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Danila: Bedeutung, Herkunft und die Verwendung des Vornamens

Danila: Bedeutung, Herkunft und die Verwendung des Vornamens

Danila klingt für deutsche Ohren erst einmal nach einem Mädchennamen. In Italien stimmt das auch. In Russland heißen dagegen Jungen so. Ein und derselbe Name geht hier zwei Wege — und beide führen zurück zu Daniel.

Die Bedeutung bleibt dabei gleich: „Gott ist mein Richter“. Danila hat sechs Buchstaben und drei Silben. Wenn euch solche Namen gefallen, findet ihr weitere Ideen in unserer Babynamenliste von A bis Z.

Danila auf einen Blick

Italienisch als Mädchenname, russisch als Jungenname: Bei Danila lohnt sich der Blick über die Landesgrenzen.

Geschlechtitalienisch weiblich; russisch männlich
HerkunftForm aus der Daniel-Namensfamilie; letztlich hebräisch
Bedeutung„Gott ist mein Richter“ über Daniel
Italienische Ausspracheda-NII-la
Russische SchriftformДанила
Verwandte NamenDaniela, Daniel, Daniil und Danil, je nach Sprachtradition

Daniela ohne e — und eine russische Form von Daniel

Danila gehört auf beiden Wegen zu einer großen Namensfamilie.

Die italienische Danila ist eine weibliche Form von Daniel, eng verwandt mit Daniela. Der Unterschied ist klein, aber hörbar: In Danila folgt auf das i direkt das l. Ihr sprecht den Namen etwa da-NII-la und betont die mittlere Silbe.

In Russland schreibt man Данила. Dort ist Danila eine männliche Form von Daniel, neben Daniil und Danil. Auch die russische Aussprache betont das i; die einzelnen Laute klingen allerdings etwas anders als im Italienischen. Als kurze russische Form gibt es Danya.

Der gemeinsame Ursprung liegt im Hebräischen. Von dort stammt die Bedeutung „Gott ist mein Richter“, die Daniel und seine vielen Sprachformen verbindet.

Eine Danila lässt im alten Rom ermitteln

Danila Comastri Montanari machte einen römischen Senator zum Krimihelden.

Die Schriftstellerin wurde 1948 in Bologna geboren und unterrichtete Geschichte. Dann brachte sie ihr historisches Wissen in Kriminalromane ein. 1990 erschien Mors tua, ihr erster Roman um Publio Aurelio Stazio. Er ist Senator im Rom des Kaisers Claudius und muss sich in einer Welt ohne moderne Polizeiarbeit auf die Spur von Verbrechen machen.

Publio Aurelio blieb nicht bei diesem einen Fall. Weitere Bücher folgten, darunter Cave canem und Tabula rasa. Comastri Montanari schrieb außerdem Geschichten, die in anderen Epochen spielen. So führt der seltene Vorname ganz nebenbei in eine Reihe historischer Krimis.

Für Deutschland nennt Knud Bielefeld seit 2006 mindestens 80 Vergaben von Danila als erstem Vornamen. Ein Endjahr und die Aufteilung zwischen Mädchen und Jungen fehlen bei dieser Angabe. Sie stammt aus seiner Namenssammlung und ist keine vollständige amtliche Zählung.

Quellen und Datenstand


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