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Die wirklich gruseligsten Dinge, die Kinder jemals gesagt haben!

von Torsten Esser
Veröffentlicht: Letztes Update
Gruselzitate von Kindern

Die gruseligsten Zitate unserer Kinder sind weit öfter ein Gesprächtshema unter Eltern und Freunden, als man sich in dem Moment – wenn man es jemandem erzählt – vorstellen kann. Denn diese typischen Begebenheiten kommen in unheimlicher Regelmäßigkeit vor. Und wirklich JEDER von uns fragt sich (gerade Abends unter der Bettdecke), was denn hinter den Sätzen oder dem Verhalten des Kindes steckt:

Der kleine Engel

„Während eines Mittagessens sagte meine Tochter (damals drei Jahre) urplötzlich: ‚Papa, ich war ein Engel, und ich habe dich getragen, als es dir gar nicht gut ging.‘ Ich antwortete schwer verblüfft und eigentlich sprachlos, dass sie kein Engel gewesen sein kann, worauf sie antwortete: ‚Doch, Papa, nur konntest du mich nicht sehen. Ich war bei dir!'“ (Stephan Gröschler)

Das Spukhaus

„Wir wohnten in einem alten Gebäude der evangelischen Kirche unserer Stadt, welches früher als eine Art Pflegestätte für Schwerkranke gedient hat. Mein Mann war häufiger beruflich unterwegs und so schlief mein damals zweijähriger Sohn mit mir in unserem Schlafzimmer. Als er einmal nachts wach wurde, fing er an zu jammern und versteckte sich unter der Decke. Ich fragte ihn, was los sei. Da meinte er: ‚Die Kinder sollen weggehen!‘ Ich fragte, welche Kinder er meinte. Darauf er: ‚Die ums Bett stehen und immer so gucken!‘ Zum Glück sind mir erst nach diesem Abend viele Gruselgeschichten aus dem Haus zu Ohren gekommen, sonst wäre ich wahrscheinlich sofort aus dem Bett gesprungen und samt Kind zu meinen Eltern gezogen.“ (Kati Henneberg)

Das Mädchen im Schlafzimmer

„Mein drei Jahre alter Neffe war oft bei mir in meinem Landhaus. Oft fragte er nach dem Mädchen, das in einem der Schlafzimmer wohne. Das Zimmer war sehr klein, deswegen benutzte ich es nicht und es war definitiv niemand dort. Ich schob es auf seine Fantasie.

Dann besuchten mich mal einige Freunde mit ihrer Tochter, die etwa dasselbe Alter wie mein Neffe hatte, den sie aber nie getroffen hatte. Zwei Mal an diesem Tag fragte sie mich nach dem hübschen Mädchen, während sie auf die Tür eben jenen Schlafzimmers deutete. Das fand ich dann schon langsam komisch.

An Weihnachten kam dann meine Familie zu mir nachhause. Mein Neffe deutete mit dem Finger auf ein Foto meiner Frau und fragte, ob sie auch zu Besuch kommen würde, oder ob sie in dem Landhaus bleibe. Meine Frau starb vor zehn Jahren. Ich glaube nicht an paranormale Phänomene, aber das machte mich definitiv aufmerksam.“ (infowin)

Herr Peterson

Als ich etwa vier Jahre alt war, unterhielt ich mich immer mit ‚Herrn Peterson‘, wenn ich bei meiner Oma zuhause war. Er sah wie ein Landstreicher aus dem 19. Jahrhundert aus, hatte eine Gitarre und sang mir Blues-Lieder vor. Er erzählte mir, er sei gestorben, als er von einem Zug herunterfiel. Als ich etwa sechs Jahre alt war, hörte ich auf, ihn zu sehen.

Wie dem auch sei, vor sechs Monaten fand ich die alte Gitarre meines Vaters und begann, darauf zu spielen, als mein kleiner Cousin zu mir kam und sagte: ‚Herr Peterson ist stolz auf dich‘ und dann einfach wieder ging. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.“ (CarterBransom)

Guten Hunger!

