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Constantin: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Constantin: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Constantin und Konstantin klingen im Deutschen gleich. Auf der Geburtsurkunde ist der erste Buchstabe trotzdem eine Entscheidung: Hierzulande wird die Form mit K öfter vergeben. Die beiden Schreibweisen teilen sich eine lange Geschichte, in der ein römischer Kaiser, die Stadt Konstantinopel und ein Künstler mit außergewöhnlichen Vogelskulpturen vorkommen.

Die Bedeutung ist dabei erfreulich klar: Constantin geht auf ein lateinisches Wort für „standhaft“ zurück. Wie der Name zu seiner Verbreitung kam und warum der Namenstag je nach Kirche anders eingeordnet wird, lest ihr hier. Weitere Vornamen stehen in unserer Babynamenliste von A bis Z.

Constantin auf einen Blick

Constantin bedeutet „der Standhafte“ oder „der Beständige“. Der Name gehört zu einer alten römischen Namensfamilie.

HerkunftRömischer Name Constantinus, verwandt mit dem lateinischen Wort constans
Bedeutung„der Standhafte“, „der Beständige“
AusspracheIm Deutschen „Kon-stan-tin“, drei Silben
Weitere FormenKonstantin, Constantinus; in Italien Costantino, in Griechenland Konstantinos
Namenstag21. Mai im orthodoxen Kirchenkalender, zusammen mit Helena

Was „standhaft“ hier bedeutet

Hinter Constantin steht der römische Name Constantinus, der mit dem lateinischen Wort constans zusammenhängt. Damit beschrieb man etwas oder jemanden als beständig und standhaft. Zur selben Namensfamilie gehören Constantius und Constans. Der Vater des späteren Kaisers Konstantin hieß Constantius – die Verbindung der beiden Namen taucht also sogar innerhalb dieser Familie auf.

Constantin mit C ist in Frankreich und Rumänien eine gebräuchliche Form. Im Deutschen trifft man häufiger auf Konstantin mit K. In anderen Ländern verändern sich weitere Buchstaben: Italienisch heißt die Form Costantino, griechisch Konstantinos. Der Wortursprung bleibt dabei derselbe, auch wenn man die Namen verschieden ausspricht.

Ein Kaiser gab einer Stadt seinen Namen

Der römische Kaiser Konstantin ließ eine neue Hauptstadt an der Stelle des alten Byzanz aufbauen. Im Jahr 330 erhielt sie nach ihm den Namen Konstantinopel; heute heißt die Stadt Istanbul. Er selbst lebte damals noch. Die Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein Personenname zum Ortsnamen werden kann.

Konstantin förderte das Christentum im Römischen Reich, machte es aber nicht selbst zur alleinigen Staatsreligion. Dieser Unterschied ist für seinen Namenstag wichtig: In orthodoxen Kirchen wird am 21. Mai an ihn und seine Mutter Helena erinnert. In der römisch-katholischen Kirche wird der Kaiser gewöhnlich nicht als Heiliger verehrt. Wer einen Namenstagskalender für Constantin anschaut, sollte deshalb auf die kirchliche Tradition achten.

C oder K: Was die deutschen Zahlen zeigen

Konstantin mit K liegt in Deutschland in der Auswertung erster Vornamen vor Constantin mit C. Knud Bielefeld schätzt für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 rund 12.600 Jungen namens Konstantin und rund 8.800 namens Constantin, jeweils als ersten Vornamen. Seine Zahlen stammen aus einer privaten Erhebung von Geburtsmeldungen; sie sind keine amtliche Zählung aller Kinder.

Bei diesem Namen ist der Blick auf die Zählweise besonders nützlich. Eine andere Vornamenstatistik berichtet, dass Konstantin und Constantin häufig auch als zweiter Vorname vergeben werden. Wer Ranglisten vergleicht, muss also schauen, ob beide Schreibweisen zusammengefasst und ob Zweitnamen mitgezählt wurden. Sonst können zwei richtige Auswertungen einen ganz unterschiedlichen Eindruck vermitteln.

Ein Constantin in der Kunst

Der Bildhauer Constantin Brâncuși machte seinen Vornamen mit C in der Kunstwelt bekannt. Er stammte aus Rumänien und arbeitete lange in Paris. Für seine Reihe „Vogel im Raum“ schuf er stark vereinfachte Formen aus Materialien wie Marmor und Bronze. Wer einen Vogel mit Schnabel und ausgebreiteten Flügeln erwartet, wird überrascht: Ihn interessierte vor allem der Eindruck von Bewegung und Flug. Als eines der Werke 1926 in die USA kam, hielt es der Zoll für ein Industrieprodukt statt für Kunst. Brâncuși wehrte sich vor Gericht – und gewann 1928. Das New Yorker Museum of Modern Art zeigt heute mehrere seiner Werke.

Quellen und Datenstand


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