Bild: pariah083 / pixelio.de
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Noch liegt eure Hand fürsorglich auf dem wohlgeformten Babybauch – doch schon bald ist das Ende eurer Schwangerschaft in Sicht. Die Geburt kann beginnen. Lest hier alles über die vier Phasen der Geburt, die ihr und euer Kind durchlaufen werdet.

Kommen die Wehen alle 5-10 Minuten, werden stärker und dauern 30-60 Sekunden an, dauert es nicht mehr lange bis die Geburt beginnt. Sie verläuft in 4 Phasen, durch die sich euer Kind den Weg in die Welt bahnen muss. Gemeinsam mit einer Hebamme oder einem Arzt werdet ihr die nächsten Stunden diese Phasen durchleben. Ein aufregender Weg liegt vor euch…

Die Eröffnungsphase

Die Eröffnungsphase ist die längste Phase während der Geburt. Hierbei wird der Muttermund bis zur vollständigen Öffnung gedehnt. Die Wehen kommen in Abständen von 5 bis maximal 20 Minuten und dauern 30-60 Sekunden. Die Erweiterung des Muttermundes wird in Zentimetern gemessen. Am Ende dieser Phase ist der Muttermund auf 10 Zentimeter gedehnt. Bis dahin können jedoch einige Stunden vergehen. Wenn die Schmerzen der Wehen zu stark werden, kann eine Massage des Steißbeins und des Rückens Linderung bringen.

Die Übergangsphase

Die Übergangsphase ist meist sehr kurz. In dieser ist es wichtig, dass euer Kind das  Köpfchen in den Geburtskanal dreht. Um das zu erreichen, wird euch die Hebamme einige Stellungswechsel vorschlagen, um es dem Baby leichter zu machen. Ob auf der Seite, im Stehen an der Sprossenwand, oder in der Hocke, alles was euch gut tut, tut auch eurem Kind gut. Die Wehen werden intensiver und häufiger. Wenn ihr einen Geburtsvorbereitungskurs besucht habt, könnt ihr die dort erlerne Atemtechnik nutzen, um die Wehen zu veratmen. Keine Sorge, wenn ihr in keinem Kurs ward, wird euch die Hebamme zeigen, wie ihr euch die Wehenschmerzen mit gezieltem Atmen erleichtern könnt.

Die Endphase

In dieser Phase beginnt die eigentliche Geburt. Wenn ihr Erstgebärende seid, dauert es ab jetzt wahrscheinlich um die 2-3 Stunden, bis euer Baby endlich da ist. Wenn ihr bereits Kinder habt, verkürzt sich die Zeit, und es kann auch nur 15 – 20 Minuten dauern. In der Endphase rutscht euer Baby immer weiter in den Geburtskanal und schiebt seinen Kopf durch das Becken.

Die Wehen werden dabei immer stärker, und schon bald werdet ihr den Drang verspüren, zu pressen. Die Wehen werden nun auch Presswehen genannt. Bei jeder Wehe dürft ihr jetzt mit voller Kraft pressen und eurem Baby auf seinem Weg nach draußen helfen. Sobald das Köpfchen zu sehen ist, und ihr es vielleicht sogar fühlen könnt, dauert es nur noch ein paar Wehen lang, bis ihr und euer Kind es geschafft habt. Euer Kind muss nun seinen Kopf seitlich drehen, um seiner Schulter das austreten zu ermöglichen. Danach gleiten der Oberkörper und die Beine heraus – die Geburt ist geschafft!

Wahrscheinlich werdet ihr völlig erschöpft sein, aber vor allem überglücklich. Der nächste Schritt  ist das Abnabeln. Euer Partner kann nun, wenn er möchte, die Nabelschnur durchtrennen. Keine Angst: Das Baby spürt davon nichts, denn die Nabelschnur besitzt keine Nervenzellen. Sobald das kleine Wunder abgenabelt ist, wird es euch auf die Brust gelegt.

Die Nachgeburtsphase

Kurz nach der eigentlichen Geburt wird die Plazenta ausgeschieden. Der Arzt wird überprüfen, ob sie vollständig ist, und auch noch einmal den Geburtskanal kontrollieren. Falls ihr einen Dammriss- oder schnitt erlitten habt, wird dieser versorgt und genäht.  Danach bleibt ihr noch ungefähr zwei Stunden gemeinsam im Kreisssaal, bevor ihr auf die Station und euer Zimmer gebracht werdet.

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