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Indira: Bedeutung, indische Herkunft und bekannte Namensträgerin

Indira: Bedeutung, indische Herkunft und bekannte Namensträgerin

Indira bedeutet im Sanskrit „Schönheit“. Der Mädchenname ist zugleich ein Name der hinduistischen Göttin Lakshmi und wurde durch Indira Gandhi international bekannt.

Indira hat einen eigenen sprachlichen Ursprung; der Name ist keine verkürzte Bezeichnung für das Land Indien. Die Verbindung zum indischen Kulturraum zeigt sich in der Sanskritwurzel und in seiner Verwendung in mehreren indischen Sprachen. Weitere Namen mit I stehen in unserer Babynamen-Liste von A bis Z.

Indira auf einen Blick

Wortbedeutung, religiöser Bezug und eine historische Namensträgerin gehören zur Geschichte von Indira.

NamensartMädchenname
UrsprungSanskrit
BedeutungSchönheit
Religiöser BezugWeiterer Name der Göttin Lakshmi
VerwendungUnter anderem Hindi, Marathi, Kannada und Tamil
Hindi-AusspracheUngefähr IN-di-ra, mit langem Schluss-a
Deutschland 2010–2025Etwa 100 Erstnamenvergaben (Knud Bielefeld)

Schönheit und die Göttin Lakshmi

Indira hat eine Wortbedeutung und zugleich einen Bezug zur hinduistischen Überlieferung.

Im Sanskrit wird Indira mit „Schönheit“ erklärt. Der Name gehört außerdem zu den Bezeichnungen Lakshmis, die als Gemahlin Vishnus verehrt wird. Diese beiden Angaben beschreiben die Bedeutung und die religiöse Verwendung des Namens.

Aus dem Namen folgt keine Aussage über das Aussehen oder den Charakter eines Kindes. Familien können die Bedeutung mögen oder an eine kulturelle Tradition anknüpfen, ohne sie als Erwartung an eine Tochter zu verstehen.

Wie spricht man Indira aus?

In der dokumentierten Hindi-Aussprache liegt die Betonung am Anfang.

Ungefähr IN-di-ra gibt die drei Silben wieder. Das abschließende a ist in dieser Aussprache lang. Die Umschrift in lateinischen Buchstaben bewahrt die drei Vokale i, i und a; je nach Familiensprache kann sich der Klang unterscheiden.

Für Indira sind Verwendungen in mehreren indischen Sprachen dokumentiert. Eine lateinische Schreibweise sagt deshalb noch nicht, in welcher Sprache eine Familie den Namen spricht. Die hier genannte Aussprache bezieht sich ausdrücklich auf Hindi.

Indira Gandhi: eine historische Namensträgerin

Indira Gandhi war die erste Frau im Amt der indischen Premierministerin.

Sie wurde 1917 als Tochter Jawaharlal Nehrus geboren. Zunächst war sie von 1966 bis 1977 Premierministerin; 1980 kehrte sie in dieses Amt zurück. Ihre zweite Amtszeit endete mit ihrem Tod 1984.

Das offizielle Porträt des indischen Premierministeramts beschreibt ihre politischen Tätigkeiten und ihre Ausbildung, unter anderem in Indien und am Somerville College in Oxford. Ihre Bekanntheit machte auch den Vornamen über Indien hinaus vertraut. Die Namenswurzel ist jedoch viel älter als diese Politikerin.

Indira als seltener Babyname in Deutschland

In deutschen Geburtsmeldungen erscheint Indira nur in kleiner Zahl.

Knud Bielefeld schätzt für die Jahrgänge 2010 bis 2025 ungefähr 100 Vergaben als ersten Vornamen. Seine Auswertung weist für den Namen einen Abwärtstrend aus. Bei einer so kleinen Gesamtzahl können einzelne Vergaben die Jahrgangswerte spürbar verändern.

Die Statistik basiert auf ausgewerteten Geburtsmeldungen und ist keine amtliche Vollzählung. Sie erfasst Erstnamen in dieser Schreibweise. Die internationale Bekanntheit von Indira Gandhi lässt sich daher nicht mit einer hohen heutigen Vergabe des Namens in Deutschland gleichsetzen.


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