Diagnose

Die Diagnose kann leicht gestellt werden

Bei Verdacht auf Hand-Fuß-Mund, kann zur Diagnose der Kinder- oder Hausarzt aufgesucht werden. Zuerst wird der Krankheitsverlauf bzw. die Anamnese erhoben. Dazu fragt der Arzt die Symptome ab – und seit wann diese bestehen. Wichtig ist ebenfalls die Frage nach dem Impfschutz. Besteht eine Impfung gegen Windpocken und Röteln- können diese ebenfalls Ausschlag verursachenden Krankheiten, sofort ausgeschlossen werden. Nach der Anamnese findet die körperliche Untersuchung statt. Dabei schaut sich der Arzt den Ausschlag und die einzelnen Blasen genau an. Sollte der Arzt nach diesen Untersuchungen keine genaue Diagnose stellen können, kann eine Stuhlprobe für Sicherheit sorgen.

Behandlung

Die Behandlung: Linderung der Symptome

Zur Behandlung der Hand-Mund-Fuß Infektion gibt es keine Medikamente, welche gegen die Viren selbst wirken. Lediglich die Linderung der Symptome steht im Fokus der Behandlung. Dazu kann gegen die Schmerzen und eventuelles Fieber, ein Medikament mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Ibuprofen verabreicht werden. Gegen eventuelle Bläschen im Mund, hilft eine spezielle, leicht betäubende Tinktur, oder das Gurgeln mit Kamillentee. Um die Heilung der Bläschen am Körper zu unterstützen, können diese mit Zinksalbe betupft werden. Wichtig ist, die Blasen nicht mit den bloßen Händen zu berühren. Die Gefahr einer Ansteckung ist dabei zu groß. Stattdessen kann die Salbe gut mit Wattestäbchen aufgetragen werden.

Hand-Fuß-Mund hat keine spezielle Saison

Die Infektion mit den Hand-Fuß-Mund auslösenden Viren, erfolgt ganzjährig und kann keiner bestimmten Jahreszeit oder Saison zugeordnet werden. Der Verlauf und Heilungsprozess kann als schnell und unkompliziert beschrieben werden. Die Infektion dauert vom ersten Auftreten der Symptome, bis zur Heilung der Bläschen, 7-10 Tage. Sobald die Bläschen austrocknen und Krusten bilden, lassen nicht nur die Schmerzen, sondern auch der Juckreiz nach. Erst ab dem Moment, wenn alle Bläschen verheilt sind, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kita oder Schule, sowie der Arbeitsplatz, wieder besucht werden. Viele Kindergärten und Schulen verlangen als Nachweis der Genesung die Vorlage eines ärztlichen Attests.

Schwere Komplikationen sind selten

Hand-Fuß-Mund ist keine generell gefährliche und durch Komplikationen bekannte Krankheit. Trotz der auftretenden Schmerzen, fühlen sich die meisten Erkrankten gut. Nach spätestens 10 Tagen können sie ihrem gewohnten Alltag wieder nachgehen. Dennoch gibt es mehrere Risikogruppen, bei denen Komplikationen auftreten können. Zu ihnen zählen Neugeborene und Säuglinge, sowie immunschwache Personen. Bei ihnen können sich die Viren weiter im Körper verteilen und Schaden anrichten. In Folge dessen kann es zur Hirnhautentzündung (Meningitis) und zu Schäden der inneren Organe kommen. Betroffen sind hier in erster Linie das Herz, die Leber und die Nieren.

Keine Gefahr für das ungeborene Kind

Erkrankt eine schwangere Frau an HFM, stellt die Infektion keine Gefahr für das ungeborene Kind dar. Es ist sogar so, dass bisher nur milde Verläufe in der Schwangerschaft beobachtet werden konnten. Anders liegt es jedoch, wenn eine Infektion kurz vor oder nach der Geburt eintritt. In diesen Fällen besteht ein erhöhtes Risiko, das Neugeborene anzustecken. In diesen Fällen sollte unbedingt ärztlicher Rat und gegebenenfalls eine strikte Beobachtung erfolgen.


Wer hat's geschrieben?

Jacqueline Esser

Erzieherin, Mutter, Autorin

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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