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Gabriele – Bedeutung, Herkunft und Besonderheiten des Vornamens

Gabriele – Bedeutung, Herkunft und Besonderheiten des Vornamens

Gabriele hat eine kleine Überraschung im Gepäck: In Deutschland kennen wir den Namen vor allem als Mädchennamen, in Italien ist er ein Jungenname. Hinter beiden Formen steckt dieselbe alte Namensgeschichte – und eine Bedeutung, in der es um Gott und Stärke geht.

Gabi ist eine geläufige Kurzform von Gabriele. Die Verbindung zum biblischen Gabriel zeigt sich beim vollständigen Namen. In unserer Babynamen-Liste von A bis Z findest du Gabriele bei beiden Geschlechtern.

Gabriele auf einen Blick

Herkunft, Bedeutung und Aussprache im Überblick.

VornameGabriele
GeschlechtUnisexname – Verwendung je nach Sprache
HerkunftHebräisch; deutsche weibliche und italienische männliche Form von Gabriel
BedeutungGott hat sich stark gezeigt; auch: Gott ist meine Stärke
AusspracheDeutsch: ga-bri-E-le; Italienisch: ga-bri-E-le mit hörbarem Schluss-e

Was bedeutet Gabriele?

Die Wurzeln liegen im Hebräischen.

Gabriele geht auf Gabriel zurück. Der Name verbindet einen Bestandteil für Stärke beziehungsweise Starksein mit el, dem Wort für Gott. Die Gesellschaft für deutsche Sprache erklärt Gabriel unter anderem als „Gott hat sich stark gezeigt“. Verbreitet ist auch die sinngemäße Übersetzung „Gott ist meine Stärke“. Eine weitere Deutung setzt beim hebräischen Wort für Mann an und führt zu „Mann Gottes“.

Gabriele als Mädchen- und Jungenname

Das Geschlecht lässt sich hier nicht allein an der Endung erkennen.

Im Deutschen ist Gabriele eine weibliche Form von Gabriel. Im Italienischen wird Gabriele dagegen traditionell für Jungen verwendet. In beiden Sprachen liegt die Betonung auf dem e vor der letzten Silbe; der letzte Vokal klingt im Deutschen meist unbetont und weich, im Italienischen deutlicher. Die Einordnung als Unisexname beschreibt also zwei unterschiedliche Sprachtraditionen.

Wie häufig ist Gabriele heute?

Bei Babys begegnet man dem Namen inzwischen eher selten.

Die Vornamenauswertung von Knud Bielefeld zählt für Deutschland zwischen 2010 und 2025 ungefähr 500 Vergaben als ersten Vornamen. Mädchen und Jungen werden dabei zusammen betrachtet. Die Zahl ist eine gerundete Hochrechnung aus seiner Datensammlung, keine vollständige amtliche Zählung.

Gabi, Gabriela und eine bekannte Malerin

Zur Namensfamilie gehören kurze und längere Formen.

Gabi ist eine geläufige Kurzform; Gabriela und Gabriella sind verwandte weibliche Varianten. Eine bekannte Namensträgerin ist die Malerin Gabriele Münter. Sie war mit dem Künstlerkreis des Blauen Reiter verbunden. Wer den Namen heute neu entdeckt, findet damit sowohl eine biblische Herkunft als auch einen Bezug zur Kunstgeschichte.


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