Kim klingt kurz und modern, steht aber schon seit 1901 auf einem Romantitel. Rudyard Kiplings Titelheld heißt mit vollem Namen Kimball. Das ist nur einer der Wege zum Namen Kim: Auch Kimberly und Joachim gehören zu seiner Geschichte.
Kim findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z. Der Name ist für Mädchen und Jungen belegt. Im Deutschen klingt er wie „Kimm“, mit kurzem i und nur einer Silbe.
Kim auf einen Blick
Kim hat mehrere Ursprünge. Eine einzige Übersetzung würde ihnen nicht gerecht.
| Namensart | Unisex-Name; in Deutschland überwiegend weiblich |
| Englischer Namensweg | Kurzform von Kimberly oder Kimball |
| Skandinavischer Namensweg | Männliche Kurzform von Joachim |
| Vietnamesischer Namensweg | Weiblicher Vorname; „Gold, Metall“ |
| Aussprache | Deutsch „Kimm“, eine Silbe |
| Weitere Formen | Kimmy, Kimmie; finnisch Kimi |
Kim ist älter als seine heutige Verbindung zu Kimberly
Die Kurzform kann verschiedene längere Namen im Hintergrund haben.
Heute wird Kim im englischen Sprachraum häufig als Kurzform von Kimberly verstanden. Als eigenständiger Vorname ist Kim dort aber schon früher belegt. In Rudyard Kiplings Roman „Kim“ von 1901 gehört er zum männlichen Namen Kimball.
Diese Geschichte erklärt, warum Kim nicht allein als Mädchenname gelten kann. Zugleich braucht eine heutige Kim keinen längeren Namen: Die kurze Form wird seit Langem auch eigenständig vergeben.
In Skandinavien führt Kim zu Joachim
Beim nordischen Jungennamen steckt eine andere Namensfamilie dahinter.
Behind the Name ordnet den skandinavischen Kim als Kurzform von Joachim ein. Auch Knud Bielefeld beschreibt diesen Namensweg über Joachim beziehungsweise Joakim. Die übliche Deutung dieser Familie lautet „Gott richtet auf“.
Die finnische Form Kimi gehört ebenfalls dazu. Wer einen nordischen Kim in der Familie hat, muss dessen Namen deshalb nicht über Kimberly erklären. Welche Geschichte hinter der Kurzform steht, hängt von ihrer Herkunft ab.
Die vietnamesische Kim und das Gold
Im Vietnamesischen besitzt Kim eine eigene Wortbedeutung.
Dieser weibliche Vorname geht auf das sino-vietnamesische Wort kim zurück und bedeutet „Gold“ beziehungsweise „Metall“. Er ist damit sprachlich anders entstanden als die europäischen Kurzformen.
Die Bedeutung „Gold“ passt zu diesem vietnamesischen Namensweg. Sie lässt sich nicht automatisch auf alle Menschen namens Kim übertragen. Gleich geschriebene Vornamen können unabhängig voneinander in verschiedenen Sprachen entstehen.
Drei Buchstaben mit langer Alltagserfahrung
In Deutschland tragen deutlich mehr Mädchen als Jungen den Namen Kim.
Knud Bielefeld beschreibt Kim grundsätzlich als Unisex-Namen. Besonders häufig wurde er bei uns 1992 vergeben. Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 schätzt seine Sammlung ungefähr 5.400 Vergaben als ersten Vornamen; eine vollständige amtliche Zählung ist das nicht.
Dass Kim bereits kurz ist, hindert Familien nicht an einer Koseform wie Kimmy. Ebenso gut bleibt es einfach bei Kim. Die Entscheidung für einen kurzen Namen und die Frage nach seinem Herkunftsweg sind zwei verschiedene Dinge – beide haben hier mehrere passende Antworten.
Quellen und Datenstand
- Behind the Name: Kimberly, Kimball und Kiplings Roman
- Behind the Name: Kim als skandinavische Kurzform von Joachim
- Behind the Name: der vietnamesische Name Kim
- Knud Bielefeld: Herkunftswege und frühere Beliebtheit
- wissen.de: Deutung des Namenswegs über Joachim
- Knud Bielefeld: Erstnamenvergaben 2010 bis 2025
Quellen geprüft am 11. Oktober 2026.
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