 schätzt Knud Bielefeld rund 8.100 Vergaben von Diana als erstem Vornamen in Deutschland. Weitere Vornamen und andere Schreibformen gehören nicht zu dieser Zahl. Grundlage ist seine Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung.
Diane und ein Namenstag im Juni
Auch Diane, Dianna und Dianne gehören zur Namensfamilie.
Im Deutschen klingt Diana ungefähr di-AA-na. Die Form Diane kennt ihr unter anderem aus dem Französischen.
Der Namenstag am 10. Juni erinnert an Diana Andalò aus Bologna. Die Überlieferung erzählt, dass ihre Familie sie mit Gewalt aus dem Kloster holte. Diana kehrte heimlich zurück und blieb bei den Dominikanerinnen.
Quellen und Datenstand
- Wiktionary: lateinischer Name, vorsichtig formulierte Etymologie und deutsche Aussprache
- Knud Bielefeld: Diana, historische deutsche Rangliste und Varianten
- Knud Bielefeld: erste Vornamen Deutschland 2010–2025; Abruf 30. September 2026
- Universalmuseum Joanneum: Diana/Luna im Planetensaal von Schloss Eggenberg
- Britisches Königshaus: Biografie und soziale Arbeit von Diana, Prinzessin von Wales
- Katholischer Heiligenkalender: Diana Andalò, 10. Juni
- wissen.de, Vornamenlexikon: lateinische Herkunft und Bezug zur Jagd- und Mondgöttin
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