Clea klingt kurz und schlicht. Hinter dem Namen steckt aber eine Verbindung zu einer der berühmtesten Königinnen der Antike: Kleopatra. Die französische Cléa ist eine Kurzform von Cléopâtre. Und auch in der Literatur hat Clea ihren eigenen Auftritt — als Malerin in Lawrence Durrells Romanen über Alexandria.
Clea, Cleo, Chloe und Clara sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Ihre Bedeutungen unterscheiden sich jedoch. Weitere Namen findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.
Clea auf einen Blick
Clea wird zur Familie von Cleo und Cléa gerechnet. Eine Verbindung führt zu Kleopatra.
| Herkunft | Zur Familie von Cleo und Cléa gerechnet; Verbindung zu Kleopatra |
| Bedeutung | Griechisch „Ruhm“; der vollständige Name Kleopatra bedeutet „Ruhm des Vaters“ |
| Aussprache | Im Deutschen meist „Kle-a“, zwei Silben |
| Verwandte Namen | Cleo, Cléa, Klea und Kleopatra; Chloe hat eine andere Wortwurzel |
| In der Literatur | Clea ist eine Figur in Lawrence Durrells Alexandria-Romanen |
Was von Kleopatra im Namen bleibt
Kleopatra bedeutet „Ruhm des Vaters“. Der vollständige griechische Name verbindet die Wörter für „Ruhm“ und „Vater“. Bei einer Kurzform wie Clea oder Cleo bleibt vor allem der erste Teil hörbar. Deshalb wird Clea oft mit „Ruhm“ erklärt.
Am deutlichsten ist die Verbindung bei der französischen Cléa: Sie wird als kurze Form von Cléopâtre geführt. Clea ohne Akzent steht daneben als eigenständiger Vorname. Klea mit K ist unter anderem in Albanien gebräuchlich; auch hier gilt Kleopatra als mögliche Herkunft. Nicht jede der kurzen Formen lässt sich eindeutig auf denselben längeren Namen zurückführen.
Die berühmte ägyptische Königin Kleopatra trug also einen griechischen Namen. Das passt zu ihrer Familie, den Ptolemäern. Die Namensgeschichte führt damit über Sprachen und Länder hinweg — obwohl Clea heute mit nur vier Buchstaben auskommt.
Clea, Cleo und Chloe auseinanderhalten
Cleo und Clea gehören zusammen, Chloe hat eine andere Wurzel. Bei Chloe geht es um frisches grünes Pflanzenwachstum. Clara kommt wiederum aus dem Lateinischen und bedeutet „hell“ oder „klar“. Der ähnliche Anfang macht die Namen also nicht automatisch verwandt.
Im Deutschen wird Clea meist „Kle-a“ gesprochen, mit zwei Silben. Das C klingt wie ein K. Bei Cléa gehört der Akzent zur französischen Schreibweise; er verändert die Herkunft des Namens nicht.
Die Malerin namens Clea
Lawrence Durrell nannte eine Künstlerin in seinem „Alexandria-Quartett“ Clea Montis. Der vierte Band erschien 1960 und trägt ihren Vornamen als Titel. Schauplatz ist die ägyptische Stadt Alexandria, in der sich die Geschichten eines Kreises von Freunden und Liebenden überschneiden.
Clea malt, während Darley, der Erzähler, schreibt. Beide ringen mit ihrer Kunst, und ihre Beziehung entwickelt sich vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Durrell erzählt nicht einfach viermal dieselbe Geschichte: Neue Blickwinkel verändern immer wieder, was man über die Menschen zu wissen glaubte. So steht Clea hier auf einem Buchcover und mitten in einer vielschichtigen Romanwelt.
Wie selten ist Clea in Deutschland?
Clea gehört hier zu den selteneren Mädchennamen. Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 nennt Knud Bielefeld ungefähr 1.500 Vergaben als ersten Vornamen. Klea mit K kommt im selben Zeitraum auf rund 1.000.
Die Schreibweisen werden getrennt erfasst. Die Zahlen sind Schätzungen aus einer Sammlung von Geburtsmeldungen, keine vollständige amtliche Zählung.
Quellen und Datenstand
- Gesellschaft für deutsche Sprache: Cleo und verwandte Formen einschließlich Clea
- Behind the Name: französische Cléa als Kurzform von Cléopâtre
- Behind the Name: albanische Klea und unsichere Herkunft
- Behind the Name: Bedeutung von Kleopatra
- Behind the Name: anderer Wortursprung von Chloe
- Gesellschaft für deutsche Sprache: lateinische Herkunft von Clara
- Wissen.de: Clea als „die Rühmende“
- EBSCO: die Malerin Clea in Durrells Alexandria-Romanen
- Knud Bielefeld: Clea 2010 bis 2025
- Knud Bielefeld: Klea im Vergleich
- Knud Bielefeld: Cleo im Vergleich
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