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Caspar: Bedeutung, Herkunft und Geschichte des Vornamens

Caspar: Bedeutung, Herkunft und Geschichte des Vornamens

Caspar steht oft neben Melchior und Balthasar auf einem Sternsingerplakat. Im biblischen Bericht haben die Besucher des Jesuskindes allerdings gar keine Namen. Die kamen erst später hinzu. Caspar hat dadurch eine lange Weihnachtsgeschichte — und Verbindungen zum Kaspertheater und zu einem berühmten Maler.

In unserer Babynamenliste von A bis Z findet ihr Caspar mit C. Kaspar mit K gehört zur selben Namensfamilie, wird in Deutschland aber seltener gewählt.

Caspar auf einen Blick

Caspar wird meist als „Schatzmeister“ erklärt. Seine Wurzeln führen wahrscheinlich zu einem alten persischen Wort.

HerkunftÜberlieferter Name aus der Dreikönigsgeschichte; wahrscheinlich Bezug zu einem alten persischen Wort
BedeutungMeist als „Schatzmeister“ erklärt
AusspracheIm Deutschen gewöhnlich „Kas-par“, zwei Silben
Weitere FormenKaspar, Kasper, Casper, Jasper, französisch Gaspard
Namenstage6. Januar und 26. September

Ein Name für den Schatzmeister

Die geläufige Bedeutung meint jemanden, der Schätze verwaltet.

Hinter Caspar könnte ein hebräisches Wort für „Schatzmeister“ stehen, das aus dem alten Persischen übernommen wurde. Der genaue Weg zum Vornamen ist nicht sicher geklärt. Deshalb bleibt „Schatzmeister“ die übliche, aber nicht restlos gesicherte Erklärung.

Auch Jasper, Casper und Kasper gehören zur selben Familie. In Frankreich findet ihr die Form Gaspard. Die unterschiedliche Schreibweise ändert hier also nichts an der gemeinsamen Geschichte.

Wie Caspar zu den Drei Königen kam

Das Matthäusevangelium erzählt von Sterndeutern aus dem Osten. Ihre Zahl und ihre Namen verrät es nicht.

Sie besuchen den neugeborenen Jesus und bringen Gold, Weihrauch und Myrrhe. Erst in späteren christlichen Erzählungen wurden daraus drei Könige: Caspar, Melchior und Balthasar. So bekam Caspar seinen festen Platz in der Dreikönigstradition.

Rund um den 6. Januar ziehen Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus. Über den Türen hinterlassen sie die Buchstaben C, M und B. Diese wurden ursprünglich mit den drei Königsnamen verbunden. Heute erklärt das Kindermissionswerk sie als Christus mansionem benedicat: „Christus segne dieses Haus“.

Vom König zum Kasper

Auch die lustige Figur aus dem Puppentheater verdankt ihren Namen einem der Drei Könige.

Der Duden führt Kasper auf die mittelalterlichen Dreikönigsspiele zurück. Die Figur Kaspar entwickelte sich darin mit der Zeit zum Schelm und Narren. Aus diesem Namen wurde der Kasper, den viele Kinder heute kennen.

Caspar David Friedrich und das Nebelmeer

Ein ganz anderer Caspar wurde mit seinen Landschaftsbildern berühmt.

Caspar David Friedrich malte den Wanderer über dem Nebelmeer. Ein Mann schaut darin von einem Felsen über eine Landschaft voller Nebel. Das Bild gehört zur Sammlung der Hamburger Kunsthalle.

Zum 250. Geburtstag des Malers widmete ihm die Kunsthalle 2023 und 2024 eine große Ausstellung. Neben dem Wanderer war dort unter anderem Das Eismeer zu sehen, ebenfalls aus der eigenen Sammlung.

Wie häufig ist Caspar?

Caspar wird regelmäßig vergeben, gehört aber zu den selteneren Jungennamen.

Knud Bielefeld nennt seit 2010 mindestens 1.900 Vergaben als ersten Vornamen. Kaspar mit K kam auf mindestens 400. In seiner Namenskurve geht es für Caspar seit 2009 leicht nach oben.

Die Zahlen stammen aus Bielefelds Auswertung von Geburtsmeldungen, nicht aus einer vollständigen amtlichen Zählung. Caspar und Kaspar werden getrennt erfasst; zweite Vornamen sind nicht mitgezählt.

Der bekannteste Namenstag ist der 6. Januar. Ein weiterer Termin ist der 26. September: Er erinnert an Kaspar Stanggassinger, einen Priester aus Bayern. Er bildete junge Ordensmitglieder aus und starb 1899 mit 28 Jahren.

Quellen und Datenstand


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