In einer Nacht habe ich meinen damals dreijährigen Sohn in meinem Bett schlafen lassen, denn mein Mann war gerade außer Haus. Es war mucksmäuschenstill im Haus und ich höre meinen Sohn unter der Decke, wie er flüstert: „Ich hab dich, wo ich dich haben will, und jetzt werde ich dich fressen.“ (Delta407)


LESEPAUSE-VIDEO

Horror auf der Familien-Sicherheitskamera


Opa Bernd

Mein Sohn, der damals drei Jahre alt war, kam eines Morgens ziemlich verschlafen zum Frühstück. Als ich ihn gefragt hatte, ob er denn gut geschlafen hätte, sagte er: „Nein! Opa Bernd hat mich die ganze Nacht wachgehalten, weil er in meine Zehen gekniffen hat.“ Mein Vater, sein Opa Bernd, ist vor acht Jahren gestorben, lange, bevor er geboren war. Und genau so hat er mich und meinen Bruder immer geweckt, als wir klein waren.

„Geschwisterliebe“

„Meine Schwester schlafwandelte. Eines Nachts kam sie in mein Zimmer und fragte, ob sie bei mir schlafen kann. Ich spielte Videospiele und sagte ihr, dass sie in ihr Zimmer zurückgehen solle. Sie antwortete mir: ‚Das wird dir leid tun‘ und ging. Ich schaute hoch und stellte fest, dass sie schlafwandelte, weil ihre Augen geschlossen waren, während sie mit mir redete. Ich verbarrikadierte mich in dieser Nacht in meinem Zimmer, mit allen Lampen an.“ (OneofGus)

Reinkarnation

„Mein damals vierjähriger Sohn fragte mich: ‚Mama, weißt du wo ich war, bevor ich in deinen Bauch kam?‘ Ich sagte, ich wüsste es nicht. Darauf er (wortwörtlich!) mit ernster Miene: ‚Ich bin mit Adlern geflogen. Ich bin mit Orcas geschwommen. Ich habe mit Nilpferden gespielt. Das ist alles.‘ Der Spruch hängt jetzt aufgeschrieben bei uns im Wohnzimmer.“ (Monika Martino)

Der Albtraum

„Ich hatte als Kind regelmäßig denselben Alptraum. Ich wachte darin in meinem Kinderbett auf, als ein starker Wind mich in mein Bett drückte. Ich krabbelte raus und musste mich an Gegenständen entlang hangeln, um ins Wohnzimmer zu gelangen. Dort saßen meine Eltern, zeigten mit dem Finger auf mich und lachten. Dann hörte ich Schritte hinter mir und versteckte mich unter dem Esstisch. Es kam ein dunkel gekleideter Mann herein und schwang eine Peitsche. Kurz bevor ich dann panisch aufwachte, sagte die Stimme meiner Großmutter, ich solle keine Angst haben, sie sei bei mir. Ich nannte meine Großmutter immer Oma Brille. Jedenfalls: Vor Monaten ging ich nachts durchs Haus und folgte dem Duft meiner vor Jahren verstorbenen Großmutter. Ich traf meinen vierjährigen Sohn, und im Halbschlaf sagte er: ‚Liebe Grüße von Oma Brille. Der Mann mit der Peitsche kommt nicht mehr.‘ Ich habe noch nie über den Traum gesprochen, außer mit meiner Frau. Und da war mein Sohn noch nicht auf der Welt.“ (Mathias Schacht)

Der Mann, der durch Wände ging

„Wir sanieren ein 140 Jahre altes Haus und unsere damals dreijährige Tochter sah den verstorbenen Vorbesitzer immer wieder durchs Gebäude schleichen. Ich bin für so was überhaupt nicht zu haben. Unsere Tochter zeigte uns genau, wo er durch das Haus ging: auch durch Wände! Aber auf früheren Grundrissen befanden sich dort noch keine Wände – da waren dort Türen. Irgendwann erzählten wir alten Nachbarn davon, die den Vorbesitzer des Hauses kannten. Die malten auf Papier drei unterschiedliche Männer, mit einfachen charakteristischen Merkmalen: Hager, dick, dünn, mit Hut oder Stock etcetera. Ohne Vorwarnung stellten wir unsere Tochter vor die Wahl, wie der Mann aus ihrer Vorstellung aussah. Sie tippte ohne zu zögern auf den Vorbesitzer. Ich will das alles bis heute nicht wirklich glauben, kann mir aber die Fakten nicht anders erklären, als dass sie wirklich jemanden gesehen hat.“ (Sven Zieseniß)


BONUS

Omas Schäferhund

Kommen wir zum Schluss zu einer ganz persönlichen Geschichte. Eine, die keine ist, weil sie uns selber passiert ist.

