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Qasim: Bedeutung, arabische Herkunft und verschiedene Schreibweisen

Qasim: Bedeutung, arabische Herkunft und verschiedene Schreibweisen

Qasim ist ein arabischer Jungenname mit einem klaren Bedeutungsbezug: Er bezeichnet jemanden, der etwas aufteilt oder verteilt. Auch Kasim, Kassim und Qasem gehören zu seiner Namensfamilie. Das Q am Anfang ist dabei kein fehlendes Qu, sondern die Wiedergabe eines arabischen Lauts.

Wer Qasim aus der eigenen Familie kennt, verbindet mit dem Namen vielleicht schon eine vertraute Aussprache. Beim Schreiben mit lateinischen Buchstaben begegnen verschiedene Formen desselben Ausgangsnamens. Weitere Namen findet Ihr in unserer Babynamen-Liste von A bis Z.

Qasim auf einen Blick

Qasim stammt aus dem Arabischen und wird auch im Urdu verwendet.

VerwendungJungenname
HerkunftArabisch
Bedeutung„Der Verteilende“, jemand, der Güter aufteilt
Arabische Schriftقاسم
Verwandte SchreibweisenKasim, Kassim, Qasem
Arabische BetonungAuf der ersten Silbe

Was bedeutet Qasim?

Die Namenswurzel gehört zum arabischen Verb für „aufteilen“ und „verteilen“.

Der Ausgangspunkt ist qasama. Qasim bezeichnet sinngemäß einen Menschen, der Güter unter anderen verteilt. Die Übersetzung „der Verteilende“ fasst diesen Gedanken knapp zusammen.

Der Name wird im Arabischen und im Urdu verwendet. Seine Wortbedeutung ist damit ein konkreter sprachlicher Bezug und keine Aussage darüber, welchen Charakter ein Kind später haben wird.

Warum gibt es Kasim, Kassim und Qasem?

Arabische Schrift lässt sich auf verschiedene Weise in lateinische Buchstaben übertragen.

Kasim, Kassim und Qasem werden als verwandte Schreibweisen geführt. Im Persischen begegnet zudem Ghasem, im Türkischen Kasım. Bei der türkischen Form ist der Vokal ohne Punkt zu beachten; er ist nicht einfach das deutsche i.

Wenn Ihr einen vorhandenen Familiennamen weitergeben möchtet, kann gerade die gewohnte Schreibweise wichtig sein. Qasim und Kasim sind dann unterschiedliche Einträge auf Papier, auch wenn ihre Geschichte zum gleichen arabischen Ausgangsnamen führt.

Qasim aussprechen

Die arabische Aussprache betont die erste Silbe und hat dort ein langes a.

Die Lautschrift /ˈqaː.sim/ zeigt zwei Silben. Der q-Laut wird weiter hinten im Mund gebildet als ein gewöhnliches deutsches k. Eine Wiedergabe wie KAA-sim kann beim ersten Lesen helfen, trifft die arabische Lautung aber nur ungefähr.

Das Q steht hier ohne u. Bei einem Namen aus arabischer Schrift ist das sinnvoll; die deutsche Schreibregel für Qu lässt sich darauf nicht einfach übertragen.

Die Verbindung zur islamischen Geschichte

Ein Sohn des Propheten Muhammad trug den Namen Qasim.

Dieser historische Bezug gehört zur Bekanntheit des Namens in muslimischen Familien. Für die persönliche Namenswahl kann daneben eine konkrete Erinnerung an einen Angehörigen oder eine vertraute Sprachform ausschlaggebend sein.

Die religiöse Geschichte und die Wortbedeutung sind zwei verschiedene Seiten desselben Namens: Qasim hat einen sprachlichen Ursprung im Verteilen und zugleich einen Platz in der islamischen Namenstradition.

Quellen und Datenstand

Quellen geprüft am 11. Oktober 2026. Statistiken beziehen sich auf den jeweils genannten Zeitraum.

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