Dominik klingt vertraut, doch hinter dem Namen steckt eine ziemlich große Familie: In Italien heißt er Domenico, in Spanien Domingo und in Frankreich Dominique. Alle führen zu demselben lateinischen Ursprung. Dazu kommen ein Ordensgründer aus dem Mittelalter und ein Tennisspieler, der sich über die amerikanischen College-Plätze bis zu den US Open spielte.
Weitere Ideen findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.
Dominik auf einen Blick
Ein Jungenname mit drei Silben und einer alten christlichen Bedeutung.
| Geschlecht | männlich |
| Herkunft | lateinisch, über Dominikus von Dominicus |
| Bedeutung | „zum Herrn gehörig“ oder „dem Herrn geweiht“ |
| Aussprache | DO-mi-nik, meist mit Betonung auf der ersten Silbe |
| Verwandte Formen | Dominic, Domenico, Domingo, Dominique |
| Namenstag | 8. August, nach dem heiligen Dominikus |
Was hinter Dominik steckt
Seine Geschichte beginnt beim lateinischen Dominicus.
Daraus wurde Dominikus und schließlich die kürzere Form Dominik. Übersetzt bedeutet der Name „zum Herrn gehörig“ oder „dem Herrn geweiht“. Gemeint ist Gott: Die Bedeutung kommt aus der christlichen Tradition.
Im Deutschen sprechen wir meist DO-mi-nik, mit der Betonung auf der ersten Silbe. Auch Dominic mit c wird verwendet. Die italienische Form Domenico und das spanische Domingo haben ein anderes Ende, ihre Wurzeln teilen sie aber mit Dominik. Das französische Dominique kann sowohl ein Jungen- als auch ein Mädchenname sein.
Warum der 8. August dazugehört
Der Namenstag erinnert an den heiligen Dominikus.
Er wurde um 1170 in Spanien geboren und hieß dort Domingo Guzmán. Später zog es ihn nach Südfrankreich. Dort gründete er die Gemeinschaft, aus der der Dominikanerorden entstand. 1216 wurde der Orden vom Papst bestätigt.
Der vollständige Name verrät schon einiges über seine Aufgabe: „Orden der Predigerbrüder“. Dominikus und seine Gefährten zogen durch Städte und Dörfer, um mit den Menschen über ihren Glauben zu sprechen. Sein Gedenktag am 8. August gilt auch für Dominik, Dominic, Domenico und Domingo.
Besonders beliebt in den Neunzigern
Viele erwachsene Dominiks bekamen ihren Namen während dieser Hochphase.
In Deutschland wurde Dominik seit den 1960er-Jahren häufiger gewählt. Besonders beliebt war er in den 1990ern. Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 schätzt Namensforscher Knud Bielefeld rund 12.000 Vergaben als ersten Vornamen.
Dominic wird in dieser Auswertung getrennt erfasst. Die Zahl ist eine Schätzung aus Bielefelds Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung.
Über das College auf die große Tennisbühne
Dominik Koepfer nahm auf dem Weg zum Profisport einen Umweg über die Universität.
Der deutsche Tennisspieler spielte für die Tulane University in den USA. 2015 gewann er dort die nationalen Hallenmeisterschaften im College-Tennis. Im Finale besiegte er den Schweden André Göransson mit 6:1 und 7:5.
Vier Jahre später schaffte Koepfer bei den US Open den Sprung aus der Qualifikation bis ins Achtelfinale. Erst Daniil Medwedew stoppte ihn, nach vier Sätzen. Aus dem College-Spieler war ein Gegner geworden, mit dem auch die Großen rechnen mussten.
Quellen und Datenstand
- wissen.de: Dominik, lateinische Bedeutung und internationale Formen
- Duden: Dominik, Wortgliederung und verwandte Form
- Knud Bielefeld: Dominik und Dominic
- Knud Bielefeld: Erstnamenstatistik 2010–2025
- Katholischer Heiligenkalender: Dominikus am 8. August
- Dominikaner: Gründung des Predigerordens
- Tulane University: Dominik Koepfers Titel 2015
- ATP: Dominik Koepfers Weg über das College-Tennis
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