Unsere Große war noch sehr klein (ca. 2,5 Jahre), als wir damals in das Haus meiner Eltern gezogen sind, um meine Mutter zu pflegen. Am Ende hatte sie leider nicht mehr allzu lange von ihrer Oma. Aber ein gutes Jahr wurde den beiden noch geschenkt. Etwa ein halbes Jahr nach dem Tod meiner Mutter begann eine Phase, in der unsere Tochter im Spiel auch schon mal verschiedene Rollen übernahm. Man hörte sie also ständig mit den Puppen quasseln und hantieren. Sie unterhielt sich mit ihnen. Soweit alles völlig normal.

Irgendwann kam dann ein Abend, den wir bis heute nicht vergessen haben – und sicherlich auch niemals vergessen werden. Denn an diesem Tag erzählte sie uns zum wiederholten Mal, dass sie sich mit Oma unterhalten habe. Sie hätten auch gemeinsam gespielt.

Uns war schmerzlich bewusst, dass sie ihre Oma wirklich sehr vermisst – und generell so langsam zu verstehen begann, dass sie meine Mutter künftig nur noch auf Fotos wiedersehen würde. Also mussten wir jedes mal schwer Schlucken, wenn sie von ihren Spielerlebnissen mit der verstorbenen Oma erzählte. Bis zu diesem besagten Abend taten wir das selbstverständlich als Trauerbewältigung ab. Und zwar ohne den Hauch eines Zweifels.

Irgendwo zwischen Schweinebraten und Pudding-Dessert brach es dann aus ihr heraus: Sie wolle jetzt auch ENDLICH einen Hund. So einen, wie die Oma als Kind hatte!

Während meine Frau in dieser Situation abwiegelnd schmunzelte, lief es MIR jedoch eiskalt den Rücken hinunter. Ich selber wollte zwar schon IMMER einen Hund. Das war aber nie möglich geworden, weil mein Vater panische Angst vor Hunden hatte. Aber was mir beinahe das Blut gefrieren ließ, war die Tatsache, dass nur ich alleine der einzige Mensch war, der (wahrscheinlich neben dem Bruder meiner Mutter) heute noch wissen konnte, dass sie als Kind einmal einen Hund besaß. Und ich wusste auch, was es für ein Hund war. Ein Schäferhund. Und DEN beschrieb unsere Tochter nun fleißig.

Ich selber wusste damals erst seit knapp zwei Jahren, dass meine Mutter wohl ungefähr im Alter von 5 bis 13 Jahren einen Schäferhund besaß. Ich war damals völlig überrascht. Mein Vater übrigens ebenso. Er kannte dieses Detail aus ihrer Kindheit nicht. Und am darauf folgenden Tag schwor er mir, dass er mit unserer Tochter niemals darüber gesprochen hatte. Wirklich niemand, den ich fragte, hatte es ihr erzählt. Und ich fragte auch mich selber noch viele Male sehr intensiv, ob ich mich vielleicht daran erinnere, einen Hund zwischen zwei Sätzen erwähnt zu haben.

Aber unsere Maus bestand ohnehin darauf, dass sie es von niemandem, außer Oma in ihrem Zimmer erzählt bekommen habe. Verwirrend bleibt es bis heute. Denn es gab leider – aufgrund des schlechten gesundheitlichen Zustandes meiner Mutter – nicht eine Situation, in der Oma und Enkelin länger als ein paar Momente alleine in einem Raum verbracht hätten.

Auch heute noch füllt sich die Luft im Haus gefühlt mit elektrischer Spannung, wenn wir über meine Eltern reden. Man könnte es gruselig finden. Aber – so fühlt es sich nicht an.


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