Sabine bedeutet „die Sabinerin“. Der Name führt zu einem antiken Volk in Mittelitalien. In Deutschland war Sabine um 1960 besonders beliebt. Heute ist der vertraute Name bei Babys selten.
Vielleicht hat Sabine für euch schon ein Gesicht: eine Mutter, Tante oder Freundin, die so heißt. Als Babyname kann er deshalb auch eine Familiengeschichte weitertragen. Wenn ihr erst einmal nach Klang und Herkunft vergleichen möchtet, hilft euch unsere Vornamenliste von A bis Z.
Sabine auf einen Blick
Sabine ist eine Form von Sabina und bewahrt einen alten Herkunftsbezug.
| Namensart | Mädchenname |
| Herkunft | Lateinisch, über Sabina |
| Bedeutung | Die Sabinerin |
| Deutsche Aussprache | sa-BII-ne, mit stimmhaftem s |
| Silben | 3: Sa-bi-ne |
| Verwandte Formen | Sabina, Szabina, Sabien |
| Katholischer Namenstag | 29. August |
Die Herkunft von Sabine führt nach Mittelitalien
Der Name bezeichnet ursprünglich die Zugehörigkeit zu den Sabinern.
Sabina ist die weibliche Form des römischen Beinamens Sabinus. Die Sabiner lebten im antiken Mittelitalien. „Die Sabinerin“ lässt sich deshalb etwa als „Frau aus dem Volk der Sabiner“ verstehen. Die Bedeutung beschreibt eine Herkunft, keinen Charakterzug.
Sabine ist unter anderem im Deutschen, Französischen, Niederländischen und Dänischen gebräuchlich. Sabina begegnet in vielen weiteren europäischen Sprachen, etwa im Italienischen und Polnischen. Die unterschiedlichen Endungen gehören zur selben Namensfamilie.
Früher häufig, heute selten: Sabine in Deutschland
Ein Name kann allen bekannt sein und bei Neugeborenen trotzdem kaum vorkommen.
Die historische Auswertung von Knud Bielefeld zeigt Sabine um 1960 unter den beliebtesten Mädchennamen. Vor 1940 war der Name dagegen deutlich weniger verbreitet. Später ging seine Beliebtheit stark zurück.
Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 nennt Bielefeld ungefähr 200 Vergaben als ersten Vornamen in Deutschland. Das ist eine Auswertung seiner Namensstatistik und keine vollständige amtliche Zählung. Sabina und andere Schreibweisen werden getrennt betrachtet.
Wenn ihr einen bekannten Namen sucht, der bei heutigen Babys selten ist, lohnt sich ein Blick auf Sabine. Die frühere Beliebtheit und die heutige Seltenheit widersprechen sich nicht: Sie beziehen sich auf unterschiedliche Generationen.
Aussprache und Kurzformen
Im Deutschen liegt die Betonung auf der mittleren Silbe: sa-BII-ne.
Das i wird lang gesprochen, das letzte e bleibt hörbar. Sabine hat damit drei Silben. Das s am Anfang klingt stimmhaft wie in „Sonne“. Im Französischen wird das abschließende e nicht als eigene Silbe gesprochen; dort klingt der Name ungefähr sa-BIN.
Als Kurzform kommt Bine infrage. Ob eine Koseform entsteht, entscheidet sich im Familienalltag. Möchtet ihr Sabine mit einem weiteren Vornamen verbinden, hört euch auch die Übergänge an: Sollen beide Namen regelmäßig gemeinsam gerufen werden oder steht einer eher auf den offiziellen Unterlagen?
Wann hat Sabine Namenstag?
Der katholische Namenstag ist der 29. August und erinnert an die heilige Sabina von Rom.
Vatican News führt sie als frühchristliche Märtyrerin. Mit ihr ist die Basilika Santa Sabina auf dem römischen Aventin verbunden. Wer in der Familie Namenstage feiert, findet darin den religiösen Bezug des Datums.
Der Namenstag und die Wortbedeutung erzählen dabei verschiedene Teile der Namensgeschichte: Der Gedenktag führt zur Heiligen, die Bedeutung „Sabinerin“ zum antiken Herkunftsnamen.
Quellen und Datenstand
Herkunft und Aussprache: Behind the Name: Sabine, Sabina. Historische Verbreitung: Knud Bielefeld: Sabine. Heutige Vergaben: Beliebte Vornamen: Sabine (2010–2025). Namenstag: Vatican News: heilige Sabina, 29. August. Recherche: 19. Oktober 2026.
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