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Amalia: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Amalia: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Amalia klingt weich und bringt eine kräftige Bedeutung mit: „die Tüchtige“ oder „die Tapfere“. Der Mädchenname stand schon bei Schiller auf der Bühne. Heute wählen ihn wieder mehr Eltern für ihr Baby.

Vielleicht gefallen euch auch Amalie oder Amelie. Hier lest ihr, was die Namen verbindet und wie sie sich unterscheiden. Weitere Ideen findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.

Amalia auf einen Blick

Amalia geht auf alte Namen zurück, die mit „Amal-“ beginnen. Gesprochen hat sie meist vier Silben: A-ma-li-a.

HerkunftAus älteren gotischen Namen mit Amal-, etwa Amalinde
Bedeutung„Die Tüchtige“ oder „die Tapfere“
AusspracheA-ma-li-a, meist vier Silben
FormenAmalie; verwandt: Amelie und Amélie
Namenstag8. Juli oder 10. Juli, je nach Namenspatronin

Warum bedeutet Amalia „die Tapfere“?

Im gotischen Wort „amals“ stecken die Bedeutungen „tüchtig“ und „tapfer“. Darauf geht Amalia zurück.

Ältere Namen wie Amalgund oder Amalinde begannen ebenfalls mit „Amal-“. Aus solchen langen Namen entstand die kürzere Form Amalia. Auch die ostgotische Königsfamilie der Amaler hatte diesen Anfang im Namen.

Für euch ist vielleicht besonders der Gedanke an Mut schön. Oder ihr mögt einfach den Klang mit den vielen Vokalen. Amalia verbindet beides: eine alte Bedeutung und einen Namen, der sich heute gut verwenden lässt.

Amalia in Weimar und bei Schiller

Wenn ihr Weimar kennt, habt ihr vielleicht schon von der Herzogin Anna Amalia Bibliothek gehört.

Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel baute die Bibliothek im 18. Jahrhundert aus. Noch heute trägt sie ihren Namen.

Bei Schiller heißt die weibliche Hauptfigur in „Die Räuber“ Amalia von Edelreich. Auch die niederländische Prinzessin Catharina-Amalia trägt den Namen. Amalia passt also auf eine Theaterbühne, in eine lange Familiengeschichte – und genauso gut zu einem Baby von heute.

Amalia, Amalie oder Amelie?

Die Namen sind verwandt. An den Endungen hört ihr aber einen deutlichen Unterschied.

Amalia endet auf „-lia“, Amalie auf „-lie“. Bei Amelie verändert sich außerdem der Vokal in der Mitte. Wenn ihr noch schwankt, sagt die Formen einmal langsam nacheinander. Welche klingt für euch am schönsten?

Als Kosenamen könntet ihr bei Amalia Malia, Lia oder Mali ausprobieren. Vielleicht gefällt euch der volle Name aber schon so gut, dass es einfach bei Amalia bleibt.

Wie beliebt ist Amalia?

Amalia wird in Deutschland häufiger gewählt als früher. 2024 gehörte sie in der GfdS-Auswertung zu den 40 häufigsten Mädchennamen.

Für 2010 bis 2025 schätzt Knud Bielefeld rund 14.100 Vergaben als ersten Vornamen. Der Name ist damit vielen Eltern vertraut.

Die rund 14.100 Vergaben beziehen sich auf Amalia als ersten Vornamen. Amalie und Amelie werden getrennt gezählt. Die Zahl ist eine Schätzung aus Knud Bielefelds Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung.

Wann ist Amalias Namenstag?

Für Amalia werden der 8. und der 10. Juli als Namenstage genannt.

Der 8. Juli erinnert an Amalia von Münsterbilsen. Der 10. Juli gehört zu Amalberga von Gent, die auch Amalia genannt wird. Wenn ihr einen Namenstag feiern möchtet, habt ihr also zwei mögliche Termine.

Quellen und Datenstand


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